Daumen hoch für eine starke zweite Spielzeit in der 3. Liga: HSG Hanaus Coach Patrick Beer ist mit dem Saisonverlauf zufrieden und schielt mittlerweile auf die Qualifikation für den DHB-Pokal. Archivfoto: TAP

Hanau

3. Liga: Drei Fragen an HSG-Trainer Patrick Beer

Handball. Über Ostern haben die Drittliga-Handballer der HSG Hanau eine wohlverdiente Pause. Wir haben in dieser Zeit mit HSG-Coach Patrick Beer über den bisherigen Saisonverlauf und seine Ziele für die verbleibenden fünf Spiele gesprochen – und bereits einen kleinen Ausblick auf die nächste Saison gewagt.

Von Robert Giese

Herr Beer, in Ihrer erst zweiten Saison sieht es ganz so aus, als hätten Sie sich mit ihrem Team in der 3. Liga Ost etabliert: Mit dem Abstieg hatten Sie in dieser Spielzeit nie etwas zu tun, stattdessen stehen Sie seit Monaten in der Spitzengruppe der Liga – da fällt Ihr bisheriges Saisonfazit sicher positiv aus?„Die Saison lief für uns bisher sicher besser, als wir das im Sommer erwartet hatten, denn damals war unser Saisonziel, frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern. Dass wir momentan so gut da stehen, hat mehrere Gründe: Einerseits haben wir insbesondere in eigener Halle den einen oder anderen Punkt geholt, mit dem wir im Vorfeld nicht gerechnet hatten, andererseits ist es aber auch so, dass die 3. Liga Ost in dieser Saison in der Spitze nicht so stark ist wie im letzten Jahr. Das ist gut an der Tabelle zu sehen, wo die Teams von Platz vier bis elf alle noch sehr nah beieinander liegen.“

Den Klassenerhalt haben Sie inzwischen praktisch sicher, Ihr ursprüngliches Saisonziel ist damit bereits erreicht. Als aktuell Tabellenfünfter würde Ihre Mannschaft sich momentan direkt für den DHB-Pokal qualifizieren. Ist es für die verbleibenden Spiele euer Ziel, diesen Platz zu halten?„Wir haben für den Endspurt noch mehrere Ziele, die direkte Qualifikation für den DHB-Pokal wäre sicher ein schöner Erfolg, dafür werden wir aber noch drei oder vier Spiele gewinnen müssen. Unseren fünften Platz würden wir gerne verteidigen und zuhause weiterhin ungeschlagen bleiben – auch wenn da noch einige harte Spiele auf uns warten. Und nicht zuletzt wollen wir auch unsere Auswärtsbilanz verbessern: In der letzten Saison haben wir auswärts sieben Punkte geholt, diesmal haben wir bisher erst sechs, einen Auswärtssieg brauchen wir also noch mindestens.“

Im Sommer wird es bei der HSG Hanau einen gewissen personellen Umbruch geben, einige Spieler haben bereits ihr Karrieende verkündet, andere könnten möglicherweise folgen. Was sind vor diesem Hintergrund Ihre Erwartungen an die nächste Saison?„Richtig, bei uns gibt es im Sommer relativ viele Veränderungen, auch im Rückraum wird sich bei uns noch etwas tun, weshalb wir da Qualität nachlegen müssen. Wie wir uns nächste Saison schlagen werden, ist so weit im Vorfeld noch nicht vorherzusagen, das hängt auch sehr davon ab, in welcher Staffel wir landen und welche Teams unsere Konkurrenten sind. Wir werden bestimmt ein schlagkräftiges Team aufstellen, aber für mich ist auch ganz klar, dass wir noch gute externe Spieler verpflichten müssen. Wenn wir uns steigern wollen, brauchen wir noch ein oder zwei richtige Granaten.“

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