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3. Liga: Auswärtsstarke HSG Hanau bei heimstarken Gelnhäusern

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Die mannschaftliche Geschlossenheit stimmt bei der HSG Hanau. Gemeinsam wollen Jan-Eric Ritter (links) und seine Teamkollegen auch beim Ex-Verein von Dennis Gerst (vorne), dem TV Gelnhausen, punkten. Archivfoto: TAP
Die mannschaftliche Geschlossenheit stimmt bei der HSG Hanau. Gemeinsam wollen Jan-Eric Ritter (links) und seine Teamkollegen auch beim Ex-Verein von Dennis Gerst (vorne), dem TV Gelnhausen, punkten. Archivfoto: TAP

Handball. Fünf Punkte hat die HSG Hanau aus den vergangenen drei Spielen gesammelt und sich damit auf den fünften Platz der 3. Liga Ost hochgearbeitet, diese kleine Serie soll sich auch am morgigen Samstag ab 19.30 Uhr in Gelnhausen fortsetzen.

Von Robert Giese

Dort erwartet die Hanauer allerdings nicht nur eine intensive Derby-Atmosphäre, sondern auch ein Gegner, der dem Team von Patrick Beer alles abverlangen wird – davon ist zumindest der HSG-Spielmacher Jan-Eric Ritter überzeugt. „Das Spiel wird Spitz auf Knopf stehen“, vermutet der Mittelmann der Hanauer, er erwartet also ein bis zur letzten Minute spannendes, umkämpftes Duell mit dem Lokalrivalen, „mit dem besseren Ende für uns“, wie Ritter betont.

Bei den heimstarken Gelnhäusern muss die HSG allerdings erst einmal bestehen, was angesichts einer „sicherlich vollen Halle und tollen Atmosphäre“ allerdings alles andere als selbstverständlich sein dürfte. Nach einer starken Hinrunde wartet der TVG in diesem Jahr jedoch noch auf seinen ersten Sieg – nach der Winterpause holten die Gelnhäuser erst zwei Unentschieden.

Offensiv mit viel Durchschlagskraft

Diese Bilanz und die eigene Erfolgsserie dürfte dem Tabellenfünften ebenso in die Karten spielen wie der Umstand, dass die HSG sich inzwischen auch auswärts zu einem respektablen Gegner gemausert hat. Gab es einst Zeiten, in denen die HSG Hanau ein gerngesehener Gast in den Hallen der anderen Drittligisten war, so hat sich dieses Bild in dieser Saison drastisch geändert: Neun Zähler haben die Hanauer in der Ferne schon geholt und sind damit das sechstbeste Auswärtsteam der Liga. In diesem Jahr punktete die HSG in Nieder-Roden und gewann in Schwetzingen, weshalb Ritter zuversichtlich ist, dass sich sein Team auch in Gelnhausen gut verkaufen wird.

Dazu müsse aber die gute, über Jahre eingespielte 6:0-Deckung des TVG erfolgreich auseinandergezogen werden. „Seitdem Björn Pape wieder fit ist, haben sie da einen zusätzlichen wichtigen Baustein zurück“, spielt Ritter auf die Rückkehr des Gelnhäuser Kreisläufers nach dessen Verletzungspause an. Mit 26 Treffern gegen Oftersheim/Schwetzingen und 30 Toren gegen Baunatal habe die Hanauer Offensive aber zumindest in den vergangenen Spielen gezeigt, dass sie offensiv über eine Menge Durchschlagskraft verfüge.

Gelnhäuser Stammtorwart verletzt

„Uns hat zuletzt ausgezeichnet, dass wir unsere Angriffe geduldig ausgespielt und konzentriert abgeschlossen haben“, zeigt sich Ritter zufrieden mit den jüngsten Auftritten seines Teams, auch die Chancenverwertung sei sehr gut gewesen. Wenn die HSG daran in Gelnhausen anschließen könne, sei das ein großer Vorteil, denn damit könnten die Hanauer das Tempospiel des TVG weitgehend ausschalten. „Sie haben ihr Umschaltspiel im Vergleich zur Vorsaison wirklich sehr verbessert, deshalb müssen wir unsere Chancen gut ausspielen“, warnt der Hanauer Spielmacher, „zudem brauchen wir selbstverständlich ein gutes Rückzugsverhalten.“

Dass bei den Gelnhäusern Stammtorwart Julian Lahme verletzt ausfällt, könnte sich als weiterer Vorteil für die HSG erweisen. „Er ist ein extrem erfahrener Torhüter, der schon viele hitzige Spiele hinter sich hat und Gelnhausen sicher fehlen wird“, glaubt Ritter, gleichzeitig betont der Mittelmann aber auch, „dass bei ihnen dann sicher andere Spieler in die Bresche springen werden. Wir dürfen nicht denken, dass es leichter wird, nur weil Julian Lahme nicht dabei ist. Genau wie bei uns sind in Gelnhausen alle heiß aufs Derby.“

Personell gut aufgestellt

In der eigenen Mannschaft setzt Ritter auch am Samstag auf eine ähnlich gute Torwartleistung wie zuletzt, schließlich hätten Benedikt Müller und Sebastian Schermuly „uns in den vergangenen Spielen sehr geholfen“; bei den beiden Hanauer Schlussmännern könne sich die Mannschaft daher für die guten Ergebnisse der jüngsten Zeit bedanken.

Personell ist die HSG Hanau für das Derby gut aufgestellt, denn auch Michael Hemmer, der gegen Baunatal bereits wieder auf der Bank saß, dürfte wieder einsatzfähig sein und im Rückraum eine zusätzliche Option sein.

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