Coach Tim Beckmann ist während der Spiele seiner SG Bruchköbel ein Aktivposten an der Seitenlinie. Im Endspurt um den Klassenerhalt werde es für die SGB auf Mut und Freude ankommen. Archivfoto: TAP

Bruchköbel

3. Liga: Drei Fragen an SGB-Trainer Tim Beckmann

Handball. Lange sah Drittliga-Aufsteiger SG Bruchköbel wie ein sicherer Absteiger aus, dann wechselte die SGB den Trainer. Seitdem holte man aus 13 Spielen 13 Punkte und steht nun auf einem Nichtabstiegsplatz. Wir haben mit Trainer Tim Beckmann über die Entwicklung gesprochen und einen Ausblick auf die letzten Spiele geworfen.

Von Robert GieseHerr Beckmann, seit Sie Mitte November – da war die SG Bruchköbel Tabellenletzter – das Kommando in der Dreispitzhalle übernommen haben, lief es für die SGB besser: Ihr habt seitdem ein ausgeglichenes Punkteverhältnis und inzwischen die Abstiegsränge verlassen. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus, sind Sie zufrieden?„Ich bin darüber sehr zufrieden, da wir die Abstiegsplätze endlich verlassen haben. Es war von allen Beteiligten ein enormer Kraftakt mit vielen Opfern und Entbehrungen. Mein Ziel war und ist es, mit meiner Mannschaft immer ein ausgeglichenes Punktekonto zu haben. Bislang sind wir somit im Soll und wir werden alles daran setzen, dass das auch so bleibt. Aber natürlich schaue ich auch kritisch auf unsere Leistungen, wir hätten definitiv drei bis vier Punkte mehr holen können oder müssen. Uns fehlt es in Bezug auf die Leistungsentfaltung noch deutlich an Konstanz. Erkennbar ist dies daran, dass wir am vergangenen Wochenende das erste Mal in der Saison zwei Spiele in Folge gewonnen haben. Hier wollen wir weiter machen, über Ostern hart arbeiten und mit Selbstvertrauen nach Bad Blankenburg fahren.“Ihr habt noch fünf schwierige Spiele vor der Brust und nur zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, dabei spielt ihr noch gegen einige direkte Konkurrenten. Gibt es ein bestimmtes Schlüsselspiel, das ihr unbedingt gewinnen müsst, um die Klasse zu halten?„Das eine entscheidende Spiel gibt es nicht. Unter Betrachtung der einzelnen Restprogramme kann man deutlich sehen, dass wir hier mit die anspruchsvollste Aufgabe haben. Gerade die Auswärtsspiele in Bad Blankenburg und Coburg sind mehr als nur normale Spiele. Hier geht es um die direkten Plätze im Tabellenkeller, welchen wir gerne mit maximaler Distanz betrachten möchten. Die letzten Wochen haben wir auf die Tabelle geschaut und unser Ansatz war, Platz für Platz zu erobern. Jetzt ist die Ausgangssituation eine andere, denn es geht jetzt mehr als vorher ums Verteidigen. Wir werden mittlerweile von vier bis fünf Teams gejagt, von welchen keines absteigen will. Der Schlüssel zum Klassenerhalt wird es sein, mit Mut und Freude zu spielen und die Angst vor negativen Konsequenzen aus den eigenen Reihen zu vertreiben. Das ist unsere Aufgabe.“Bei den letzten Heimspielen war die Dreispitzhalle immer gut besucht und die Zuschauer haben euch lautstark unterstützt. Können eure Fans auch in den verbleibenden Spielen eine wichtige Rolle spielen?„Die Unterstützung unserer Zuschauer war die letzten Wochen einfach herausragend. Trotz einzelner schlechter Heimspiele wurden wir immer wieder unterstützt und getragen. Alleine der verrückte Sieg gegen Anhalt Bernburg geht zu einem unglaublich hohen Prozentsatz auf das Konto unserer Fans. Wir sind als Mannschaft und Verein unglaublich dankbar und arbeiten intensiv daran, es dem Publikum mit dem Klassenerhalt auch entsprechend zurückzuzahlen. Nur gemeinsam werden wir den langen Weg des Klassenerhalts gehen und final am 5. Mai in Baunatal realisieren können.“

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