Der neue Rechtsaußen: Dennis Gerst kommt vom Ligarivalen TV Gelnhausen nach Hanau. Foto: Adrian

Hanau

3. Liga: Kai Best verlässt HSG - Dennis Gerst kommt

Handball. Drittligist HSG Hanau treibt seine Personalplanungen für die nächste Saison weiter voran, denn nach Kreisläufer Hannes Geist wird auch Rechtsaußen Kai Best nach dieser Spielzeit seine Handball-Karriere beenden. Für den 30-Jährigen haben die Hanauer in Dennis Gerst allerdings bereits einen Nachfolger gefunden.

Von Robert Giese

Aktuell steht der 23-Jährige noch in Diensten des Ligarivalen TV Gelnhausen, ab der nächsten Saison wird der Rechtsaußen wieder für die Hanauer auflaufen – Gerst spielte bereits in der A-Jugend für die HSG.

Best hingegen wird ab dem Sommer seine Handballschuhe an den Nagel hängen und sich anderen Hobbies widmen – vorrangig Marathon, Triathlon und Tennis. Der 30-Jährige, der in der Saison 2015/16 zur HSG kam und mit den Hanauern erst die Oberliga-Meisterschaft und im Jahr darauf den Klassenerhalt in der 3. Liga Ost feierte, wird Hanau nach eigener Aussage in guter Erinnerung behalten. „Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Hanau mit außergewöhnlichen Teamkollegen“, blickt Best auf seine nunmehr fast drei Jahre bei den Grimmstädtern zurück.

Best wird als Zuschauer erhalten bleibenBesonders die Stimmung bei den Heimspielen werde dem Rechtsaußen nachhaltig im Gedächtnis bleiben. „Wie die Fans mitgehen, wie sich der Blaue Block und der gesamte Verein entwickeln, das ist schon toll“, merkt der 30-Jährige an. Im Blauen Block bei den Hanauer Fans wird sich Best in Zukunft auch bei dem ein oder anderen Heimspiel blicken lassen – und zwar nicht nur aus Verbundenheit zum Verein, sondern auch, weil sein WG-Mitbewohner Benedikt Müller ab der kommenden Saison das Tor der Hanauer hütet.

Bests Nachfolger Gerst ist in der Brüder-Grimm-Stadt kein Unbekannter, denn einerseits ist sein Vater Thomas Betreuer bei der HSG, andererseits lief er in der A-Jugend bereits für die Hanauer auf und spielte dort mit Yaron Pillmann, Marc Strohl und Jan-Eric Ritter zusammen, die ab dem Sommer erneut seine Teamkollegen sind.

Das Gesamtpaket habe gestimmtDie zahlreichen Verbindungen zu den Spielern, aber auch zu Trainer Patrick Beer hätten für ihn eine wichtige Rolle bei der Entscheidung gespielt, nach Hanau zu wechseln, letztendlich habe das Gesamtpaket gestimmt. „Ich hatte super Gespräche mit den Verantwortlichen der HSG und sehe in Hanau eine tolle Perspektive, daher ist das für mich die optimale Option“, so der 23-Jährige. Bis zum Saisonende will der Linkshänder aber alles dafür tun, um mit dem TV Gelnhausen die Klasse zu halten – und dann in der nächsten Spielzeit mit seinem neuen Verein gegen seine alten Teamkollegen anzutreten.

Die Hanauer hatten den Linkshänder schon länger auf dem Zettel und sind froh, dass Gerst ab dem Sommer wieder das HSG-Trikot trägt. „Er ist unglaublich schnell, was ihn gerade beim Tempo-Gegenstoß gefährlich macht, zudem ist er sehr wurfsicher“, zählt HSG-Coach Patrick Beer die Stärken seines neuen Rechtsaußen auf. Mit seinen 23 Jahren sei er zudem ein „Mann für die Zukunft. Er hat viel Potenzial und eine ausgezeichnete Perspektive“, betont Beer. Da Gerst bereits viele seiner zukünftigen Mitspieler kenne, könne er rasch ins Team integriert werden: „Er wird nicht lange brauchen, um sich bei uns einzugewöhnen“, ist der Hanauer Trainer überzeugt.

Das könnte Sie auch interessieren