Hemmer packt den Hammer aus: Der Shooter der HSG Hanau sorgte im Heimspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen für die richtigen Impulse. Foto: TAP

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3. Liga: HSG Hanau gewinnt zähes Heimspiel mit 32:30

Handball. Hemmer, Hemmer, immer wieder Hemmer – der Hanauer Rückraumspieler Michael Hemmer war beim Heimspiel der HSG Hanau gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II auf Seiten der Gastgeber der entscheidende Mann.

Von Robert Giese

In einem insgesamt eher durchwachsenen Spiel setzte er offensiv die richtigen Impulse, glänzte durch präzise Kreisanspiele und war mit zehn Toren selbst extrem torgefährlich.

An einem Tag, an dem beim Team von Patrick Beer nicht immer alles zusammenlief, ragte Hemmer damit heraus und hatte letztlich entscheidenden Anteil daran, dass die Hanauer sich erfolgreich zu einem 32:30 (17:14)-Heimsieg gegen die Mittelhessen quälten. Bezeichnend, dass es ausgerechnet Hemmer war, der als einziger Hanauer von der Siebenmeterlinie traf – und dadurch in einer ganz wichtigen Phase kurz vor Abpfiff dafür sorgte, dass die Hausherren sich auf drei Tore absetzten.

Hemmer ist Matchwinner

Hemmer deutete schon kurz nach dem Anwurf an, dass an diesem Tag mit ihm zu rechnen sein würde: Die ersten drei Tore der Gastgeber gingen allesamt auf sein Konto. Insgesamt verlief die Partie in den ersten zehn Minuten allerdings sehr ausgeglichen, denn obwohl Hanau gegen die offensive Abwehr der Gäste oft auf zwei Kreisläufer auflöste und dadurch zu guten Chancen kam, erarbeiteten sich auch die Mittelhessen immer wieder hochkarätige Gelegenheiten. Das lag auch daran, dass mit Yaron Pillmann, der wegen Rückenproblemen nicht auflaufen konnte, ein wichtiger Anker in der Hanauer Defensive fehlte.

In der Folge leisteten sich die Gäste allerdings gut fünf Minuten lang Fehler auf Fehler und schlossen überhastet ab, was Hemmer und Co. gnadenlos ausnutzten und bis Mitte der ersten Hälfte auf fünf Tore davonzogen. Nach dieser starken Phase waren es jedoch plötzlich die Hanauer, die völlig den Faden verloren, Pässe direkt in die Hände des lauernden Vorgezogenen Lukas Gümbel spielten und allgemein unkonzentriert und inkonsequent auftraten. Davon profitierte insbesondere Ian Weber, den die Hanauer Defensive überhaupt nicht in den Griff bekam und der insgesamt gleich ein Dutzend Treffer erzielen konnte. Dass Hanau beim Seitenwechsel noch mit drei Toren in Front lag, war zu diesem Zeitpunkt durchaus schmeichelhaft.

Wechselhafte Leistung der Hausherren

Die sehr wechselhafte Leistung der Hausherren setzte sich auch im zweiten Durchgang fort, wobei sich auch Hemmer zuweilen ungenaue Kreisanspiele leistete, welche die Gäste abfingen. Beer versuchte es eine Weile mit einer Manndeckung gegen Weber, weil dessen Mitspieler die entstehenden Lücken aber geschickt zu nutzen wussten, fruchtete diese Maßnahme nicht. Eine Viertelstunde vor Schluss glich Dutenhofen zum 23:23 aus und war drauf und dran, zwei Punkte aus Hanau mitzunehmen.

Die Hausherren berappelten sich allerdings noch rechtzeitig: Hinten holte Sebastian Schermuly ein paar Bälle heraus, im Angriff war Hemmer im Zusammenspiel mit Kreisläufer Lucas Lorenz sehr effektiv – für gleich 18 Tore zeichneten sich diese beiden Spieler verantwortlich. So ging Hanau mit einem knappen Vorsprung in die turbulente Schlussphase.

HSG hat Quali für DHB-Pokal so gut wie sicher

Dort behielten die Hausherren die Nerven, obwohl die Gäste durch eine dreifache Manndeckung noch einmal alles versuchten, um das Spiel herumzureißen, und auch Hemmer konnte seine Nervenstärke unter Beweis stellen, als er rund vier Minuten vor Schluss einen Siebenmeter verwandelte – es war beim vierten Versuch der erste Treffer per Strafwurf für Hanau. Unterm Strich gab es für die Gastgeber einen selten schönen, aber hart erarbeiteten und letztlich verdienten Heimsieg, durch den Beers Mannschaft die Qualifikation für den DHB-Pokal so gut wie sicher hat.

HSG Hanau: Sebastian Schermuly, Fabian Tomm; Yannick Ahouansou, Maximilian Bergold (2), Marius Brüggemann (4), Björn Christoffel (2), Dennis Gerst (1), Michael Hemmer (10/1), Lucas Lorenz (8), Tarek Marschall, Patrick Pareigis, Yaron Pillmann, Jan-Eric Ritter (2), Jannik Ruppert, Marc Strohl (2), Yannik Woiwod (1) – Schiedsrichter:Jung/Schmack – Siebenmeter: Hanau 4/1, Dutenhofen 3/3 – Zeitstrafen: Hanau 3, Dutenhofen 2 – Zuschauer: 550

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