SG Bruchköbels Neuzugang Daniel Zourek (rechts) hat sich bei seinem Debüt im SGB-Dress gut verkauft. Archivfoto: Kalle

Bruchköbel

3. Liga: SG Bruchköbel reagiert auf Kraushaar-Aus

Handball. Die SG Bruchköbel hat auf die schwere Knieverletzung von Kapitän Maximilian Kraushaar reagiert und Daniel Zourek verpflichtet. Der 2,06 Meter große Tscheche soll im Angriff der Bruchköbeler für mehr Gefahr aus der Distanz sorgen und auch in der Abwehr eine zentrale Rolle spielen.

Seinen Einstand für die SGB hat der Neuzugang bereits am Wochenende gegen den Northeimer HC gefeiert.Dort traf er zweimal und ließ dabei bereits sein Können aufblitzen, auch wenn SGB-Coach Tim Beckmann ihn noch schonte und nur für rund 15 Minuten aufs Spielfeld brachte.

„Er hat sich im ersten Training bei uns die Bänder im Knöchel gerissen“, erklärt Uwe Steinkrüger, der Männerwart der Bruchköbeler, warum Zourek bisher erst zu einem Kurzeinsatz kam. „Wir hoffen, dass er die Lücke schließt, die nach der Verletzung von Maximilian Kraushaar entstanden ist“, so Beckmann, insbesondere für mehr Variabilität im Angriff soll der frühere tschechische Junioren-Nationalspieler sorgen.

Denn die Offensive ist mit zweikampfstarken Spielern wie Jonas Ulshöfer oder Tegaday Ramos-Nuez zwar gut besetzt, ein Distanzschütze fehlt dem Aufsteiger jedoch noch. Für Würfe aus der zweiten Reihe erscheint der 22-jährige Neuzugang allein wegen seiner Körpergröße prädestiniert und demonstrierte seine Wurfgewalt bereits beim Heimsieg gegen Northeim. Für den Tschechen ist es nicht die erste Station in Deutschland: In der vergangenen Saison lief er für den HC Empor Rostock in der 2. Bundesliga auf und auch die 3. Liga Ost kennt er gut – in der Hinrunde spielte Zourek für den Bruchköbeler Liga-Rivalen SG Leutershausen.

Bei der SGB bleibt er nun mindestens bis Saisonende – auch wenn die Bruchköbeler sich bereits jetzt eine weitere Zusammenarbeit vorstellen können – und soll mit seiner Wurfgewalt helfen, den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen. Beckmann hofft daher, dass sein neuer Rückraumspieler seine Knöchelverletzung möglichst bald völlig auskuriert hat und Woche für Woche eine größere Rolle bei den Bruchköbelern spielen kann. „Gegen Gelnhausen“, blickt der SGB-Coach auf das Derby am Freitagabend, „reicht es dann vielleicht schon zu mehr Spielzeit als am letzten Wochenende.“ rob

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