Keine Tore in der regulären Spielzeit: So musste sowohl beim Duell der SG Bruchköbel gegen den FSV Bischofsheim (im Duell links Bruchköbels Julian Quantz gegen FSV-Spieler Adnan Sejdovic) als auch bei Marköbel gegen 1960 Hanau zunächst in die Verlängerung und dann sogar ins Elfmeterschießen gegangen werden. Foto: TAP

Region Hanau

Kreispokal: SG Bruchköbel setzt sich gegen Bischofsheim durch

Fußball. Die beiden Viertelfinalspiele am Mittwochabend im Kreispokal sind erst im Elfmeterschießen entschieden worden, nachdem es jeweils 0:0 nach Verlängerung gestanden hatte. Die SG Bruchköbel setzte sich 4:2 gegen den FSV Bischofsheim durch, mit einem 4:3 im Elfmeterschießen zwang 1960 Hanau die SG Marköbel in die Knie.

Von Gert Bechert

SG Bruchköbel – FSV Bischofsheim 4:2 (0:0, 0:0) n.E.:Die Gäste fanden überraschend gut ins Spiel. Die ersten zehn Minuten gingen an die „Frösche“, die aber aus ihrer Überlegenheit kein Kapital schlagen konnten. Nach einer Viertelstunde wendete sich langsam das Blatt. Bruchköbel übernahm die Initiative und kam zu mehreren guten Chancen. In der 18. Minute prüfte Felix Tugend FSV-Keeper Jan Büthe, der den 18-Meter-Freistoß zur Ecke lenken konnte. Sechs Minuten später stand Büthe erneut im Blickpunkt, als er einen 20-Meter-Knaller von Tobias Kühn parierte. Dann hatte Fatih Özkan (26./35.) die Führung vor Augen, zielte aber jeweils knapp drüber. Die beste Bischofsheimer Chance besaß Stefano Amore (38.), der nach gekonntem Doppelpass das Tor knapp verfehlte.

„Das zieht sich wie ein roter Faden schon durch die ganze Saison. Unser Manko ist die schwache Torausbeute“, meinte SGB-Abteilungsleiter Oliver Gust in der Halbzeitpause. Daran sollte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts ändern. Dorian Ahouandjinou (52.) und Kühn (58.) versiebten weitere gute Möglichkeiten. Auch die Hereinnahme von Stammkeeper Yannik Dauth (84.) als weiteren Angreifer brachte bis zum Ablauf der regulären Spielzeit nicht den erhofften Erfolg.

In der Verlängerung gab es nur noch einen Aufreger, als ein Abstaubertor von Dauth zu recht nicht anerkannt wurde. Im Elfmeterschießen traf Ogün Arslan zum entscheidenden 4:2 und öffnete der SGB die Tür ins Halbfinale.

SG Marköbel – SC 1960 Hanau 3:4 (0:0, 0:0) n.E.:Die Hammersbacher erwiesen sich als der erwartet knorrige Gegner. Die Gastgeber erzwangen auf dem ungeliebten Hartplatz im ersten Durchgang einen offenen Spielverlauf und besaßen die besseren Chancen. So in der sechsten Minute, als Michael Kuhl einen Freistoß verlängerte, Can Kayalar am langen Pfosten aber nicht mehr ans Leder kam. Die Gäste waren zwar um Spielkontrolle bemüht, wirkten in der Offensive aber recht harmlos.

Nachdem Johannes Maisch (26.) und Kayalar (27.) scheiterten, bot sich auf der Gegenseite Torjäger Baris Özdemir (31.) die erste gute Gelegenheit des Verbandsligisten, sein Schuss ging jedoch am langen Pfosten vorbei. Wenig später war Özcan Aydin (39.) durch, versemmelte aber die Großchance. Mit dem Halbzeitpfiff zwang Maisch (45.) mit einem Freistoß HSC-Keeper Janis Pellowski zu einer tollen Parade.

Auch im zweiten Durchgang erwies sich Marköbel als hartnäckiger Gegner. Beiden Teams boten sich mehrere gute Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. Ab der 72. Minute spielten die Gäste in Unterzahl. Aydin handelte sich nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte ein. Trotzdem war der HSC in der regulären Spielzeit dem Sieg näher, doch Özdemir (84./88.) vergab zwei gute Chancen.

In der Verlängerung hielt der Marköbeler Abwehrriegel. Glück hatten die Gastgeber, als Torwart Sticher einen Aydilek-Freistoß (95.) noch an die Latte lenkte. Im Elfmeterschießen wurde Andre Naumann zum großen Pechvogel, als er bei einer 4:3-Führung der Gäste seinen Strafstoß verschoss.

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