Bastian Schwarz konnte sich über den ersten Auswärtssieg der SG Bruchköbel freuen - und über seine sieben Tore. Archivfoto: TAP.

Bruchköbel

3. Liga: Auswärtssieg zur rechten Zeit

Handball. Genau zum richtigen Zeitpunkt hat die SG Bruchköbel in der 3. Liga Ost ihren ersten Auswärtssieg gefeiert - und knapp beim direkten Konkurrenten HSC Coburg II gewonnen. Erfolgsgarant beim 28:26 (14:10)-Auswärtssieg war die rechte Angriffsseite der SGB.

Von Robert Giese

Neunmal Milos Kreckovic, siebenmal Bastian Schwarz - die Bilanz der rechten Angriffsseite der Bruchköbeler konnte sich wirklich sehen lassen. "Die beiden haben super gespielt und waren unsere Matchwinner", war Kazimir Balentovic, der Sportliche Leiter der SGB, daher voll des Lobes über die beiden Linkshänder.

Dass die Bruchköbeler sich vor nur 100 Zuschauern in Coburg rasch einen komfortablen Vorsprung herausspielten, lag aber nicht allein an der Treffsicherheit von Kreckovic und Schwarz. Im ersten Durchgang war es vor allem die ungemein stabile 6:0-Abwehr der SGB und der gut aufgelegte Mike Bätz zwischen den Pfosten, die Bruchköbel in Front brachten. "Edi Pjanic und Dennis Weit haben das im Mittelblock sehr gut gemacht", freute sich Balentovic, dass sein Team nach gut 20 Spielminuten erst fünf Gegentore hatte hinnehmen müssen.

Im Angriff lief beim bisherigen Tabellenletzten ebenfalls vieles rund: "Jonas Ulshöfer hat glänzend Regie geführt", betonte Balentovic; zwar kam der Spielmacher der Bruchköbeler selbst nur auf zwei Treffer, der Mittelmann setzte seine Nebenleute aber mustergültig in Szene. Davon profitierte vor allem Schwarz, der gerade in den kritischen Phasen immer in der Lage war, mit einem Tor für mehr Sicherheit zu sorgen.

Völlig sicher war der Auswärtssieg der Bruchköbeler aber noch lange nicht - trotz 14:10-Pausenführung und trotz eines Sechs-Tore-Vorsprungs eine Viertelstunde vor Schluss. Coburg bot noch einmal alles auf, nahm Ulshöfer und Weit in Manndeckung und hatte in Andreas Wolf einen überragenden Shooter, der auch von weit jenseits der Neunmeterlinie viel Torgefahr ausstrahlte und der 6:0-Deckung der SGB mächtig zusetzte; zehn seiner elf Treffer erzielte der Coburger Torjäger in der zweiten Hälfte.

In den Schlussminuten kam es daher noch einmal zu einem richtigen Krimi, denn die Bruchköbeler gingen mit einem hauchdünnen Zwei-Tore-Vorsprung auf die Zielgerade - und mussten nach einer Zeitstrafe gegen Pjanic die letzten 90 Sekunden mit fünf Feldspielern bestreiten. Coburg konnte aus der Überzahl allerdings kein Kapital schlagen und musste wenig später auch eine Zweiminutenstrafe quittieren.

In Gleichzahl ging es für die beiden Kellerkinder also in die Schlussminute, und ebenso gleichmäßig verteilten sich auch die vier Treffer, die in den letzten 60 Sekunden des Spiels noch fielen: Bruchköbel erzielte zwei, Coburg ebenfalls, und am Ende konnten sich deshalb die Gäste über den ersten Auswärtssieg freuen - und darüber, dass sie auch den direkten Vergleich mit den Oberfranken für sich entscheiden konnten. Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison verlässt die SGB vorerst den letzten Tabellenplatz, steht aber weiter mitten in der Abstiegszone.

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Marius Sulzbach; Sebastian Dietrich (1), Aydin Günes (3), Joshua Kraus, Milos Kreckovic (9/4), Max Panther (3), Edi Pjanic, Bastian Schwarz (7), Jonas Ulshöfer (2), Dennis Weit (3), Sergej Zutic.Schiedsrichter: Pusch/WeißeSiebenmeter:HSC II 6/4, SGB 4/4Zeitstrafen: HSC II 4, SGB 5Zuschauer: 100.

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