SGB-Trainer Kazimir Balentovic. Archivfoto: TAP

Handball

3. Liga Ost: Letztes Aufgebot der SGB bringt Zweiten ins Wanken

Handball. Die SG Bruchköbel hat auch ihre weiterhin extrem dünne Personaldecke nicht daran gehindert, beim Tabellenzweiten der 3. Liga Ost groß aufzuspielen. Über den größten Teil der ersten Halbzeit führten die Bruchköbeler bei der SG Nußloch und hatten auch in der Schlussphase durchaus noch die Chance auf einen Punktgewinn.

„Ein bisschen mehr Glück“ habe seinem Team in den entscheidenden Minuten gefehlt, meint der Sportliche Leiter der SGB, Kazimir Balentovic, mit Blick auf die Schlussminuten. Dort gab es nämlich den ein oder anderen „unglücklichen Pfiff“ gegen die Gäste, der Bruchköbel schließlich die Chance auf einen durchaus nicht unmöglichen Punktgewinn kostete.

Dass die personell aus dem letzten Loch pfeifenden Bruchköbeler – die SGB verfügte über gerade einmal neun Feldspieler, Teammanager Ante Vuko und dem angeschlagenen Edi Pjanic mit eingerechnet – alles andere als ein willfähriger Punktelieferant sein würden, hatte das Team von Tegaday Ramos-Nuez bereits in der Anfangsphase der Partie bewiesen: Angeführt vom erneut überragenden Jonas Ulshöfer brachten die Bruchköbeler die Hausherren schon früh so richtig ins Schwitzen und lagen nach einer guten Viertelstunde mit vier Toren in Front.

Auf der anderen Seite des Spielfelds sorgte SGB-Schlussmann Marius Sulzbach, der bis zum Abpfiff alle drei Strafwürfe der Nußlocher entschärfen sollte, mit vielen starken Paraden dafür, dass dieser Vorsprung zunächst Bestand hatte. Die Gastgeber nahmen zwar schließlich Ulshöfer in Manndeckung, die entstehenden Räume nutzten aber seine Mitspieler gut aus und hielten Bruchköbel dadurch zunächst in Front. Dass die Gäste beim Seitenwechsel dennoch knapp zurücklagen, war Folge von vielen technischen Fehlern, insbesondere kurz vor dem Seitenwechsel.

Zeitz macht den Unterschied

In der zweiten Hälfte behielt Nußloch weiter die Oberhand und baute die Führung bis auf 24:19 aus, wobei Christian Zeitz eine entscheidende Rolle spielte: „Wenn er mit Tempo ankam, war er auch von unserer offensiven Abwehr nicht zu halten, er hat in der zweiten Halbzeit den Unterschied ausgemacht“, kommentierte Balentovic die Leistung des Weltmeisters, der am Ende auf acht Treffer kam. Bruchköbel steckte aber nicht auf und ließ sich nicht abschütteln – sieben Minuten vor dem Abpfiff war die SGB wieder auf zwei Treffer herangekommen, bevor eine umstrittene Zeitstrafe gegen Stephan Denhard den Bruchköbelern endgültig das Genick brach.

Trotz der Auswärtsniederlage und dem erneuten Sturz ans Tabellenende war Balentovic daher guter Dinge: „Ich bin sehr zufrieden, wir haben eine tolle Einstellung gezeigt und einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht.“ Für die nächste Partie dürfte sich zudem die personelle Situation wieder etwas entspannen, denn zumindest Sebastian Dietrich soll bis dahin wieder fit werden.

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Marius Sulzbach; Stephan Denhard (4), Aydin Günes (2), Milos Kreckovic (4/1), Max Panther (4), Edi Pjanic, Tegaday Ramos-Nuez (3), Jonas Ulshöfer (4), Ante Vuko, Sergej Zutic (4/2) – Schiedsrichter: Hillebrandt/Umbescheidt – Siebenmeter: SGN 3/0, SGB 4/3 – Zeitstrafen: SGN 4, SGB 4 – Zuschauer: 430 rob

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