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3. Liga: Nieder-Roden am Samstag bei der SGB

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Der Einsatz von SG Bruchköbels Keeper Marius Sulzbach am Samstag im Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden ist fraglich. Im Idealfall kann die SGB nach dem Abpfiff in der Dreispitzhalle den Klassenerhalt feiern – was aber ein hartes Stück Arbeit gegen die „Baggerseepiraten“ bedeutet. Archivfoto: TAP
Der Einsatz von SG Bruchköbels Keeper Marius Sulzbach am Samstag im Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden ist fraglich. Im Idealfall kann die SGB nach dem Abpfiff in der Dreispitzhalle den Klassenerhalt feiern – was aber ein hartes Stück Arbeit gegen die „Baggerseepiraten“ bedeutet. Archivfoto: TAP

Handball. In ihrem letzten Heimspiel der Saison geht es für die SG Bruchköbel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden noch einmal um alles. Mit einem Sieg im Derby könnte die SGB im besten Fall bereits nach dem Abpfiff den Klassenerhalt feiern, verliert das Team jedoch, könnte der Tabellenzwölfte wieder in die Abstiegszone rutschen.

Von Robert Giese

„Das Spiel bringt so ziemlich alles an Spannung mit, was man sich als Zuschauer wünschen kann“, so Tim Beckmann, seine Spieler hingegen stünden dadurch gleich mehrfach unter Druck. „Es ist für uns ein Spiel von enorm hoher Bedeutung“, betont der SGB-Coach nach einem Blick auf die Tabelle, schließlich könnte für die Bruchköbeler am Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt schon eine Vorentscheidung fallen – in die eine oder in die andere Richtung.

Den ersten Matchball hatte die SGB am vergangenen Wochenende beim direkten Konkurrenten HSC Coburg II vergeben, der dadurch in der Tabelle bis auf zwei Punkte auf den Aufsteiger herangerückt ist. „Da haben wir gepatzt, das hat uns sehr getroffen“, räumt Beckmann ein, der die 22:26-Auswärtsniederlage aber unter der Woche zusammen mit der Mannschaft intensiv aufgearbeitet hat und aus den Spielen der letzten Wochen eigentlich ein positives Fazit ziehen kann, schließlich hatten die Bruchköbeler zuvor viermal in Folge gewonnen. „In Coburg haben wir zu oft versucht, Dinge individuell zu lösen und haben zu wenig im Team zusammengespielt“, so der SGB-Coach im Rückblick, „außerdem haben wir uns zu viele technische Fehler geleistet.“ Neben der Reduzierung der Fehlerquote sei es daher das oberste Ziel, gegen Nieder-Roden wieder mehr zusammenzuspielen. Das sei gegen die HSG notwendig, denn die „Baggerseepiraten“ verfügten über eine „beeindruckende, aggressive Abwehr, die auf Ballgewinne aus ist.“

„Diese Mannschaft harmoniert gut“Nach diesen Ballgewinnen schalteten die Nieder-Rodener schnell um und seien über Tempo-Gegenstöße brandgefährlich. „Das müssen wir auf jeden Fall unterbinden, weshalb wir im Angriff auf Risikopässe verzichten müssen“, mahnt Beckmann an. Allerdings habe die HSG auch Stärken im Positionsangriff, denn der Tabellendritte sei einerseits „von allen Positionen aus torgefährlich“ und verfüge andererseits über „einen guten Teamspirit. Diese Mannschaft harmoniert gut“, so der SGB-Coach, herausragende Einzelspieler wie Timo Kaiser oder der Ex-Gelnhäuser Jonas Müller würden das Team noch gefährlicher machen.

Die Trauben für den ersehnten Punktgewinn hängen für die Bruchköbeler also hoch, Beckmann steckt den Kopf aber keinesfalls in den Sand: „Wir können auch gegen Nieder-Roden bestehen, wenn wir einen Sahnetag haben“, betont der SGB-Coach und erinnert an das Hinspiel, in dem sich die beiden Lokalrivalen die Punkte teilten. Allerdings plagen die Bruchköbeler vor dem wichtigen Derby große Personalprobleme, denn hinter dem Einsatz von Marius Sulzbach, Jonas Ulshöfer und Jonas Heuer steht noch ein dickes Fragezeichen, Nico Bätz spielt nach seiner schweren Knöchelverletzung vorerst ohnehin keine Rolle mehr.

Beckmann setzt deswegen umso mehr auf die Unterstützung von den Rängen in der Dreispitzhalle: „Wir werden sicher eine tolle Derby-Atmosphäre mit vielen Gäste-Fans haben. Wie sehr es uns hilft, wenn uns unsere Fans nach vorne peitschen, haben wir ja in den letzten Heimspielen gesehen“, sagt der SGB-Coach und erinnert vor allem an den Last-Minute-Sieg gegen Bernburg. „Das brauchen wir jetzt am Samstag wieder, denn wir müssen gewinnen und Nieder-Roden wird keine Geschenke verteilen.“

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