Jonas Ulshöfer (am Ball) und die SG Bruchköbel müssen zum nächsten Kellerduell antreten. In Bad Neustadt sollen beide Punkte eingefahren werden. Archivfoto: Kalle

Bruchköbel

3. Liga: SG Bruchköbel fährt zum Kellerduell nach Bad Neustadt

Handball. Eine Woche nach dem Derby gegen den TV Gelnhausen steht für die SG Bruchköbel am Samstagabend gleich das nächste Endspiel im Abstiegskampf der 3. Liga Ost an. Im Spiel beim Tabellen-13. HSC Bad Neustadt hofft SGB-Coach Tim Beckmann allerdings auf einen anderen Ausgang als bei der Derbypleite gegen die Gelnhäuser.

Von Robert Giese

„Da haben wir leider nicht die beste Leistung abgerufen“, ärgert sich der Trainer der Bruchköbeler über die größtenteils schwache Vorstellung seines Teams am letzten Freitag. Unter der Woche habe sein Team aber wieder „den Kopf frei bekommen“, Beckmann ist daher guter Dinge, dass seine Mannschaft in Bad Neustadt ein anderes Gesicht zeigt als gegen die Gelnhäuser.

Der HSC hat nach ordentlichem Saisonbeginn – in der Hinrunde landeten die Unterfranken zum Beispiel noch einen nie gefährdeten 30:22-Auswärtssieg in der Dreispitzhalle – stark nachgelassen und befindet sich seit Monaten in der Krise: Nur eine der letzten neun Partien konnten die Bad Neustädter gewinnen, auch der Trainerwechsel im letzten Monat hat sich noch nicht positiv auf die Ergebnisse niedergeschlagen, denn der neue Coach Christoph Kolodziej konnte in seinen drei Spielen als HSC-Trainer noch keinen Zähler sammeln. In der Tabelle ist Bad Neustadt bis auf Platz 13 abgerutscht und steht damit nur noch einen Punkt vor den Bruchköbelern – mitten im Abstiegskampf.

Plätze tauschenDie würden selbstredend gerne die Plätze tauschen, dafür muss am Samstagabend allerdings ein Sieg her. „Zwei Punkte wären gerade sehr viel wert, damit würden wir auf Tuchfühlung bleiben“, merkt Beckmann mit Blick auf die Tabelle an, „gegen Bad Neustadt müssen wir also eigentlich etwas Zählbares holen.“ Dafür sei aber eine andere Leistung nötig als gegen Gelnhausen: „Gerade in der Abwehr müssen wir einfach mehr Zugriff auf den Gegner bekommen“, fordert Beckmann, die 33 Gegentore gegen den TVG seien schlichtweg zu viel gewesen.

Gegen die nicht gerade als Torfabrik bekannten Bad Neustädter könnte Bruchköbel defensiv vor weniger Probleme gestellt werden als zuletzt, allerdings spiele der HSC seit Kolodziejs Amtsantritt mit deutlich mehr Tempo über die Erste und Zweite Welle. „Da ist schon eine andere Handschrift erkennbar“, hat Beckmann beobachtet, der außerdem Respekt vor Maximilian Schmitt auf Rückraum Mitte hat. „Er setzt seine Nebenleute sehr gut ein“, so der SGB-Coach – und meint damit unter anderem Gary Hines, der auch wegen seiner bisher 90 Saisontore einer der auffälligsten Spieler bei den Unterfranken ist. Im Angriff will Beckmann gegen die offensive Abwehr des HSC, die lange Zeit Prunkstück der Bad Neustädter war, wieder mehr Konzeptionen sehen als zuletzt.

Weniger Klein-Klein„Gegen Gelnhausen war das zu viel Klein-Klein“, so die Analyse des SGB-Coaches, „jetzt am Samstag müssen wir wieder mehr Geduld aufbringen und besser zusammenspielen.“

Das Zusammenspiel verbessern wollen die Bruchköbeler auch mit Neuzugang Daniel Zourek, der sich von seinem Bänderriss am Knöchel noch immer nicht vollständig erholt hat. „Insbesondere in der Abwehr müssen wir ihn noch besser integrieren“, sieht Beckmann beim 2,06 Meter großen Rückraumspieler noch einige Luft nach oben.

Wie in der Vorwoche fehlen wird dagegen Kreisläufer Yannik Woiwod, der sich mit einer Schleimbeutelverletzung im Ellenbogen herumplagt.

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