Augen zu und durch? Yaron Pillmann (beim Wurf) und Hannes Geist mussten sich mit der HSG Hanau beim Tabellenletzten Bad Blankenburg geschlagen geben. Die Grimmstädter bleiben damit in fremden Gefilden zu harmlos. Foto: Karlen

Hanau

3. Liga: HSG Hanau unterliegt gegen Bad Blankenburg

Handball. Erneut ohne Punkte kehrte die HSG Hanau am Sonntagabend von einer Auswärtsfahrt zurück: Bei der HSV Bad Blankenburg, dem Tabellenletzten der 3. Liga Ost, bäumten sich die Grimmstädter erst in der Schlussphase auf und mussten deshalb eine deutliche 25:29 (9:15)-Auswärtspleite hinnehmen.

Von Robert Giese

Schon in der Anfangsphase kamen die Hanauer nicht so recht ins Spiel: Ihre eigentlich so stabile Abwehr war häufig zu passiv und rückte zu zaghaft auf die Spieler der Hausherren raus, im Angriff erspielte sich die HSG zwar Chancen, ließ beim Abschluss dann aber die letzte Konsequenz vermissen. „Wir haben uns oft zu früh die Würfe genommen, vor allem aber waren diese Würfe dann viel zu unplatziert“, ärgerte sich HSG-Coach Patrick Beer über die mangelnde Durchschlagskraft – insbesondere aus dem Rückraum.

Bad Blankenburg nutzte das, um sich schon früh einen komfortablen Vorsprung zu erarbeiten: Nach einer Viertelstunde führten die Hausherren bereits mit 8:4, gut fünf Minuten vor dem Seitenwechsel hatten sie ihre Führung dann auf sechs Treffer ausgebaut. Mit dieser Differenz ging es für die beiden Teams dann auch in die Halbzeitpause, wo Beer seinem Unmut Luft gemacht haben dürfte: „Wir hatten insbesondere am Anfang nicht die richtige Einstellung“, monierte der HSG-Coach.

„Das ging leider total in die Hose“Um das Ruder herumzureißen, stellte Beer seine Abwehr nach dem Seitenwechsel offensiver ein – das entpuppte sich jedoch als Schuss ins Knie. „Das ging leider total in die Hose“, gab der HSG-Coach zu, denn Bad Blankenburg hatte wenig Mühe mit dieser Deckungsvariante und zog schon kurz nach der Pause auf zehn Treffer Vorsprung davon. Einziger Lichtblick in der sonst so mauen Abwehr war die Leistung des A-Jugendlichen Fabian Tomm, der für Can Adanir als zweiter Torwart in den Kader der Grimmstädter gerückt war und mit einigen starken Paraden einen noch höheren Rückstand verhinderte.

Erst in der Schlussphase legte die HSG mehr Treffsicherheit an den Tag und startete eine Aufholjagd, mit der sie gerade in den letzten fünf Minuten noch einmal deutlich verkürzen konnte, mehr als Ergebniskosmetik war für die Gäste angesichts des hohen Rückstandes allerdings nicht mehr drin. Auswärts bleibt die Bilanz des Tabellenvierten daher weiter desolat: Lediglich zwei Siege konnten die Hanauer bisher in fremden Hallen feiern.

Pleite sei verdient„Bad Blankenburg hat heute 100 Prozent Einsatz gezeigt – und damit ein paar Prozent mehr als wir“, so Beers Fazit nach der Niederlage. Die Pleite sei „völlig verdient und das haben wir uns auch selbst zuzuschreiben, wir haben einfach zu lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen.“ Zudem hätten von den Feldspielern lediglich der zweikampfstarke Jan-Eric Ritter und Kai Best mit seinen präzisen Würfen von Rechtsaußen Normalform erreicht.

HSG Hanau: Sebastian Schermuly, Fabian Tomm; Maximilian Bergold (4/2), Kai Best (4), Marius Brüggemann (1), Björn Christoffel (1/1), Hannes Geist (3), Patrick Pareigis (1), Yaron Pillmann (3), Jan-Eric Ritter (7), Jannik Ruppert, Eric Schaeffter, Marc StrohlSchiedsrichter: Pusch/WeißeSiebenmeter: HSV 2/2, HSG 4/3Zeitstrafen: HSV 4, HSG 4Zuschauer: 320

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