Die Spieler der HSG Hanau hatten an den vergangenen beiden Spieltagen viel Grund zum Jubeln. Nach zwei deutlichen Siegen wollen sich Marc Strohl, Jan-Eric Ritter und Co.auch morgen in Großsachsen wieder von ihrer besten Seite zeigen. Archivfoto: TAP

Hanau

3. Liga: HSG Hanau will gute Form gegen Großsachsen bestätigen

Handball. Zuletzt lief es für die HSG Hanau in der 3. Liga Ost richtig gut: Dem klaren Derbysieg gegen die SG Bruchköbel ließ das Team am vergangenen Wochenende in Coburg den höchsten Saisonsieg folgen. An diese Leistungen will die HSG am morgigen Samstag – Anpfiff ist um 20 Uhr – beim TV Germania Großsachsen anknüpfen.

Von Robert Giese

Der Tabellenelfte dürfte den Hanauern allerdings einen harten Kampf liefern, schließlich sind die Pfälzer eines von nur zwei Teams, das in der Main-Kinzig-Halle punkten konnte.

„Damals haben wir kein gutes Spiel gemacht“, erinnert sich Beer, „das 28:28-Unentschieden war am Ende sogar etwas glücklich für uns.“ Großsachsen habe im Hinspiel sein Potenzial gezeigt, wobei es dieses während der Saison nicht immer abrufen konnte: „Sie hatten ein bisschen Verletzungspech und haben sich dann durch die Saison gequält, mit oft sehr durchwachsenen Ergebnissen“, weiß der HSG-Coach.

„Sie haben eine massive 6:0-Abwehr“Nichtsdestoweniger sei der Tabellenelfte ein ernstzunehmender, unberechenbarer Gegner. „Sie haben eine massive 6:0-Abwehr und verfügen über ein super Umschaltspiel“, warnt Beer, außerdem sei Großsachsen auf den Halbpositionen mit Jan Triebskorn und Philipp Ulrich gut besetzt. „Ulrich spielt eher unorthodox und hat einen sehr harten Wurf, Triebskorn ist für mich einer der besten Rechtshalben der Liga“, so der HSG-Coach über den siebtbesten Torschützen der Liga, der sich am Samstagabend wohl auf eine Sonderbewachung einstellen darf – „das wird ein Spezialauftrag für Marius Brüggemann oder Patrick Pareigis“, kündigt Beer an.

Auch insgesamt will der HSG-Coach wieder auf die Abwehrstärke seiner Mannschaft setzen: „In den letzten beiden Spielen waren wir defensiv sehr stabil, insbesondere im Mittelblock und gegen den generischen Kreisläufer, diese Leistung wollen wir am Samstag erneut abrufen.“ Auf ihrer Defensivstärke aufbauend wollen die Hanauer gegen Großsachsen ihr gefährliches Tempospiel forcieren und zu möglichst vielen leichten Toren über die Erste und Zweite Welle kommen.

Sieg gegen Coburg soll nicht überbewertet werdenDas gute Ergebnis aus der Vorwoche – der 33:20-Sieg beim HSC Coburg II war der höchste Saisonsieg der Hanauer – will Beer dabei allerdings nicht überbewerten, da sich die Oberfranken recht schnell aufgegeben hätten. „Das war ein solides Spiel von uns, eine ordentliche Leistung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger“, betonte der HSG-Coach. Gegen Großsachsen müsse seine Mannschaft wieder „ans Maximum gehen. Großsachsen hat den Klassenerhalt noch nicht sicher, die werden nicht aufgeben und 60 Minuten kämpfen, um zu punkten.“

Personell sind die Hanauer am Samstag ebenso gut aufgestellt wie in der Vorwoche, Beer kann also wohl auf den kompletten Kader zurückgreifen. Lucas Lorenz und Philipp Reuter sieht der HSG-Coach zwar erst „bei 70 bis 80 Prozent“, das sei nach aber nach einer langen Verletzungspause normal. Beer ist jedenfalls froh, dass die beiden Rekonvaleszenten wieder mit an Bord sind: „Mit ihnen stehen uns gegen Großsachsen alle Optionen offen.“

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