Ohne Punkte mussten Maximilian Kraushaar und Co. am Samstagabend die Heimreise aus Sachsen-Anhalt antreten. Archivfoto: TAP.

Bruchköbel

3. Liga: Bittere Auswärtspleite für SG Bruchköbel

Handball. Über weite Strecken gut gespielt und doch verloren: Beim SV Anhalt Bernburg zeigte der Drittliga-Aufsteiger aus Bruchköbel eine starke Leistung und lag lange in Führung, stand am Ende aber dennoch mit leeren Händen da – die SGB verlor nach dramatischer Schlussphase schließlich mit 23:25 (12:12).

Von Robert Giese

Dabei legten die Gäste in Bernburg gut los und führten rasch mit 3:0. Die Hausherren berappelten sich jedoch und glichen bis zur Mitte der ersten Hälfte wieder aus.

Auch dank Neuzugang Milos Kreckovic – SGB-Coach Oliver Hubbert bescheinigte dem Rechtsaußen, dem bei seinem Debüt im Trikot der Bruchköbeler drei Treffer gelangen, einen „guten Einstand“ – setzte sich die SGB bis fünf Minuten vor der Pause erneut auf drei Treffer ab und führte mit 11:8.Ruppige Partie„Bis dahin war es ein super Spiel von uns“, war Hubbert mit dem Auftritt seines Teams vollauf zufrieden, „viel stärker als in der Vorwoche in Groß-Bieberau“ hätte sich seine Mannschaft präsentiert. In der Abwehr stabil, in der Offensive gut durchstrukturiert und geduldig, hätten die Bruchköbeler die Hausherren zunächst gut im Griff gehabt. „Aber vor der Pause haben wir uns dann mit drei schnellen Ballverlusten um die Früchte dieser Arbeit gebracht.“ Anstatt mit einem Vorsprung in die Halbzeitpause zu gehen, mussten die Bruchköbeler bis zum Seitenwechsel noch den Ausgleich hinnehmen.

In einer ruppigen Partie besannen sich die Gäste nach Wiederanpfiff wieder auf ihre Stärken und konnten erneut davonziehen; beim 18:14 in der 43. Minute schien der zweite Auswärtssieg für die Bruchköbeler in greifbarer Nähe. Doch auch diese Führung gab die SGB wieder her – einerseits, weil der Bernburger Torwart nun immer besser hielt, andererseits, weil die „mit seltsamer Linie pfeifenden Schiedsrichter“ die Bruchköbeler im zweiten Durchgang „klar benachteiligten. Alle knappen Entscheidungen gingen gegen uns aus, zudem haben sie ihre Entscheidungen nie durch Handzeichen angezeigt und dadurch für zusätzliche Verwirrung gesorgt.“„In manchen Szenen müssen wir abgezockter sein“Außerdem handelten sich die Bruchköbeler im zweiten Durchgang einige „blöde Zeitstrafen ein, bei denen wir einfach cleverer agieren müssen“, ärgerte sich Hubbert. Ihre Überzahlsituationen nutzten die Bernburger nicht nur zum Ausgleich, sie gingen in der Schlussphase sogar in Führung. Kurz vor Abpfiff lag die SGB knapp hinten, ging aber mit nur einem Tor Rückstand und in doppelter Überzahl in die Schlussminute und hatte gute Chancen, zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. „Den entscheidenden Wurf haben wir frei aus sechs Metern leider verworfen“, so Hubbert zur entscheidenden Szene. Die Heimfahrt mussten die Bruchköbeler deshalb ohne Punkte im Gepäck antreten.

Hubbert fühlte sich nach Abpfiff zwiegespalten: „Auf der einen Seite haben wir sehr lange ein super Spiel abgeliefert, aber auf der anderen Seite ist es dann einfach sehr ärgerlich, wenn wir uns für so eine Leistung nicht belohnen.“ Knackpunkt sei die Phase kurz vor der Halbzeitpause gewesen, als seine Mannschaft ihre Führung leichtfertig verspielt habe. „Insgesamt war es heute zwar ein Schritt in die richtige Richtung, in manchen Szenen müssen wir einfach abgezockter sein. Einen Punkt hätten wir hier heute verdient gehabt.“

SG Bruchköbel:Iteb Bouali, Marius Sulzbach; Sebastian Dietrich, Fatih Günes, Jonas Heuer (1), Jannik Hoffmann (2), Maximilian Kraushaar (3), Milos Kreckovic (3), Michael Nath (2/1), Edi Pjanic, Tegaday Ramos-Nuez (1/1), Jonas Ulshöfer (4), Yannik Woiwod, Sergej Zutic (7) – Schiedsrichter:Beyer/Höhne – Siebenmeter:SVAB 5/4, SGB 3/2 – Zeitstrafen:SVAB 5, SGB 5 – Zuschauer:350

 

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