Antonio Sbano wird nicht mehr das Trikot von Eintracht Oberrodenbach tragen. (Archivfoto: Adrian)

Rodenbach

Kreisoberliga: Sbano zieht schon wieder weiter

Fußball. Torjäger Antonio Sbano und Kreisoberliga-Spitzenreiter Eintracht Oberrodenbach gehen ab sofort getrennte Wege. Der 34-Jährige teilte dem Verein mit, dass er nicht mehr zur Verfügung steht.

Von Michael Bellack

Nach dem letzten Hinrundenspiel gegen Safakspor Hanau (7:2) am 12. November informierte Sbano das Trainerteam Andreas und Thomas Jäger über seine Entscheidung. „Es hat einfach nicht gepasst, manchmal passen die Philosophien nicht“, so Sbano.

„Es gibt kein böses Blut, das hat überwiegend sportliche Gründe. Persönlich bin ich ein bisschen enttäuscht, da ich Antonio mit großer Überzeugung nach Oberrodenbach geholt habe“, teilte Andreas Jäger mit. Er war mit Sbano bereits in Wolfgang gemeinsam aktiv und lockte ihn im Sommer von der SG Bruchköbel zur Eintracht – obwohl sich Sbano auch mit Nils Noe auf ein Engagement als Co-Trainer bei Gruppenligist Kickers Obertshausen geeinigt hatte (wir berichteten).

Nicht mit Reservistenrolle einverstanden

In Oberrodenbach konnte sich Sbano jedoch keinen Stammplatz im Angriff erkämpfen. Mit Rodney Dean Kurz (25 Saisontore) und Ronny Barthelmie (15) spielt das derzeit beste Sturmduo der Liga bei der Eintracht. „Er hat nicht die Rolle gespielt, die er sich vorgestellt hat“, weiß auch Jäger. Dennoch reichte es für Sbano zu sieben Toren in 13 Einsätzen, meist kam er dabei von der Bank. „Er war in der Vorbereitung im Urlaub, dann verletzt. So kam er nie richtig in Tritt“, berichtet der Jäger.

Abgang ist für Oberrodenbacher verkraftbar

Sbano selbst war mit der Reservistenrolle nicht einverstanden. Im Sommer gab er im Interview mit unserer Zeitung noch bekannt, seine Karriere nach der laufenden Saison beenden zu wollen. Dieses Vorhaben könnte nun hinfällig sein: „So einen Abgang habe ich mir nicht gewünscht. Vielleicht spiele ich in der Rückrunde noch irgendwo. Ich würde gerne als Spielertrainer weiterarbeiten.“

Für die Oberrodenbacher ist der Abgang Sbanos derweil verkraftbar. Jäger geht nicht davon aus, dass man im Winter auf dem Transfermarkt aktiv wird. „Wir haben genug Offensivkräfte, da muss man nicht viel ändern“, teilte er mit.

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