Handball

3. Liga: HSG-Dauerbrenner Brüggemann im Interview

Handball. Während sich seine Teamkollegen häufig mit Verletzungen herumplagen, ist Marius Brüggemann ein echter Dauerbrenner: Unermüdlich rennt der Linksaußen der HSG Hanau auf dem Spielfeld auf und ab, oft über die volle Spieldauer.

Wir haben mit der Zuverlässigkeit in Person über seinen Wandel zum torgefährlichen Linksaußen gesprochen – und darüber, womit er jeden Sommer knapp zwei Wochen verbringt.

Herr Brüggemann, in einer Saison, die für die HSG Hanau in der 3. Liga Mitte reichlich durchwachsen verläuft, können Sie mit Ihrer persönlichen Bilanz bisher zufrieden sein: 46 Treffer haben Sie bereits erzielt, sind damit der fünftbeste Schütze Ihrer Mannschaft – woher kommt diese Torgefährlichkeit in der aktuellen Saison?"In den vergangenen Jahren habe ich meist nicht so viele Treffer erzielt, aber diesmal spielen mir mehrere Umstellungen in die Karten: Ich bekomme zum Beispiel mehr Anspiele als früher und profitiere von unserem verbesserten Tempospiel. Außerdem habe ich bei meinen Würfen inzwischen auch eine bessere Trefferquote, was daran liegt, dass ich ein bisschen an meinem Abschluss gearbeitet habe."

Dabei waren Sie nicht immer ein Linksaußen, in der Jugend sind Sie stattdessen häufig am Kreis aufgetaucht. Warum gab es den Wechsel auf die linke Außenbahn?"Stimmt, in der Jugend stand ich häufig am Kreis und fühle mich deshalb auch heute noch wohl, wenn ich von Außen an den Kreis einlaufe. Dass ich nach der Jugend nicht mehr als Kreisläufer gespielt habe, liegt daran, dass ich im Vergleich zu anderen Spielern auf dieser Position körperlich nicht der stärkste bin."

Brüggemann fühlt sich auf vielen Positionen wohl

Dennoch verteidigen Sie häufig auf der Halbposition, was für einen Außenspieler eher ungewöhnlich ist. Wie kam es dazu?"Ich habe in der Jugend schon auf dieser Position gedeckt, aber im Aktivenbereich kam es erst dazu, als ich nach einigen Ausfällen einmal dort ausgeholfen habe und unser damaliger Trainer Patrick Beer wohl zufrieden mit mir war, denn seitdem habe ich dort häufiger gespielt. Meine Gegenspieler sind mir zwar meist körperlich überlegen, aber ich denke, dass ich das durch meine Schnelligkeit und Motivation wieder wettmache – außerdem helfen mir meine Mitspieler immer."

Knapp zwei Wochen im Jahr spielt der Handball bei Ihnen aber nur eine untergeordnete Rolle, in dieser Zeit organisieren Sie zusammen mit einigen Mitstreitern immer ein Zeltlager – worum handelt es sich da genau?"Richtig, in jedem Sommer gibt es von der St. Johann Baptist-Kirche in Steinheim ein knapp zweiwöchiges Zeltlager, bei dem ich inzwischen Gruppenleiter bin. Ich bin dort schon seit meiner Jugend dabei: Ich bin früh nach Steinheim gewechselt und kam über meine Teamkollegen beim Handball zum Zeltlager. Heute bin ich mit meinen Mitspielern von damals immer noch engagiert, auch wenn diese inzwischen in anderen Mannschaften oder auch anderen Vereinen spielen. Die Verbindung zum Handball ist allerdings immer noch groß, denn viele der Kinder, die wir dort betreuen, sind auch bei der HSG Hanau."

Das Interview führte Robert Giese.

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