Der Mann mit dem knallharten Wurf: Maximilian Bergold ist bei der HSG Hanau für Gefahr aus der zweiten Reihe zuständig. Dafür absolviert er ein Spezialtraining - allerdings ist er aktuell verletzt. Archivfoto: TAP

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3. Liga: Hanaus Maximilian Bergold feilt stetig an seinem Wurf

Handball. Wenn es darum geht, den Ball aus großer Distanz über jeden Block hinweg in den Winkel zu knallen, führt bei Drittligist HSG Hanau kein Weg an Maximilian Bergold vorbei. Wir haben mit dem Rückraumshooter, über die kurze Winterpause, die Saisonziele der Hanauer und seine größte Stärke gesprochen.

Am Sonntag startet die HSG Hanau mit dem ersten Pflichtspiel in das neue Sportjahr, Gegner in der Main-Kinzig-Halle ist der TV Germania Großsachsen (17 Uhr). Allerdings ist Bergold wegen eines Bänderrisses zum Zuschauen gezwungen.

Herr Bergold, auf dem Spielfeld fallen Sie vor allem mit Ihrem knallharten Distanzwurf auf, der teilweise auch von deutlich mehr als neun Metern Torentfernung zielsicher im gegnerischen Tor einschlägt. Absolvieren Sie dafür ein besonderes Training?

Der Distanzwurf ist tatsächlich meine Stärke und dafür bin ich bekannt. Wir haben in der Mannschaft Spieler mit vielen verschiedenen Stärken, andere sind zum Beispiel im Eins-gegen-eins deutlich stärker als ich. Ich bin hingegen für Würfe aus der zweiten oder manchmal gewissermaßen sogar der dritten Reihe zuständig und versuche, dem Team dadurch weiterzuhelfen. Damit ich das so gut wie möglich machen kann, trainiere ich gezielt: Ich bin nicht der größte Rückraumspieler, deshalb ist es wichtig, die Sprungkraft zu trainieren, um auch über groß gewachsene Abwehrspieler hinwegwerfen zu können. Damit der Wurf möglichst hart ist, absolviere ich zudem ein spezielles Krafttraining.

Sie kommen allerdings nicht nur im linken Rückraum zum Einsatz, sondern auch auf Linksaußen, wo Sie zum Beispiel gegen Nieder-Roden eine wichtige Rolle gespielt haben. Welche Position ist Ihnen denn lieber?

Ich spiele schon lieber im Rückraum, weil ich da mehr ins Spiel eingreifen kann. Aber da wir mit Marius Brüggemann nur einen Linksaußen haben, ist es mit dem Trainer abgesprochen, dass ich ihn dort hin und wieder entlaste, und dabei habe ich mich bisher nicht schlecht angestellt.

Mit dem Spiel gegen Großsachsen am Sonntag endet die – diesmal eher kurze – Winterpause. Wie lief diese Pause in dieser Saison ab?

Nach der Partie gegen Kirchzell am 20. Dezember hat sich jeder Spieler erst einmal individuell fit gehalten, am Montag ging es dann wieder mit dem Mannschaftstraining los. Ich muss sagen, dass eine weitere Woche Regeneration gut getan hätte, aber in diesem Jahr fällt die Pause leider kürzer aus als in der vergangenen Saison. Im Vergleich zu den Profis, die eine noch kürzere Pause haben, ist das aber immer noch in Ordnung.

Haben Sie die Winterpause denn genutzt, um das Saisonziel zu aktualisieren? Im Sommer hatte die HSG den dritten Platz als Ziel ausgegeben, der nach der Niederlagenserie im Herbst etwas außer Reichweite geraten war.

Dass wir in den vergangenen Spielen viele Punkte geholt haben, hat sehr geholfen, diesem Ziel wieder näher zu kommen, deshalb ist es in meinen Augen auch realistisch, daran festzuhalten. Wir wollen gegen keinen Gegner zweimal verlieren und uns gerne wieder für den DHB-Pokal qualifizieren, der dann hoffentlich erneut in der Main-Kinzig-Halle stattfindet.

Das Interview führte Robert Giese.

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