Einfaches Spiel: Marius Brüggemann wirft den Ball beim Kantersieg über Leipzig ins leere Tor. Auch wenn der kommende Gegner zuletzt hoch verloren hat, erwartet der Linksaußen ein hartes Stück Arbeit. Archivfoto: TAP

Handball

3. Liga: HSG Hanau zu Gast bei angeknockten Northeimern

Handball. Nach der Auftaktniederlage in der 3. Liga Mitte ist die HSG Hanau zuletzt immer mehr ins Rollen gekommen und feierte am vergangenen Wochenende den dritten Sieg in Folge, mit dem die HSG sich auf den zweiten Tabellenplatz schob.

Nach der Galavorstellung gegen den SC DHfK Leipzig II wartet auf die Hanauer am morgigen Sonntag (17 Uhr) mit dem Northeimer HC ein angeknockter Gegner, den das Team von Olli Schulz nicht unterschätzen will.

Während die Formkurve bei den Grimmstädtern zuletzt deutlich nach oben zeigte, ging es bei den Niedersachsen stetig bergab: Nach drei Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen ging der NHC zuletzt zweimal leer aus, besonders bitter endete das Heimspiel am vergangenen Wochenende: Da gingen die Northeimer gegen den Tabellenführer HSG Bieberau/Modau unter und mussten eine 22:34-Heimpleite hinnehmen.

Genau aus diesem Grund sind die Hanauer gewarnt: „Northeim wird sicherlich alles tun, damit sich so etwas nicht wiederholt“, stellt Marius Brüggemann klar, der Linksaußen erwartet bei den Niedersachsen alles andere als einen Spaziergang – trotz der jüngsten Ergebnisse beider Mannschaften. Unabhängig von der hohen Heimpleite des NHC verfüge dieser über ein starkes Team: „Sie haben einen wurfgewaltigen Rückraum und pfeilschnelle Außen, die über das Tempospiel einfache Tore erzielen wollen“, warnt Brüggemann vor zu viel Selbstsicherheit bei den Hanauern.

Es hat fast alles geklappt

Die letzte Partie von Brüggemann und Co. gäbe dafür reichlich Anlass, schließlich hat die HSG ein Spiel hinter sich, in dem fast alles geklappt hat: Am vergangenen Wochenende zogen sie dem hoch eingeschätzten Team aus Leipzig mit einer extrem engagierten Abwehr schon in der Anfangsviertelstunde den Zahn und dominierten die Sachsen nach Belieben. Im Angriff, bisher größtes Sorgenkind von HSG-Coach Schulz, griff ein Rädchen ins andere, die Hanauer setzten ihrem Kontrahenten von allen Positionen gleichermaßen zu – unter anderem von Linksaußen.

Dort wirbelt vor allem Brüggemann, der gegen Leipzig auf fünf Treffer kam und damit hinter Maximilian Bergold die zweitmeisten Tore aus dem Feld erzielte. Brüggemanns Torgefährlichkeit in dieser Saison – insgesamt netzte der Rechtshänder schon ein Dutzend Mal ein – kommt nicht von ungefähr: „Unter dem neuen Trainer sind die Außen mehr eingebunden als zuvor“, erläutert Brüggemann, „und außerdem komme ich auch beim Tempospiel zum Zug.“

Schnelles Tempospiel von links

Schnelles Tempospiel mit dem Linksaußen als Vollstrecker – dieses Muster könnte auch gegen den NHC funktionieren. Gegen den starken Rückraum der Niedersachsen wollen die Hanauer erneut eine stabile Abwehr stellen, bei Ballgewinnen schnell umschalten und über die Erste oder Zweite Welle zu einfachen Toren kommen. Andererseits muss die HSG verhindern, dass der Gegner eine ähnliche Taktik mit Erfolg einsetzt: „Dabei müssen wir vor allem darauf achten, dass wir keine einfachen Ballverluste haben“, fordert Brüggemann.

Dabei steht den Hanauern praktisch der gleiche Kader wie in der Vorwoche zur Verfügung, denn einerseits ist Michael Hemmer gegen Leipzig zwar umgeknickt, zog sich aber keine größere Blessur zu, andererseits meldete sich Yaron Pillmann nach Schulterschmerzen wieder völlig fit. Auch Brüggemann, den es beim Kantersieg am vergangenen Sonntag im Gesicht erwischt hatte, wird spielen können. „Ich habe zwar einen kleinen Cut und ein blaues Auge“, verrät der Linksaußen, „aber einsatzfähig bin ich trotzdem.“ rob

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