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Leitwolf Strohl gibt der HSG Hanau sein Ja-Wort: Abwehrkante verlängert seinen Vertrag

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Von: Robert Giese, Thorsten Jung

Haut sich weiter für Hanau rein: Marc Strohl (hier im Spiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen) soll die jungen Spieler führen.
Haut sich weiter für Hanau rein: Marc Strohl (hier im Spiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen) soll die jungen Spieler führen. © Scheiber/Göbel

Mit Yaron Pillmann, Sebastian Schermuly und Marius Brüggemann hat Handball-Drittligist HSG Hanau nach dem Ende der vergangenen Saison drei absolute Führungsspieler verloren. Umso erleichterter sind die Verantwortlichen über die Vertragsverlängerung von Abwehr- und Rückraumspieler Marc Strohl.

Hanau –„Als Verein und Mannschaft sind wir über den Verbleib von Marc natürlich sehr glücklich. Als Leader und erfahrener Spieler wird er die junge Mannschaft nach vorne bringen und an die 3. Liga heranführen“, meinte Hannes Geist. Der Hanauer Coach freut sich auf Strohls „ Härte im Mittelblock und auf eine weitere gemeinsame Saison“.

Der 28-Jährige selbst ist gespannt auf die kommende Saison: „Als neues und junges Team weiß keiner genau, wo wir stehen werden und auch für den Gegner wird es schwierig sein, sich auf uns einzustellen, das macht das ganze sehr spannend. Er habe große Lust weiterzumachen und möchte „den jungen Spielern etwas weitergeben“.

Genau diese Anforderung stellt der Sportlichen Leiter Reiner Kegelmann an Strohl: „Als Leitwolf erhoffen wir uns, dass er die jungen Spieler heranführt und sie bestens vorbereitet.“ Der Rückraumspieler sei eine feste Größe im Verein und gar nicht wegzudenken. „Nach der letzten Saison, in der er häufig angeschlagen war, ist er nun wieder fit und kann wieder voll angreifen“, sagte Kegelmann. Das zeigte Strohl auch beim dritten Spiel in der Vorbereitung auf die neue Drittliga-Saison, das Hanauer jüngst mit 26:22 gegen die HSG Bieberau-Modau gewannen.

Gegen den langjährigen Ligarivalen, der in der kommenden Saison in der Oberliga neu angreifen will, kamen Strohl & Co. gut ins Spiel, gerieten nach einer Viertelstunde aber allmählich ins Hintertreffen. „Wir haben uns zu viele Fehler geleistet und den Faden verloren“, so Geist zum zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand seines Teams - das sei aber der hohen Belastung in den vergangenen Trainingseinheiten geschuldet. Hanau ließ sich jedoch nicht abschütteln und hatte zur Pause auf 11:13 verkürzt.

Nach dem Seitenwechsel stieg die Fehlerquote beim Drittligisten, der viel ausprobierte - neben der 6:0-Deckung probierte Hanau zum Beispiel auch eine 5:1-Abwehr aus - aber wieder an, sodass die „Falken“ aus dem Odenwald erneut auf vier Tore davonzogen.

Mit fünf Treffern in Folge kämpften sich die Grimmstädter jedoch zurück in die Partie, in den Schlussminuten konnte Bieberau-Modau schließlich nicht mehr mithalten und Geists Team setzte sich mit 26:22 durch. Strohl hatte drei Tore geworfen, am erfolgreichsten war Jan-Eric Ritter, der sechsmal traf - davon fünfmal von der Siebenmeterlinie.

„In der Abwehr war das heute erneut richtig gut, vorne haben wir noch Verbesserungspotenzial und müssen mehr auf den Punkt spielen“, meinte dieser nach dem Abpfiff, für den aktuellen Stand der Vorbereitung war der Trainer der Hanauer aber zufrieden. Für die Spieler steht jetzt eine zehntägige „aktive Pause“ auf dem Programm, ehe der Drittligist in die zweite Vorbereitungsphase startet.

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