Umkämpfte Partie: Dörnigheims Torhüter Christian Marggraf und sein Teamkollege Hicham Abdessadki (von links) versuchen den Ball gegen den Hanauer Tim Benedict Fließ aus der Gefahrenzone zu bringen. Foto: TAP

Region Hanau

Kreispokal: FC Hanau 93 steht im Halbfinale gegen Stadtrivalen

Fußball. Der FC Hanau 93 hat sich gestern Abend an der Dicken Buche mit 3:0 (0:0) gegen Gastgeber Germania Dörnigheim durchgesetzt. Im Halbfinale des Hanauer Kreispokals kommt es somit zur Wiederauflage des letztjährigen Endspiels gegen den SC 1960 Hanau.

Von Gert Bechert

Die Gäste warteten bei der Mannschaftsaufstellung mit einer Überraschung auf. Erstmals seit August vergangenen Jahres stand Ervin Skela wieder in der Anfangsformation. „Ervin steht uns noch bis zum Rundenschluss zur Verfügung“, informierte Hanaus Sportchef Giovanni Fallacara.

Doch auch der 42 Jahre alte Ex-Profi konnte keine Wunderdinge vollbringen. Dafür standen die Gastgeber zu kompakt in der Abwehr. Der frischgebackene Meister der Kreisoberliga verlegte sich aber keinesfalls auf stures Verteidigen. Vielmehr tauchte die Germania immer wieder gefährlich vor dem Gästetor auf. So in der achten Minute, als Torwart Jens Westenberger einen Schuss von Alexander Turan mit den Fingerspitzen noch über die Latte lenkte.

Die erste nennenswerte Chance der 93er bot sich Ilker Bicakci in der 16. Minute. Germania-Keeper Christian Marggraf lenkte seinen 20-Meterschuss noch um den Pfosten. Auch in der Folge kamen die 200 Zuschauer voll auf ihre Kosten, woran die Hausherren maßgeblichen Anteil hatten. Im Mittelfeld zogen Spielertrainer Hicham Abdessadki und Mimoun Attanin die Fäden, vorne lauerten Emanuel Becker und Turan auf Konter-chancen. So in der 19. Minute als Becker Vincent Borack bediente, dieser aber genau auf Westenberger zielte. Nur sechs Minuten später legte auf der Gegenseite Khaibar Amani per Brust für Patrick Gischewski auf, der aber knapp das Tor verfehlte.

Nur zwei Zeigerumdrehun-gen später hatte Becker (27.) das 1:0 vor Augen. Sein Kopfball missglückte jedoch total und ging weit über das Gästetor. Eine ähnlich hundertprozentige Chance versiebte Amani nach 35 Minuten, als er frei vor Marggraf vorbeischoss.

Der afghanische Nationalspieler stand auch bei den nächsten Szenen im Mittelpunkt. Zunächst flog sein Kopfball über das Tor (38.), dann kratzte Daniel Hofmann (43.) das Leder noch von der Linie. „Dörnigheim ist der erwartet schwere Gegner, obwohl wir gut unterwegs sind. Bei uns kommt zu wenig über links“, meinte Hanaus Sportchef Fallacara in der Halbzeitpause.

Der angesprochene Ahmad Raafat schien sich die indirekte Kritik seines Sportchefs zu Herzen genommen zu haben. In der 56. Minute flankte er maßgerecht auf Kahraman Damar, gegen dessen Kopf-ball Marggraf machtlos war. Obwohl Dörnigheim nie auf-gab, waren die 93er jetzt spielbestimmend. Amani machte in der 72. Minute alles klar, als er im Nachschuss auf 2:0 erhöhte. Fünf Minuten später traf er den Pfosten, den Abpraller setzte der eingewechselte Feta Suljic ebenfalls ans Aluminium. Den Endstand markierte Bicakci (85.), unmittelbar danach sah Hofmann wegen Meckerns Gelb-Rot.

„Wir haben den Zuschauern etwas geboten, auch wenn es am Ende nicht reichte“, zog Germania-Pressewart Josef Büffel trotz der Niederlage eine positive Bilanz.

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