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Kreisoberliga: Langenselbold bezwingt VfB - TSV Niederissigheim bringt Drei-Tore-Führung ins Trockene

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Setzt den Schlusspunkt: Langenselbolds Max Müller (links) hat gegen den VfB Großauheim (Petar Vrucinic) zum 5:2 getroffen - per 25-Meter-Freistoß in den Winkel.
Setzt den Schlusspunkt: Langenselbolds Max Müller (links) hat gegen den VfB Großauheim (Petar Vrucinic) zum 5:2 getroffen - per 25-Meter-Freistoß in den Winkel. © Scheiber

Hanau – „Harte Kost bei vier Grad, nasskalt“ meldete Oberissigheims Liveticker-Legionär Daniel Zimmermann zur Halbzeit der Partie bei Kewa Wachenbuchen. Das späte Siegtor entschädigte dort zumindest die mitgereisten Gästefans, während die den widrigen Wetterverhältnissen trotzenden Kreisoberliga-Fans in Langenselbold und Niederissigheim deutlich früher und öfter für ihr Kommen mit Toren belohnt wurden.

Gar nicht erst vor die Tür mussten Beteiligte und Zuschauer des Duells zwischen der Hessenliga-Reserve von Hanau 93 und Germania Niederrodenbach, sowie jene, die gerne das durch den angekündigten Winterwechsel von Trainer Ernst Jung brisanter gewordene Spiel zwischen dessen aktuellem Verein Victoria Heldenbergen bei seinem künftigen Team, der Sportvereinigung Roßdorf, gesehen hätten. In beiden Fällen galten die Sportplätze als nicht bespielbar.

Spvgg. Langenselbold - VfB Großauheim 5:2 (2:0): Unter anderem ein „Sahnetag“ vom zweifachen Torschützen und Vorlagengeber Marius Mönninger bescherte den Gastgebern einen ungefährdeten Heimsieg. Bereits nach einer Minute traf Mönninger aus kurzer Distanz zur Selbolder Führung, die er kurz vor der Pause mit einem Schuss aus etwa 16 Metern auf 2:0 schraubte (38.). Nach dem Seitenwechsel legte der Spieler des Spiels zweimal für Fazli Salihi auf (46./55.), ehe Niklas Strümpf (63.) und Petar Vrucinic (68.) jeweils per Kopfball für Großauheim trafen. „Es lag aber nicht in der Luft, dass Auheim zurückkommen könnte“, berichtete Heimsprecher Günter Schäfer. Max Müllers 25-Meter-Freistoß in den Winkel besiegelte den 5:2-Endstand (76.). „Langenselbold war überlegen über das gesamte Feld und über die gesamte Zeit“, bilanzierte Schäfer.

Tore: 1:0 und 2:0 Mönninger (1. und 38), 3:0 und 4:0 Salihi (46. und 55.), 4:1 Strümpf (63.), 4:2 Vrucinic (68.), 5:2 Müller (76.) - Zuschauer: 65 - Beste Spieler: Mönninger / Geschlossene Mannschaftsleistung

Kewa Wachenbuchen - Eintracht Oberissigheim 0:1 (0:0): „Die Eintracht wurde ihrer Favoritenrolle in der ersten Hälfte nicht gerecht, vielleicht kam sie nicht mit dem Platz zurecht“, kommentierte Kewa-Sprecher Christian Kaufeld, der das Wachenbuchener Geläuf aufgrund des ausbleibenden Regens vor Spielbeginn als „ordentlich bespielbar“ einschätzte.

Die beste Gelegenheit im ersten Durchgang vergab Kewas Finn Kreitz, der alleine auf Oberissigheims Torwart Janis Gräfe zulief, allerdings an dessen Fußabwehr scheiterte (6.). In Halbzeit zwei steigerten sich die Gäste, ein Kopfball von Johannes Maisch beispielsweise konnte von der Kewa gerade noch auf der Linie geklärt werden (75.). Zehn Minuten später vergab Alexander Seger in einer ähnlichen Situation auf der anderen Seite, sein Versuch rauschte rechts vorbei. „Eigentlich sah es nach einem 0:0 aus“, so der Sprecher der Kewa, die in letzter Minute noch den Lucky-Punch kassierte. Karim Belouds Fernschuss konnte Torwart Andreas Rudolf nur abprallen lassen, Kevin Schwarzer war zur Stelle und legte für Ricardo Marra quer (90.+2) - „ein sehr, sehr glückliches Tor für Eintracht Oberissigheim“, fand Kaufeld.

