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3. Liga: HSG-Lazarett füllt sich

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Björn Christoffel und Kai Best, beide zuständig für die Rechtsaußenposition bei der HSG Hanau, fallen für das Spiel beim GSV Baunatal aus. Auch Marc Strohl ist angeschlagen. HSG-Coach Patrick Beer will daher einen Linkshänder aus den A-Junioren nominieren. (Archivfoto: TAP)
Björn Christoffel und Kai Best, beide zuständig für die Rechtsaußenposition bei der HSG Hanau, fallen für das Spiel beim GSV Baunatal aus. Auch Marc Strohl ist angeschlagen. HSG-Coach Patrick Beer will daher einen Linkshänder aus den A-Junioren nominieren. (Archivfoto: TAP)

Handball. Mit 6:4 Punkten ist die HSG Hanau gut in die neue Saison der 3. Liga Ost gestartet, vor dem Auswärtsspiel beim GSV Baunatal (Samstag, 18 Uhr) mehren sich allerdings die Personalsorgen: HSG-Coach Patrick Beer muss bei der Reise nach Nordhessen möglicherweise auf gleich vier verletzte Spieler verzichten.

Von Robert Giese

Ins Lazarett zu Spielmacher Philipp Reuter haben sich diese Woche nämlich nicht nur die beiden Rechtsaußen Björn Christoffel und Kai Best gesellt, sondern auch Marc Strohl und Lucas Lorenz – der Kreisläufer plagt sich erneut mit Ellbogenproblemen herum. „Marc wird bis zum Wochenende wieder fit sein“, setzt Beer auf ein rasches Comeback des Abwehrspezialisten, bei den anderen Spielern sei die Prognose weniger günstig. „Gut möglich, dass wir deshalb mindestens einen Linkshänder aus der A-Jugend mitnehmen“, stellt der HSG-Coach den Nachwuchstalenten aus der Bundesliga einen Drittliga-Einsatz in Aussicht.

Jugendliche Euphorie

Das ohnehin schon junge Hanauer Team könnte daher am Samstag noch jünger sein als sonst – und trifft auf äußerst erfahrene und clevere Gastgeber. Beer erwartet daher ein Aufeinandertreffen von „jugendlicher Euphorie und abgezockter Routine“, einige Spieler aus Baunatal können Zweitliga-Erfahrung vorweisen, während der Altersschnitt bei den Hanauer Feldspielern bei Anfang 20 liegt.

Schnelle Erste Welle

In Nordhessen erwartet die Grimmstädter eine 6:0-Abwehr, aus der heraus der GSV eine schnelle Erste Welle über Felix Gessner und Sven Vogel auf den beiden Außenpositionen spielt. Im gebundenen Spiel wartet Baunatal mit einer Besonderheit auf: In Paul Gbur, mit bisher 25 Toren einer der torgefährlichsten Akteure der Nordhessen, taucht nämlich häufig ein Linkshänder auf Rückraum Mitte auf. „Vor ‧allem bei seinen Schlag‧würfen müssen wir auf‧passen“, warnt Beer vor dem ungewöhnlichen Gegenspieler. Des Weiteren verfügen die Nordhessen über ein starkes Spiel über den Kreis und eine große individuelle Qualität.

Auch Baunatal mit Personalsorgen

Ähnlich wie Hanau aktuell, hatte Baunatal zuletzt große Personalsorgen, konnte nach schwachem Saisonstart mit drei Niederlagen aber die beiden letzten Spiele gewinnen – und zwar gegen die stark eingeschätzten und als Titelfavoriten gehandelten Mannschaften aus Großwallstadt und Nieder-Roden.

„Damit haben sie für reichlich Furore gesorgt, das ist schon eine beachtliche Leistung“, zieht Beer den Hut vor den jüngsten Leistungen des nächsten Gegners, zumal Baunatal beim Auswärtssieg in Großwallstadt gerade einmal zehn Spieler mit an Bord hatte. „Der Trend geht bei ihnen ganz klar nach oben“, erwartet der HSG-Coach daher einen starken Kontrahenten, der mit reichlich Selbstvertrauen in sein nächstes Heimspiel gehen dürfte.

Auswärts noch punktlos

Rückenwind könnte den auswärts noch punktlosen Hanauern dabei aber der Heimsieg gegen Groß-Bieberau am letzten Sonntag geben – auch wenn die HSG dort einen Sieben-Tore-Vorsprung zwischenzeitlich wieder verspielt hatte. Dass seine Mannschaft trotz dieses Rückschlags die Partie am Ende dennoch gewonnen habe, sieht Beer als Zeichen zunehmender Spielreife: „Letztes Jahr hätten wir so ein Spiel noch verloren, aber jetzt können wir die Erfahrung mitnehmen, dass wir auch nach so einer Schwächephase nochmal zurückkommen können.“

Gegen einen derart eingespielten und abgezockten Gegner wie Baunatal kommt diese Erfahrung für die Grimmstädter möglicherweise gerade zur rechten Zeit.

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