Knappe Kiste: David Klimas (Nummer 18) und Germania Niederrodenbach haben eine Zwei-Tore-Führung gegen Karim Hinz und Eintracht Oberrodenbach nicht über die Zeit retten können. Foto: Roland Adrian

Fußball

Kreisoberliga: Spätes Glück für Eintracht Oberrodenbach

Fußball. Mit zwei späten Treffern in der Nachspielzeit hat sich Eintracht Oberrodenbach im Derby gegen Germania Niederrodenbach einen schmeichelhaften Punkt erkämpft. Ein bitteres Ergebnis für die Germania, die die Partie über weite Strecken im Griff hatte, am Ende aber nur mit einem Punkt die kurze Heimreise antrat.

Von David Lindenfeld

Im Spitzenspiel zwischen dem Tabellenersten und dem Zweiten trennten sich Kesselstadt und Bischofsheim 1:1. Zu den Verfolgern gehören weiterhin der FC Hanau 93 II, der beim SV Oberdorfelden 7:0 gewann, und der FC Eintracht Oberissigheim, der den FC Erlensee II souverän mit 3:0 bezwang. Fünfter bleibt die Spvgg. Roßdorf, die bei Safakspor Hanau mit 3:0 erfolgreich war.

Eintracht Oberrodenbach – Germania Niederrodenbach 3:3 (1:2)

Vor 310 Zuschauern war es die Germania, die nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zweimal mit einem ähnlichen Spielzug erfolgreich war: Der erste Treffer nach einer Flanke von der linken Seite gelang Tobias Kühn (13.). In der 15. Minute markierte der freistehende Dejan Gesch per Kopf nach einer weiteren Hereingabe das 2:0. Mit der Führung im Rücken übernahm Niederrodenbach die Spielkontrolle und ließ im Anschluss wenig zu. „Wir haben relativ wenige Chancen produziert. Die Germania hat gut gestanden“, so Eintracht-Coach Andreas Jäger.

Der Anschlusstreffer für sein Team fiel deshalb per Zufallsprodukt: Germania-Keeper Ken Eichholzer faustete eine Flanke unglücklich an den Rücken von David Klimas, von wo aus der Ball ins eigene Tor sprang (34.). Auch nach dem sehenswerten Traumtor per Volley aus 20 Metern von Marco Veit (47.) zum 3:1 änderte sich am Spiel kaum etwas.

Die Germania verteidigte den Vorsprung clever, Oberrodenbach tat sich schwer – bis zur Nachspielzeit, in der zunächst Colin Pollard den Anschluss erzielte (90.+2), ehe Ronny Barthelmie mit der letzten Aktion nach einem langen Ball und einer unüberschaubaren Situation im Strafraum der Gäste der glückliche Ausgleichstreffer gelang.

Tore: 1:0 Kühn (13.), 2:0 Gesch (15.), 2:1 Klimas (34./ET), 3:1 Veit (47.), 3:2 Pollard (90.+2), 3:3 Barthelmie (90.+5)Schiedsrichter: Karaliov (Altenstadt)Zuschauer: 310Beste Spieler: Pollard, Schilling/Klimas, Goldmann

VfR Kesselstadt – FSV Bischofsheim 1:1 (1:1)

Kein Sieger im Topspiel, das abgesehen von drei guten Möglichkeiten auf beiden Seiten kaum Höhepunkte im Strafraum zu bieten hatte. Beide Teams verteidigten gut und ließen in einer umkämpften, aber fairen Partie kaum etwas zu. Der ehemalige Kesselstädter Haris Sejdovic hatte den FSV mit einem Nachschuss aus kurzer Distanz nach einer Ecke in Führung gebracht (15.). Der Ausgleich folgte acht Minuten später durch Semir Agovic (23.), nachdem der VfR das Mittelfeld über mehrere Stationen schnell überbrückt hatte. „Das 1:1 geht völlig in Ordnung, weil Bischofsheim sehr diszipliniert gestanden hat“, sagte Kesselstadts Spre-cher Edo Selimovic.

