Gebannte Blicke auf Michael Malik: Das 99-Kilo-Kraftpaket der HSG Hanau feuert den Ball Richtung Kirchzeller Tor. Der Neuzugang der HSG Hanau erzielte beim Heimsieg über den Aufsteiger zehn Tore. Archivfoto: Patrick Scheiber

Handball

3. Liga HSG-Matchwinner Malik will konstanter werden

Handball. Der 22:18 (10:8)-Heimsieg der HSG Hanau in der 3. Liga Mitte über den Aufsteiger TV Kirchzell war phasenweise nicht nur schwere Handballkost, sondern für die Spieler auch ein hartes Stück Arbeit. Der Hanauer Neuzugang Michael Malik stellte bei dieser schwierigen Partie seine Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis.

Von Robert Giese

Malik avancierte mit insgesamt zehn Treffern zum Matchwinner. Derartige Leistungen will der neue HSG-Rückraumspieler künftig unbedingt regelmäßiger abrufen.

In einem torarmen Spiel zehnmal zu treffen, kann durchaus den Ausschlag geben – dessen ist sich auch Malik bewusst: „Ich habe am Ende zwei oder drei wichtige Tore gemacht“, so der Rechtshänder, „aber insgesamt hatte ich auch ziemlich viele Versuche, meine genaue Quote kenne ich gar nicht.“

Beim Abpfiff hatte der Torschützenkönig der vergangenen Saison jedenfalls sechs Feldtore erzielt und zudem viermal von der Siebenmeterlinie getroffen – und war damit mit Abstand der beste Schütze der Partie.

Schwere Beine am Tag danach

„Dabei lag mir die Abwehr von Kirchzell eigentlich gar nicht“, räumte Malik mit Blick auf die sehr offensive Deckung des TVK ein, die ihn und seine Mitstreiter im Rückraum oft schon bei zwölf Metern Torentfernung und mehr attackierte. Sehr kräftezehrend sei es daher gewesen, immer und immer wieder gegen diese Defensive anzurennen und selbst in der 3:2:1-Abwehr der Hanauer gefordert zu sein. „Da ich zudem durchgespielt habe, habe ich heute“, verriet Malik einen Tag nach dem Spiel, „jedenfalls ziemlich schwere Beine.“

Trotz der Erschöpfung überwog beim Rückraumspieler am Ende die Freude – über den ersten Saisonsieg, aber auch über die eigene Leistung. Für Malik war es insbesondere deshalb wichtig, diesmal seine Leistung abrufen zu können, weil es für ihn in der Vorwoche in Dutenhofen überhaupt nicht lief.

Knifflige Aufgabe in Großsachsen

„Wenn man neu in ein Team hineinkommt, sind gewisse Schwankungen ja normal“, so der Neuzugang, „aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich in der Vorwoche einfach einen gebrauchten Tag erwischt habe.“

Der ehemalige Spieler der HSG Groß-Bieberau/Modau wünscht sich daher, dass er und das Team künftig konstanter ihre Leistung abrufen: „Wir haben gerade im Angriff noch ganz viel Potenzial, aber daran müssen wir weiter arbeiten, das ist ein Prozess.“ Malik hofft, bei diesem Prozess schon beim Auswärtsspiel am kommenden Samstag beim TV Germania Großsachsen weiterzukommen.

„Das wird dort sicher schwierig“, erwartet der 25-Jährige eine knifflige Aufgabe, „aber wir werden im Training sicher den Fokus auf den Angriff legen und dort auf eine defensiver ausgerichtete Abwehr treffen – und das liegt uns vermutlich mehr.“

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