Kommt der Panther geflogen: 63 Saisontore hat Max Panther bisher für Bruchköbel erzielt. Jeder weitere Treffer im Heimspiel morgen gegen den Abstiegskonkurrent SG Leipzig II wäre enorm wichtig. Der Kreisläufer betont aber: "Ich werfe lieber kein Tor, wenn wir dafür gewinnen." Archivfoto: TAP

Handball

3. Liga: SG Bruchköbel will gegen Leipzig II seine Lehren ziehen

Handball. Nach ihrem ersten Auswärtssieg der Saison am vergangenen Wochenende beim HSC Coburg II will die SG Bruchköbel am morgigen Sonntag ab 17 Uhr gegen den nächsten direkten Konkurrenten umgehend nachlegen.

Von Robert Giese

Gewinnen die Bruchköbeler gegen die zweite Mannschaft der SG Leipzig, könnten sie mit der SGL II in der Tabelle der 3. Liga Ost nach Punkten gleichziehen – die Leipziger stehen auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Im Hinblick auf den Kampf um den Klassenerhalt hat das Duell der beiden Kellerkinder also möglicherweise wegweisende Bedeutung: Gelingt den Bruchköbelern ein Heimsieg, haben sie weiterhin alle Chancen, den Abstieg zu verhindern, setzen sich jedoch die Sachsen durch, so schwillt der Rückstand der SGB aufs rettende Ufer wieder auf vier Punkte an.

Große Bedeutung des Spiels

Der Bruchköbeler Kreisläufer Max Panther will die Bedeutung des Spiels daher auch nicht kleinreden: „Wenn wir unser Ziel erreichen wollen – und unser großes Ziel ist der Klassenerhalt – dann müssen wir zu Hause gewinnen.“

In Leipzig war das Panther und Co. in der Hinrunde nicht gelungen, im Gegenteil: Bei der SGL II gingen die Bruchköbeler mit 23:32 unter, im Anschluss musste Trainer Tomasz Jezewski seinen Hut nehmen. Unter Spielertrainer Tegaday Ramos-Nuez, der sich wegen eines gebrochenen Schlüsselbeins momentan auf seine Trainerrolle konzentrieren kann, will es die SGB im Rückspiel nun unbedingt besser machen.

Der Schlüssel dazu soll eine stabilere Abwehr sein. „Unser größtes Problem im Hinspiel war, dass Leipzig unsere 3:2:1-Deckung sehr gut auseinandergespielt hat und wir im Abwehrzentrum viel zu offen waren“, erinnert sich Panther, der vor der Saison neu zur SGB kam, an die Klatsche im Hinspiel. Das habe nicht nur dazu geführt, dass die Leipziger viele einfache Toren erzielen konnten, sondern auch verhindert, dass Bruchköbel ins Tempospiel kam.

Besser aufgestellte Mannschaft

Inzwischen sieht Panther seine Mannschaft defensiv deutlich besser aufgestellt: „Wir sind in der Abwehr mittlerweile variabler und können auch eine gute 6:0-Deckung spielen“, merkt der Kreisläufer an, und gerade diese defensivere Deckungsvariante habe in den vergangenen Partien sehr stabil gestanden. „Gegen Leipzig könnte das ebenfalls ein Mittel sein“, wollte Panther weder bestätigen noch dementieren, ob Ramos-Nuez am Sonntag eine 6:0-Abwehr ins Feld schickt.

Im Kellerduell können die Bruchköbeler jedenfalls noch einmal alle Kräfte mobilisieren, schließlich winkt ihnen danach über Fasching ein spielfreies Wochenende. Das sei durchaus eine willkommene Erholung, wie Panther betont: „Wir hatten in dieser Saison viel Verletzungspech und haben dadurch einen sehr kleinen Kader, weshalb einige Spieler jedes Mal 50 oder 60 Minuten spielen müssen“. Die Pause käme ihnen einerseits also gerade recht.

Gute Phase des Teams

Andererseits berge eine solche Pause immer die Gefahr, aus dem Spielrhythmus zu kommen, und Panther sieht sein Team momentan in einer guten Phase – vor allem wenn die Bruchköbeler dem Auswärtssieg in Coburg einen Heimsieg gegen Leipzig folgen lasse. „Wir wollen danach auch in Hanau etwas reißen“, wirft der SGB-Kreisläufer schon einen Blick voraus auf das erste Spiel nach der Pause, „deshalb wäre es wichtig, dass wir im Rhythmus bleiben. Auf der anderen Seite bin ich mir aber sicher, dass wir auch so gegen Hanau besonders motiviert sind.“

Mit viel Motivation geht es nun aber erst einmal gegen Leipzig, gegen die Panther im Hinspiel mit sechs Treffern der beste Feldtorschütze der Bruchköbeler war. Daraus will der Kreisläufer aber nichts ableiten: „Damals habe ich die Chancen genutzt, in anderen Spielen hole ich dann eher Siebenmeter raus oder treffe auch mal nicht so gut. Unsere Leistung im Kollektiv hat damals nicht gestimmt, das muss sich diesmal ändern. Ich werfe diesmal lieber kein Tor, wenn wir dafür gewinnen.“

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