Tore: 0:1 Sejdovic (15.), 1:1 Agovic (23.)Schiedsrichter: Günday (Aschaffenburg)Zuschauer: 130Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

Eintracht Oberissigheim – FC Erlensee II 3:0 (1:0)

Die Hausherren gingen in der 38. Minute mit ihrer ersten Möglichkeiten in Führung: Bujar Kciku setzte sich auf der Außenbahn stark durch und schloss ins kurze Eck ab. Erst nach gut einer Stunde erzielte Kevin Schwarzer nach einem schönen Oberissigheimer Spielzug und einer maßgenauen Flanke von Konstantin Büdinger per Kopf das 2:0. Rund 25 Minuten später war auch sein Bruder Mirco Schwarzer mit einem Kopfball nach einer Ecke erfolgreich (85.). „Das war sehr souverän von uns. Wir hatten den Gegner gut im Griff, sodass von Erlensee offensiv fast gar nichts kam“, sagte Eintracht-Sprecher Michael Bellack, der von einem „nie gefährdeten“ Sieg sprach.

Tore: 1:0 Kciku (38.), 2:0 K. Schwarzer (61.), 3:0 M. Schwarzer (85.)Schiedsrichter: Schmidthals (Friedberg)Zuschauer: 50Beste Spieler: Kciku/geschlossene Mannschaftsleistung

SV Oberdorfelden – FC Hanau 93 II 0:7 (0:2)

„Am Anfang haben wir fünf oder sechs Minuten geschlafen, da ist der Gegner zu Möglichkeiten gekommen. Danach war es Einbahnstraßenfußball“, sagte Gäste-Coach Burim Gashi. Pascal Koch (17. und 30.) und Ahmad Raafat (20.) schossen den Hanauern einen komfortablen 3:0-Vorsprung vor der Pause heraus, den die Gäste nach dem Seitenwechsel auf dem laut Gashi „schwer zu bespielenden Platz“ noch ausbauten. „Das Ergebnis hätte auch höher ausfallen können“, sagte Hanaus Trainer.

Tore: 0:1 Pascal Koch (17.), 0:2 Raafat (20.), 0:3 Pascal Koch (30.), 0:4 El Kaddouri (64.), 0:5 und 0:6 Onur Bulut (68. und 72.), 0:7 Raafat (90.)Schiedsrichter: Beacon (Kronberg)Zuschauer: 50Beste Spieler: beide geschlossen

FC Hochstadt – SV Wolfgang 1:1 (0:0)

In der ersten halben Stunde kam von den Gästen nur wenig. „Der Gegner hat tief gestanden und im ersten Durchgang keine zwingenden Möglichkeiten gehabt. Erst in der zweiten Halbzeit sind die Gäste besser ins Spiel gekommen“, sagte Hochstadts Vereinsvorsitzender Manfred Maier, dessen Mannschaft in Hälfte eins durch Gierrino Fangacci (15.) die beste Chance liegen ließ.

Obwohl der SVW nach der Pause besser im Spiel war, hatte der FCH weiterhin die gefährlicheren Möglichkeiten: Der eingewechselte Cihan Deger scheiterte zweimal am stark reagierenden SVW-Keeper Christopher Jaburek. Auf der Gegenseite musste auch Hochstadts Torwart Dioart Rama mehrmals eingreifen, der dann in der 81. Minute geschlagen war, als der freistehende Kevin Schwarz für Wolfgang eine Flanke ins Tor köpfte. Fünf Minuten später erzielte Hochstadt den verdienten Ausgleich durch Diego Krapf Alvaraz.

