Wollen in den Rhythmus kommen: Die White Wings um Spielmacher Niklas Krause (beim Korbleger gegen Speyer) treffen heute auf Karlsruhe. „Die Chancen auf den ersten Heimsieg stehen gut“, meint Geschäftsführer Lübeck.
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Wollen in den Rhythmus kommen: Die White Wings um Spielmacher Niklas Krause (beim Korbleger gegen Speyer) treffen heute auf Karlsruhe. „Die Chancen auf den ersten Heimsieg stehen gut“, meint Geschäftsführer Lübeck.

PRO B

Langsam spielen liegt White Wings Hanau nicht: Im Heimspiel Dampf machen

  • Jörn Polzin
    VonJörn Polzin
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Sebastian Lübeck ist zum Scherzen aufgelegt: „Ausgeruhter kann eine Mannschaft kaum sein“, sagt der Geschäftsführer der Hanau White Wings mit Blick auf die längere Spielpause und das anstehende Nachholspiel heute (19 Uhr) gegen Karlsruhe. Seit der Partie gegen Speyer sind mehr als zwei Wochen vergangen. 17 Tage, an denen sich die Drittliga-Basketballer freilich nicht auf die faule Haut legten, sondern im Training arbeiteten.

Hanau – Schließlich gab es nach dem missglückten 59:72-Heimdebüt einiges aufzuarbeiten.

„Wir müssen mehr Wettkampfcharakter zeigen“, fordert Trainer Kamil Piechucki. Sicher kein leichtes Unterfangen nach zwei längeren Pausen und nur zwei absolvierten Partien. „Es wird jetzt Zeit, in einen Rhythmus zu kommen“, meint auch Lübeck. Hilfreich dabei: Die White Wings sind bislang vom Verletzungspech verschont geblieben, können in Bestbesetzung antreten. Dass die Hanauer drei, vier Spiele weniger absolviert haben als die Konkurrenz – auch Gegner Karlsruhe – und in der Tabelle ganz hinten stehen, sieht der Geschäftsführer gelassen: „Mit eins, zwei Siegen ist man wieder voll dabei. Das haben wir auch in der vergangenen Saison gesehen.“

Da verloren die von Corona gebeutelten Hanauer die ersten fünf Begegnungen, um dann durchzustarten. Eine solche Negativserie soll diesmal vermieden werden. Für das erste Erfolgserlebnis braucht es aber eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Speyer-Spiel, als noch reichlich Sand im Getriebe war. Dies ist auch Lübeck nicht entgangen, der die Niederlage vor allem der anfänglichen Nervosität zuschreibt. „Gerade den jungen Spielern hat man das bei ihrer Heimpremiere vor Zuschauern deutlich angemerkt. Sie müssen noch lernen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Dann stehen die Chancen gut.“

Neuzugängen fehlt noch etwas die Bindung

Um für mehr Sicherheit und Stabilität zu sorgen, hätten die White Wings gerne Testspiele bestritten, was sich im Ligabetrieb jedoch nicht realisieren ließ. So sei es auch nicht verwunderlich, dass Zugängen wie Center Victor Demetrio noch etwas die Bindung fehlt. „Er hat sich aber gut integriert. Jetzt geht es darum, regelmäßiger zu spielen“, meint Lübeck.

Und einen Gegner zu bezwingen, der ebenfalls nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Nach dem Auftaktsieg kassierten die Karlsruher vier Niederlagen in Serie und belegen den zehnten Platz. Auch in der vergangenen Saison lieferten sich beide Teams manch heißes Duell -in der Hauptrunde und den Play-offs. Piechucki will den missglückten Start des Gegners nicht überbewerten. „Sie sind ein deutlich besseres Team, als es ihre aktuelle Statistik vermuten lässt“, betont Hanaus Coach.

Das liegt vor allem an Rouven Roessler. Trotz seiner 40 Jahre ist der Routinier noch topfit und derzeit drittbester Scorer der Liga mit satten 21,8 Punkten pro Spiel. Auch der US-Amerikaner Richaud Gittens hat voll eingeschlagen, steuert im Schnitt 14 Punkte und fünf Assists bei.

„Wir müssen schneller spielen“, sagt Piechucki. „Wir sind eine Mannschaft, die es sich nicht erlauben darf, das Spiel langsam zu machen.“ Einer, der das Hanauer Spiel gern schneller gemacht hat, wird von außen die Daumen drücken. Der langjährige Kapitän Till-Joscha Jönke, der vor der Saison nach Tübingen (Pro A) wechselte, wird heute offiziell verabschiedet. (Von Jörn Polzin)

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