Treffen Mitte Oktober im Lokalderby aufeinander: Aydin Günes von der SG Bruchköbel und der Torhüter der HSG Hanau Sebastian Schermuly. Archivfoto: TAP

Hanau

3. Liga Ost: HSG und SGB bestreiten Heimspiele abwechselnd

Handball. Kurz nach Bekanntgabe der Staffeleinteilung in der 3. Liga steht nun auch fest, wann es die HSG Hanau und die SG Bruchköbel mit welchem Gegner zu tun bekommen. Besonders erfreulich für die Handballfans aus der Region ist dabei, dass die beiden Lokalrivalen ihre Heimspiele immer abwechselnd bestreiten.

Von Robert Giese

Handballinteressierte aus Hanau und Umgebung haben in dieser Saison also an nahezu jedem Wochenende die Gelegenheit, direkt vor ihrer Haustür Drittliga-Handball zu erleben.

Der erste Termin dafür steht dabei in der Dreispitzhalle an, die SG Bruchköbel startet am 25. oder 26. August – die genauen Termine legen die Vereine noch fest – nämlich mit einem Heimspiel in die Saison.Aufsteiger-DuellGegen die zweite Mannschaft des HC Erlangen kommt es für die Bruchköbeler dabei zu einem Aufsteiger-Duell, denn wie die SGB spielten die Mittelfranken in der letzten Spielzeit noch in der Oberliga. „Als Einstieg ist das super“, freut sich SGB-Coach Oliver Hubbert auf das Duell mit dem Mitaufsteiger.

Die Hanauer sind derweil auswärts gefordert – und haben mit der SG Leutershausen eine Mannschaft vor der Brust, die in der letzten Saison noch in der zweiten Liga auflief und nur wegen der schlechteren Tordifferenz abgestiegen ist. „Damit haben wir einen der dicksten Brocken gleich zum Auftakt“, kommentierte Reiner Kegelmann, der Sportliche Leiter der HSG, die Auswärtsfahrt zum Favoriten. Die Grimmstädter blicken der schwierigen Aufgabe allerdings zuversichtlich entgegen: „Dann wissen wir gleich, wo wir stehen“, konnte Kegelmann der Ansetzung etwas Gutes abgewinnen.

Fan-Unterstützung auch in der FerneIhr erstes Heimspiel bestreiten die Hanauer am 2. oder 3. September, Gegner ist dabei der Aufsteiger HSV Bad Blankenburg aus Thüringen. Am gleichen Wochenende führt die Bruchköbeler der Weg nach Sachsen-Anhalt, wo sie bei der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg gastieren. Bei ihrem ersten Auswärtsspiel in der 3. Liga wollen die Bruchköbeler gleich einen bleibenden Eindruck hinterlassen – und mit möglichst vielen Bussen die über 400 Kilometer lange Strecke im Konvoi zurücklegen, um ihr Team auch in der Ferne zu unterstützen.

Das erste Derby der Saison steht Mitte September am vierten Spieltag an, wenn die HSG Hanau den TV Gelnhausen empfängt. Für die Hanauer leitet die Partie eine Phase voller Derbys ein, denn in den vier Wochen darauf stehen für die Grimmstädter drei weitere Duelle gegen Lokalrivalen an.Höhepunkt der HinrundeÄhnlich sieht es bei den Bruchköbelern aus, für die Gelnhausen am fünften Spieltag der erste Derbygegner sein wird und die dann in den Wochen darauf unter anderem gegen den TV Großwallstadt und die MSG Groß-Bieberau/Modau antreten.

Der Höhepunkt der Hinrunde dürfte für Bruchköbeler und Hanauer gleichermaßen das erste Aufeinandertreffen in der 3. Liga sein, das Mitte Oktober stattfinden wird – Gastgeber ist hier der Aufsteiger aus Bruchköbel.

Heißer HerbstEinen „heißen Herbst“ erwarten die Verantwortlichen der Hanauer daher, denn in der Vergangenheit war immer jede Menge Pfeffer in den Duellen zwischen den Lokalrivalen. „Wir freuen uns sehr, dass wir in dieser Saison wieder auf die HSG treffen“, so SGB-Männerwart Uwe Steinkrüger, „denn diese Spiele waren bisher immer ein Garant für jede Menge Spektakel und eine volle Halle.“

Das Rückspiel zwischen HSG und SGB soll dann im März in Hanau stattfinden, und auch hier dürfen sich die Spieler auf eine sicherlich bis zum Bersten volle Halle und super Stimmung freuen.Brisanz und SpannungAuch zum Saisonende hin stehen für Bruchköbel und Hanau noch Partien auf dem Plan, die viel Brisanz und Spannung versprechen: Die Bruchköbeler bestreiten ihr letztes Heimspiel Ende April gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden, Hanau hat zum Saisonabschluss als besonderes Highlight noch einmal den sechsfachen Deutschen Meister TV Großwallstadt zu Gast.

Insgesamt zeigten sich die beiden Drittligisten mit dem Spielplan zufrieden. „Es ist zwar ein bisschen schade, dass im Herbst so viele Derbys aufeinander folgen“, so Kegelmann, „aber dann kommen unsere Fans zumindest in den Genuss eines außergewöhnlichen Derbymonats.“Keine KlagenAuch die Bruchköbeler wollten nicht klagen: „Wir haben zwar in der Hinrunde nur ein Derby in eigener Halle, aber dann können wir in der Rückrunde vielleicht den Heimvorteil in diesen Partien nutzen“, meint Hubbert, und Steinkrüger ergänzt: „Insgesamt können wir mit dem Spielplan sehr gut leben.“

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