Tore: 0:1 Schwarz (81.), 1:1 Krapf Alvarez (86.)Schiedsrichter: Liebrenz (Breuberg)Zuschauer: 20Beste Spieler: TW Rama/TW Jaburek

Safakspor Hanau – Spvgg. Roßdorf 0:3 (0:2)

„Da bei uns acht Spieler mitten in der Saison aufgehört haben, ist das immer so eine Sache, wer sonntags da ist. Heute hatten wir wieder die erste Elf“, erklärte Safakspors Sprecher Kenan Argal. Gereicht hat das trotzdem nicht, um gegen die defensiv gut geordneten Roßdorfer etwas Zählbares mitzunehmen. Kevin Schlörb profitierte schon in der 20. Minute von einem katastrophalen Fehlpass in der Hintermannschaft der Hausherren und schob zum 1:0 ein. Auch dem 2:0 durch Emir Draganovic war ein Abwehrfehler der Hanauer vorausgegangen, die sich im zweiten Durchgang weiter bemühten, gegen die Defensive der Gäste jedoch kaum Mittel fanden. Mike Neufeld sorgte in der 70. Minute nach einem Angriff über die linke Seite für den 3:0-Endstand.

Tore: 0:1 Schlörb (20.), 0:2 Draganovic (35.), 0:3 Neufeld (70.)Schiedsrichter: Kilic (Dietzenbach)Zuschauer: 40Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

KSV Langen-Bergheim – Rot Weiß Großauheim 4:3 (3:3)

Nach einer turbulenten ersten Halbzeit, in der Großauheim durch Marcel Bernecker (10. und 45.) und Steffen Öler (17.) mit drei Schüssen drei Tore erzielte, war in Hälfte zwei kaum noch etwas los. Da auch die Hausherren durch Matteo Stenger (11. und 32.) und Christopher Kappel (20./FE) drei Treffer erzielten, ging es mit einem Unentschieden in die Pause. „Es war kein schönes Spiel, das trotz der vielen Tore größtenteils im Mittelfeld stattfand“, sagte Langen-Bergheims Spielausschuss-Vorsitzender Sebastian Rau.

Trotz der Roten Karte für Langen-Bergheims Hendrik Bender in der 76. Minute wegen eines Foulspiels als letzter Mann, war es die Heimelf, der mit einem Spieler weniger der Lucky Punch gelang: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld erzielte der eingewechselte Janis Roncoletta aus spitzem Winkel kurz vor Schluss den umjubelten Siegtreffer.

Tore: 0:1 Bernecker (10.), 1:1 M. Stenger (11.), 1:2 Öler (17.), 2:2 Kappel (20./FE), 3:2 M. Stenger (32.), 3:3 Bernecker (45.), 4:3 Roncoletta (90.)Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Langen-Bergheims Bender wegen Fouslpiels als letzter Mann (76.)Schiedsrichter: Achraf (Frankfurt)Zuschauer: 100

Kewa Wachenbuchen – TSV Niederissigheim 1:5 (1:2)

„Mit den beiden frühen Toren hat Niederissigheim uns kalt erwischt“, sagte Wachenbuchens Spielausschuss-Mitglied Michael Kirschner mit Blick auf die Treffer von Michele Moscelli (5.) und Dominic Bernard (8.). Im Anschluss kam die Kewa besser ins Spiel und erzielte mit einem Kopfball von Tim Brieder (22.) den Ausgleich. Niederissigheim blieb jedoch weiterhin gefährlich und erhöhte fünf Minuten nach der Pause durch Moscellis strammen Volleyschuss auf 3:1. „Danach war das Spiel eigentlich erledigt. Wir haben keine Durchschlagskraft mehr gehabt. Man hat gemerkt, dass bei uns einige Stammspieler gefehlt haben“, sagte Kirschner.

Tore: 0:1 Moscelli (5.), 0:2 Bernard (8.), 1:2 Brieder (22.), 1:3 Moscelli (51.), 1:4 Bernard (67.), 1:5 Schröder (73./ET)Besondere Vorkommnisse: Gelb Rote Karte für den Wachenbucher Brieder wegen Meckerns (85.) und Skupin wegen wiederholten Foulspiels (85.)Schiedsrichter: Yigit (Bad Orb) Zuschauer: 60Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung/Moscelli, Bernard

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