Yaron Pillmann steht der HSG Hanau am Freitag im Gastspiel in Groß-Bieberau wieder zur Verfügung. Archivfoto: TAP

Hanau

3. Liga: HSG Hanau ist gegen Groß-Bieberau auf Sieg aus

Handball. Mit nur 16 Gegentoren war die Defensive der HSG Hanau am letzten Wochenende beim Derby in Gelnhausen das Prunkstück der Mannschaft, auf diese Abwehrstärke baut HSG-Coach Patrick Beer auch am Freitagabend, wenn die Hanauer bei der MSG Groß-Bieberau/Modau gastieren.

Von Robert Giese

Die in der Rückrunde bisher ungeschlagenen Grimmstädter wollen durch einen Sieg bei dem Team aus dem Odenwald weiter in der Verfolgergruppe der 3. Liga Ost bleiben.

Gewinnen wollen allerdings auch die Hausherren, insbesondere, da sie nach zuletzt zwei Niederlagen „ein bisschen unten reingerutscht sind“, wie Beer mit Blick auf die Tabelle anmerkt. „Für Groß-Bieberau wird das ein richtungsweisendes Spiel, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es für uns sicher kein leichter Ausflug wird.“ Schon im Hinspiel hatte die MSG den Grimmstädtern, die sich schließlich nur nach großem Kampf mit 29:26 durchsetzen konnten, alles abverlangt.

Der Tabellenneunte verfügt laut Beer über Spieler mit viel Qualität, wie den Toptorschützen und Aktivposten Markus Semmelroth, Till Buschmann im rechten Rückraum oder Rückkehrer Michael Malik, der im Hinspiel gegen die Hanauer nicht mit von der Partie war. „Uns erwartet eine Mannschaft, die Eins-gegen-Eins-Situationen sucht und flexibel verteidigen kann, mal in einer 6:0-Deckung, mal im 5:1“, so der HSG-Coach zu den Stärken der Groß-Bieberauer. Als möglichen Schwachpunkt sieht Beer, dass das Team in dieser Konstellation noch nicht allzu eingespielt sei und sich „erst noch finden muss“ – im besten Fall allerdings erst nach dem Spiel gegen die Hanauer.

Die wollen derweil ihre starke Rückrundenbilanz – inklusive des Rückspiels gegen Leutershausen, das bereits vor Weihnachten stattfand, haben die Grimmstädter in drei Partien schon fünf Punkte gesammelt – am Freitagabend weiter verbessern. „Wir wollen ungeschlagen bleiben und sind auf Sieg aus – auch wenn das eine Herausforderung wird“, betont Beer.

Dazu wollen die Grimmstädter an die starke Leistung aus der Vorwoche anknüpfen. „Die Durchschlagskraft im Angriff hat uns zwar ein bisschen gefehlt“, merkt der HSG-Coach angesichts von lediglich 22 Toren gegen Gelnhausen an, „aber die Abwehr hat nur 16 Gegentore zugelassen, das ist momentan unser Faust‧pfand“. In der Offensive, wo sich das Fehlen von Spielmacher Philipp Reuter und des vor seiner Verletzung so torgefährlichen Lucas Lorenz besonders bemerkbar mache, werde sein Team „auch in den nächsten Wochen darauf angewiesen sein, das Ganze spielerisch zu lösen“. Mit einer Rückkehr von Reuter und Lorenz sei erst in zwei oder drei Wochen zu rechnen.

Umso wichtiger sei es da, dass Jannik Ruppert nach seinem Auslandsaufenthalt sofort in die Bresche gesprungen sei. „Mit seiner Dynamik hat er sich schnell wieder ins Team gespielt“, so Beer, „gegen Gelnhausen hatte er einen ganz starken Auftritt und momentan ist er für uns eine klare Verstärkung“. Für zusätzliche Entlastung im Rückraum und insbesondere im Mittelblock könnte auch Yaron Pillmann sorgen, der Beer gegen Groß-Bieberau erstmals in diesem Jahr zur Verfügung steht.

Derart aufgestellt könnte den Grimmstädtern am Freitagabend ein Novum gelingen: Die notorisch auswärtsschwachen Hanauer konnten in dieser Saison nämlich noch nie zweimal in Folge auswärts gewinnen. Beer hätte nichts dagegen, wenn es jetzt so weit wäre: „Gegen Gelnhausen haben wir unsere Leistung sehr gut abgerufen, das können wir am Freitag gerne wiederholen.“

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