Maximilian Bergold fehlt am Freitag: Er hat sich gegen Großwallstadt einen Zeh ausgekugelt. Archivfoto: bbn

Hanau

3. Liga Ost: Hanauer empfangen Tabellenzweiten Leutershausen

Handball. Auf die Handball-Fans der Region wartet am Freitagabend (20 Uhr, Main-Kinzig-Halle) ein echtes Highlight. Dann empfängt die HSG Hanau im letzten Spiel des Jahres Zweitliga-Absteiger SG Leutershausen.

Vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten der 3. Liga Ost gehen die Grimmstädter personell zwar etwas auf dem Zahnfleisch, wollen ihren Heimnimbus aber unbedingt bewahren.

In eigener Halle sind die Hanauer in dieser Saison eine Macht: Lediglich gegen den TV Germania Großsachsen gaben sie einen Zähler ab, was die HSG zur besten Heimmannschaft der 3. Liga Ost macht. Geht es nach den Hanauern soll sich daran auch nach dem Spiel gegen den Zweiten nichts ändern, denn HSG-Coach Patrick Beer will „ganz klar auf Sieg spielen.“

Spielstärke Allerdings kommt die SGL ebenfalls mit einer beeindruckenden Serie in die Main-Kinzig-Halle: Die letzten vier Spiele gewann der Zweitliga-Absteiger, die letzte Niederlage liegt beinahe zwei Monate zurück. Zuletzt gab es einen 33:18-Kantersieg über den HSV Bad Blankenburg. Von der Spielstärke des Teams aus der Kurpfalz konnten sich die Hanauer bereits im Hinspiel ein Bild machen, als sie trotz starker Leistung und einem überragenden Philipp Reuter mit 28:31 unterlagen.

Ob Reuter am Freitag sein Team ähnlich gut führen kann, steht allerdings in den Sternen, denn der Spielmacher droht auszufallen. „Vielleicht reicht es für eine Halbzeit“, hofft Beer zumindest auf einen Teilzeiteinsatz.

PersonalsorgenDabei sind die Hanauer auch so personell bereits arg gebeutelt, denn da sich Maximilian Bergold gegen Großwallstadt einen Zeh ausgekugelt hat und Lucas Lorenz weiter mit Schulterproblemen herumplagt, fallen zwei Schlüsselspieler definitiv aus. Entwarnung gab es hingegen bei Jan-Eric Ritter, der sich im letzten Spiel keine Gehirnerschütterung zugezogen hat und mit einer ordentlichen Beule am Kopf zu der langen Reihe der Spieler gesellt, die auf die Zähne beißen und angeschlagen in das Duell mit dem Tabellenzweiten gehen.

Dieser hat jede Menge spielerischer Qualität zu bieten, insbesondere in Person von Philipp Bauer – mit 91 Toren einer der besten Schützen der Liga – und Felix Jäger. „Ganz in den Griff bekommen wir die beiden wohl nicht“, vermutet Beer, insbesondere die Schlagwürfe Bauers wollen die Grimmstädter besser verteidigen als noch im Hinspiel.

Unangenehmer GegnerInsgesamt sei Leutershausen ein unangenehmer Gegner, der in der Abwehr wie im Angriff sehr variabel auftrete und die gegnerische Mannschaft dadurch immer wieder aus dem Rhythmus bringen könne. „In der Offensive lösen sie gernemal auf zwei Kreisläufer auf, in der Deckung können sie sowohl in einer versetzten 5:1 als auch in einer 6:0 verteidigen“, zählt der HSG-Coach die Stärken des Gegners auf.

Er ist trotz der Qualität der SGL zuversichtlich: „Einerseits haben wir uns seit dem Hinspiel weiterentwickelt, andererseits haben wir jetzt unsere Zuschauer im Rücken.“ Beer hofft auf eine tolle Kulisse: „800 bis 1000 Zuschauer könnten es schon werden.“ rob

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