SGB-Neuzugang Dennis Weit überzeugte bei seinem ersten Spiel in der Dreispitzhalle. Archivfoto: Scheiber

Bruchköbel

3. Liga: Dennis Weit ist der Hoffnungsträger im Abstiegskampf

Handball. Dieser Neuzugang hat gleich bei seinem ersten Spiel eingeschlagen wie eine Bombe: Mit acht Toren hatte Dennis Weit, die jüngste Verpflichtung der SG Bruchköbel im Kampf um den Klassenerhalt, am vergangenen Sonntag großen Anteil am Heimsieg der Bruchköbeler gegen den TV Erlangen-Bruck.

Von Robert Giese

An diese Leistung will der Rückraumspieler auch in den kommenden Spielen anknüpfen – und der SGB damit im Kampf gegen den Abstieg helfen.

Bis in die Haarspitzen motiviert präsentierte sich Weit, als er am Sonntag nach rund 25 Minuten erstmals in die Partie kam, auch wenn dem von Eintracht Hildesheim in die Dreispitzhalle gewechselten Rückraumspieler zunächst nicht alles gelang. „Ich habe nicht gut angefangen“, meint Weit mit Blick auf den ein oder anderen Fehlwurf zu Beginn selbstkritisch, „aber der Rest des Teams hat an mich geglaubt und mir das nötige Selbstvertrauen gegeben.“

Abwehrstark und guter Vollstrecker

Das sollte sich im zweiten Durchgang auszahlen, als Weit endgültig ins Rollen kam und Tor um Tor erzielte. Dabei trat der 1,95 Meter große Linkshalbe aber nicht nur als guter Distanzschütze in Erscheinung, sondern scheute sich auch nicht, in die Tiefe zu gehen. „Man muss sich der gegnerischen Abwehr anpassen und wenn sich dort Lücken zeigen, nutze ich diese auch aus“, so der 21-Jährige, der die Räume geschickt zu nutzen wusste, die sich durch die doppelte Manndeckung der Gäste gegen Tegaday Ramos-Nuez und Jonas Ulshöfer zeitweise auftaten.

Weit zeigte sich bei seinem Debüt im Dress der Bruchköbeler aber nicht nur als guter Vollstrecker, sondern auch als abwehrstark: In der Deckung stand der Neuzugang seinen Mann und konnte zudem durch gutes Rückzugsverhalten einen Tempo-Gegenstoß unterbinden. „Ich habe durch meine Größe eine gewisse Präsenz, mit der ich dem Team sicher weiterhelfen kann“, ist Weit überzeugt und will daher „auch in der Abwehr Akzente setzen“.

Mit seiner Physis könnte der Rückraumspieler den Kader der Bruchköbeler ergänzen, denn bisher setzt die SGB vor allem auf eher kleine und bewegliche Spieler, was von gut vorbereiteten Gegnern relativ leicht gekontert werden kann. Mit seinen Shooter-Qualitäten und seiner Größe verschafft Weit der SGB neue taktische Optionen.Die Region ist für Weit indes kein Neuland, schließlich spielte er in der Jugend für den TV Großwallstadt und lief dann eine Saison lang für den damaligen Drittligisten TV Kirchzell auf, bevor es ihn in die 2. Bundesliga nach Hildesheim zog, zeitweise hatte er ein Zweitspielrecht bei Hannover-Burgwedel.

Viele Stationen für einen 21-Jährigen, doch nach seinem Traumeinstand scheint nicht ausgeschlossen, dass die Zuschauer in der Dreispitzhalle häufiger Weits Tore bejubeln können: „Wenn alles passt, kann ich mir vorstellen, länger zu bleiben.“

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