Hanaus Björn Christoffel ist für seine emotionalen Jubeleinlagen bekannt. Im Heimspiel gegen den TV Germania Großsachsen will er wieder die Fäuste ballen. Archivfoto: Scheiber

Handball

3. Liga: "Zu Hause zählen nur Siege" für die HSG

Handball. Mit der Partie gegen den TV Germania Großsachsen steht für die HSG Hanau am morgigen Sonntag ab 17 Uhr das letzte Heimspiel des Jahres in der 3. Liga Ost auf dem Programm.

Von Robert Giese

Zuletzt konnten die Hanauer mit zwei Siegen in Folge eine kleine Serie starten und wollen diese in der Main-Kinzig-Halle gegen den Tabellenzwölften ausbauen. Wieder einsatzfähig ist Björn Christoffel, der seine am vergangenen Wochenende erlittene Knöchelverletzung weitgehend auskuriert hat.

In Leipzig war der Hanauer Rechtsaußen seinem Gegenspieler bei einem eigenen Wurfversuch auf den Fuß getreten und dabei umgeknickt, was ihn für den Rest der Partie außer Gefecht setzte. „Dennis Gerst hat mich aber super vertreten“, meinte Christoffel mit Blick auf die vier Tore, die sein Teamkollege auf Rechtsaußen zum 36:30-Auswärtssieg der Hanauer in Leipzig beigesteuert hat.

HSG-Rechtsaußen Christoffel gibt vor dem Heimspiel gegen Großsachsen die Marschroute vor

Unter der Woche hat der Linkshänder alles getan, um schnell wieder fit zu werden: „Ich hab viel Zeit mit Physiotherapie verbracht“, lässt Christoffel wissen, wobei die umfangreichen Maßnahmen wohl Früchte tragen werden, denn der Rechtsaußen rechnet fest mit einem Einsatz gegen Großsachsen.

Der nächste Kontrahent der Hanauer sei, wie Christoffel feststellt, „ein sehr unangenehmer Gegner. Sie geben nie auf und kommen mit dem Selbstbewusstsein aus zwei Siegen in Folge zu uns.“ Insbesondere der deutliche 28:19-Auswärtserfolg bei der ambitionierten SG Nußloch habe dabei für großes Aufsehen gesorgt und sei auch in Hanau registriert worden.

Main-Kinzig-Halle soll wieder zu einem schweren Pflaster werden

Im Hinspiel zu Saisonbeginn konnten die Hanauer in Großsachsen gewinnen und damit einen ihrer seltenen Auswärtssiege feiern, der HSG-Rechtsaußen will allein daraus aber keine Favoritenrolle für seine Mannschaft ableiten. „Wir dürfen Großsachsen keinesfalls unterschätzen“, warnt Christoffel stattdessen und erinnert an die vergangene Saison – damals hatte der TV Germania als einer von nur zwei Vereinen in der Main-Kinzig-Halle punkten können.

Nun sind die Tage der „Festung“ Main-Kinzig-Halle nach den beiden Heimniederlagen in dieser Saison zwar vorerst gezählt, die Hanauer haben aber den Anspruch, ihre Halle für jede Gastmannschaft so schnell wie möglich wieder zu einem richtig schweren Pflaster zu machen. „Zu Hause zählen für uns nur Siege“, betont Christoffel und legt damit die Zielsetzung für morgen fest.

HSG will sich von den Fans mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden

Siege waren in den vergangenen Wochen allerdings Mangelware für die HSG, die ab Mitte Oktober die schwierigste Phase der Saison überstehen musste und erst vor zwei Wochen gegen Coburg wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist. „Viele unserer verletzten Spieler sind zwar zurückgekehrt, waren nach so langer Zeit ohne Mannschaftstraining aber nicht richtig integriert“, so Christoffel mit Blick auf die Gründe für die Negativserie. Zudem hätten die vielen Niederlagen dazu geführt, dass seine Teamkollegen und er mental nicht so befreit aufspielen konnten wie sonst.

„In solchen Situationen helfen eigentlich nur Siege“, weiß der erfahrene Rechtsaußen, der auch schon für den Hanauer Ligakonkurrenten HSG Rodgau Nieder-Roden aufgelaufen ist. Derer konnte die HSG zuletzt gleich zwei feiern, auch wenn der Heimsieg gegen Coburg vor zwei Wochen eher unter der Kategorie „Arbeitssieg“ zu verbuchen war. „Gegen Coburg war bei uns noch viel Unruhe, deshalb war das Spiel wahrlich kein Leckerbissen“, räumt Christoffel ein, „aber gegen Leipzig lief es schon deutlich besser.“

Gegen Großsachsen will die HSG jetzt am Sonntag noch mal einen drauflegen – und sich von den Heim-Fans mit einem Sieg verabschieden.

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