1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

3. Liga: Hanau tritt beim abstiegsgefährdeten HSC Bad Neustadt an

Erstellt: Aktualisiert:

Dieses Aufeinandertreffen wird es im Rückspiel nicht geben: Weder Marius Brüggemann (HSG Hanau) noch Gary Hines (HSC Bad Neustadt) spielen am Samstagabend. Archivfoto: TAP
Dieses Aufeinandertreffen wird es im Rückspiel nicht geben: Weder Marius Brüggemann (HSG Hanau) noch Gary Hines (HSC Bad Neustadt) spielen am Samstagabend. Archivfoto: TAP

Handball. Am Samstagabend hat die HSG Hanau beim HSC Bad Neustadt die letzte Chance, ihre Auswärtsbilanz zu verbessern. Bei den Bad Neustädtern dürfte den Hanauern allerdings nichts geschenkt werden, schließlich kämpft der HSC noch um den Klassenerhalt in der 3. Liga Ost.

Aktuell wären die Unterfranken als Tabellen-13. zwar gerade so gerettet, allerdings ist ihr Vorsprung auf die Abstiegszone hauchdünn: Der HSC Coburg II liegt punktgleich mit den Bad Neustädtern auf Rang 14, und auch der TV Gelnhausen sitzt dem Team von Igor Mijanowksi mit nur einem Punkt Rückstand direkt im Nacken. „Für Bad Neustadt wird das ein richtungsweisendes Spiel“, glaubt HSG-Coach Patrick Beer daher, „wenn sie die Klasse halten wollen, müssen sie unbedingt gewinnen.“

Mit dem Gewinnen hat es beim HSC insbesondere in der Rückrunde allerdings nur selten geklappt, denn die Unterfranken konnten in diesem Jahr erst vier Siege einfahren und gerieten dadurch erst richtig tief in den Abstiegsstrudel hinein. Mit Mijanowski haben die Bad Neustädter inzwischen bereits den dritten Cheftrainer in dieser Saison, wobei der neue Coach das Team gut kennt, schließlich betreute er die Mannschaft zuvor als Co-Trainer. Bei seinem Einstand letzte Woche konnte Mijanowski gleich einen wichtigen 23:22-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft des SC Magdeburg feiern, mit dem der HSC die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben halten konnte.

Ein Sieg nach Rückstand als Impulsgeber„So ein knapper Sieg nach hohem Rückstand kann ihnen noch einmal einen wichtigen Impuls geben“, glaubt Beer, dass die Bad Neustädter hochmotiviert in den Saisonendspurt gehen – und ihr letztes Heimspiel auf Teufel komm raus gewinnen wollen. Im Abstiegskampf werde der HSC alle Register ziehen und bis zuletzt kämpfen, weshalb sich seine Mannschaft wohl auf ein hartes Spiel einstellen müsse, vermutet der HSG-Coach: „Bad Neustadt wird ordentlich zupacken.“

Auf Schlüsselspieler Gary Hines, der nach Jan Wicklein der beste Torschütze der Unterfranken ist, wird der Tabellen-13. allerdings voraussichtlich noch verzichten müssen – Hines sah vor zwei Wochen die Blaue Karte und ist damit vermutlich noch gesperrt. „Wenn er fehlt, müssen sie ihr gesamtes Spiel umstellen. Insbesondere ihre Abwehr wird dann anders aussehen, statt einer 3:2:1-Deckung werden sie vermutlich mit einer 6:0 verteidigen oder jemanden in Manndeckung nehmen“, glaubt Beer.

So oder so gelte es für seine Mannschaft, schneller als in der Vorwoche gegen Northeim in den gewohnten Rhythmus zu finden. „Am Sonntag haben einige Spieler wie Can Adanir und Maximilian Bergold von Beginn an funktioniert, andere erst in der zweiten Halbzeit“, blickt Beer auf das Heimspiel gegen den NHC zurück, „in Bad Neustadt muss das bei allen ab der ersten Minute klappen, sonst wird es für uns sehr schwierig.“

Drei Spieler fallen ausVerzichten muss Beer gegen den individuell starken HSC erneut auf gleich drei Spieler, denn neben Marius Brüggemann fallen auch Philipp Reuter und Lucas Lorenz weiterhin aus. „Beide haben Knieprobleme“, so Beer, „es ist zwar nichts Ernstes, aber am Samstag können sie nicht spielen.“ Um am Kreis eine weitere Option zu haben, will der HSG-Coach Yannick Ahouansou aus der Landesliga-Mannschaft der Hanauer in den Kader berufen, aus der A-Jugend wird diesmal jedoch niemand auflaufen, da diese zeitgleich um die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga spielt.

Trotz dieser Personalprobleme wollen die Hanauer ihrer Favoritenrolle in Bad Neustadt gerecht werden, wie Beer betont: „Wir wollen dort bestehen. Dafür müssen wir aber unseren Kopf einschalten und dürfen uns nicht zu sehr von den Emotionen mitreißen lassen.“ Der HSG-Coach rechnet am Samstagabend nämlich mit knapp tausend Heim-Fans, „die sicher richtig Stimmung machen werden. Aber diese Atmosphäre sollte uns zusätzlich motivieren.“ rob

Auch interessant