Kann zupacken: Yaron Pillmann (hier gegen Nieder-Rodens Benjamin von Stein) wird im letzten Heimspiel des Jahres sicher noch einmal Vollgas geben. Archivfoto: TAP

Handball

3. Liga: Mit Dutenhofen wartet ein harter Brocken auf die HSG

Handball. Seit vier Spielen ist die HSG Hanau in der 3. Liga Mitte ungeschlagen und will diese Serie im letzten Heimspiel des Jahres am Samstagabend ausbauen. Zu Gast in der Main-Kinzig-Halle ist ab 20 Uhr die zweite Mannschaft der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen.

Von Robert Giese

Im Hinspiel kauften die Dutenhofer den Hanauern im Hinspiel den Schneid ab und siegten 27:23. Dafür wollen sich die Hanauer revanchieren und am Tabellennachbarn vorbeiziehen.

Mittelhessen selbstbewusst nach Siegesserie

Eine alles andere als leichte Aufgabe, denn die Mittelhessen verfügen über eine talentierte Mannschaft, die zuletzt dreimal in Folge gewann und unter anderem beim Heimsieg gegen Tabellenführer TV Großwallstadt Anfang November ihre Qualität unter Beweis gestellt hat.

„Das ist ein sehr gutes Team, das seit Jahren zusammenspielt und eine erstklassige handballerische Ausbildung genossen hat“, meint der Hanauer Rückraumspieler Yaron Pillmann anerkennend, „sie verfügen über eine sehr gute erste Sechs.“

Pillmann erwartet physisch starken Gegner

Der Tabellensechste habe gleich mehrere herausragende Spieler in seinen Reihen, sei es Torwart Anadin Suljakovic, der bereits 18 Länderspiele für Katar absolviert hat, sei es Top-Torjäger Ian Weber, der mit 91 Saisontoren der zweitbeste Torschütze der Liga ist, sei es Mittelmann Lukas Gümbel oder auch Torben Waldgenbach, der seinen Kreuzbandriss auskuriert hat und nun wieder angreift. „Das sind viele richtig gute Jungs, die übers Kollektiv kommen, mal eine defensive und mal eine offensive Abwehr stellen und sehr physisch spielen, obwohl sie körperlich nicht allzu groß sind“, merkt Pillmann an.

Gegen einen derart starken, variablen Gegner verlassen sich die Hanauer nicht nur auf ihre Erfahrungen aus dem Hinspiel, sondern haben wie üblich fleißig Videostudium betrieben, um sich so gut wie möglich vorzubereiten. „Wir werden deshalb sicherlich die geeigneten taktischen Maßnahmen ergreifen“, will sich Pillmann vor dem Hessenderby aber noch nicht zu sehr in die Karten schauen lassen.

Motiviert trotz ungewisser Zukunft

Klar ist jedenfalls, dass die Gäste ungeachtet ihrer unklaren Zukunft – die Verantwortlichen der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen hatten vor einer Weile entschieden, in der kommenden Saison keine Drittliga-Mannschaft mehr ins Rennen zu schicken – die Saison keinesfalls abgeschenkt hat, wie die vier Siege aus den vergangenen fünf Partien beweisen.

Damit ist Dutenhofen noch formstärker als die Hanauer, die seit vier Spielen nicht mehr verloren haben. „Unsere Formkurve zeigt seit einigen Wochen ganz klar nach oben“, freut sich Pillmann über die guten Ergebnisse der letzten Zeit. Das habe mehrere Gründe: Da sei die Rückbesinnung auf alte Stärken wie die Abwehr, aber auch das Feilen an Kleinigkeiten, gerade im Angriff. „Da haben wir uns früher manchmal zu früh die Aktion genommen, jetzt arbeiten wir am vierten, fünften, sechsten und siebten Pass“, erklärt der Rückraumspieler, „auch wenn ein bisschen Glück ebenfalls immer dazugehört.“

Ritter-Rückkehr der X-Faktor

Ein weiterer wichtiger Faktor, der mehr und mehr zum Tragen kommt, ist die Rückkehr von Jan-Eric Ritter nach dessen Verletzungspause. „Er ist einfach ein klassischer Spielmacher und füllt diese Rolle extrem gut aus“, weiß Pillmann die Qualitäten seines Mitspielers zu schätzen, „außerdem ist er auch in der Abwehr bockstark.“ Zwar sei der Mittelmann noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber er sei sehr gut zurückgekommen und „man merkt, dass er uns sehr gefehlt hat und jetzt wieder sehr weiterhilft.“

Mit dem wiedergenesenen Ritter wollen die Hanauer am Samstagabend erneut punkten, selbstverständlich am liebsten doppelt – zumal der Punktgewinn beim Spitzenteam aus Nußloch für Rückenwind bei Pillmann und Co. gesorgt hat. „Wir haben in Nußloch unter Beweis gestellt, was wir können“, betont der Rückraumspieler, „und unser letztes Heimspiel in diesem Jahr wollen wir unbedingt gewinnen.“

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