Tor: 0:1 Marra (90.+2) - Zuschauer: 40 - Beste Spieler: Beide geschlossene Mannschaftsleistung

1. FC Hochstadt - VfR Kesselstadt 1:2 (1:0): „Ein durchaus spannendes Spiel über die ganze Distanz“ lieferte der FCH nach Aussage von Vorstand Manfred Maier dem dennoch weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer. In der 14. Minute bediente Sufian El Bakali Kassimi Toptorjäger Kenan Ferguson, dessen Schuss das 1:0 markierte. Das gesamte Spiel war geprägt von einer Chancenflut, die auf Kesselstädter Seite jedoch erst dann in Tore umgemünzt werden konnte, nachdem Almir Derdemez im zweiten Durchgang eingewechselt worden war. Sein „schön herausgespieltes“ 1:1 (61.) und der von ihm per Kopf verlängerte Freistoß (86.) bescherten dem VfR den Auswärtssieg - auch weil sowohl Dimitrios als auch Kenan Ferguson die verbliebenen Hochstädter Chancen auf den Ausgleich vergaben. „Einen Punkt hätten wir uns gerne verdient, der Einsatz der Mannschaft hat gestimmt“, gab Maier zu Protokoll.

Tore: 1:0 K. Ferguson (14.), 1:1 und 1:2 Derdemez (61. und 86.) - Zuschauer: 55 - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Kesselstadts Almir Derdemez (90.+3./grobes Foulspiel) - Beste Spieler: Romeiser, K. Ferguson / Geschlossene Mannschaftsleistung

TSV Niederissigheim - FSV Neuberg 3:2 (3:1): Am Ende „war ein bisschen Fortune dabei“, gestand TSV-Coach Kevin Moore, der die erste Halbzeit als Ursache für den knappen TSV-Heimsieg ansah. Während durchaus auf beiden Seiten Chancen vergeben wurden, zwang Niederissigheim den FSV derart clever zu Fehlern im Spielaufbau, dass Moore nach 35 Minuten ein zufriedenes Zwischenfazit ziehen konnte: „3:0 geführt, da war alles in Ordnung“. Dominic Bernard hatte nach einer Ecke für die Führung gesorgt (20.), welche Johannes von Dörnberg (31.) und Yusuf Kirtas (34.) im Zuge von Neuberger Ballverlusten ausbauten.

Zurück ins Spiel kamen die Gäste einerseits durch Umstellungen im zweiten Durchgang, aber auch durch einen mysteriösen, von Sven Blazevic verwandelten Foulelfmeter kurz vor der Pause: „Keiner wusste genau, warum der Schiedsrichter den gegeben hat“, wunderte sich Moore. Weil Xavier Adrover Amez in der 69. Minute in Folge einer FSV-Ecke notgedrungen in bester Torwart-Manier für seinen geschlagenen Keeper Florian Reim auf der Linie klärte, konnte Blazevic vom Punkt verkürzen und Neuberg die Schlussphase in Überzahl angehen. Großchancen konnte der „gut verteidigende“ TSV aber verhindern und sicherte sich so „mit ein bisschen Glück“ die drei Punkte.

Tore: 1:0 Bernard (20.), 2:0 v. Dörnberg (31.), 3:0 Kirtas (34.), 3:1 und 3:2 Blazevic (44./FE. und 70./HE.) - Zuschauer: 60 - Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Niederissigheims Xavier Adrover Amez (69./Verhinderung klarer Torchance) - Beste Spieler: Reim / Geschlossene Mannschaftsleistung

FSV Bischofsheim - SG Bruchköbel II 2:0 (1:0): Geduld war gefragt und Geduld lieferte der Tabellendritte im Duell mit dem Dreizehnten. „Bruchköbel stand sehr gut defensiv und wartete auf Konter“, analysierte FSV-Coach Kenan Kocak. Einmal knackte Bischofsheim die Mauertaktik der Gäste in Halbzeit eins: Nach einem Foul von Tilman Sachs an Philipp Hess verwandelte Eldin Fazli den fälligen Strafstoß (31.). Trotz Rückstands verließ sich Bruchköbel auf sein Konterspiel - eine Rechnung, die nicht aufging, weil Heimkeeper Daniel Shaffer die zwei gefährlichsten Versuche von Dennis Liedtke (65.) und Ben Haas (75.) parieren konnte.

Auch Bischofsheim vergab in Person von Hess und Fazli weitere Chancen - beziehungsweise scheiterte mehrmals an SGB-Torwart Arne Müller, der sein Team gemäß Kocak im Spiel hielt. Das mit einem „schönen 40-Meter-Ball“ von Volkhan Tiryaki vorbereite 2:0 durch Nico Trageser (88.) besiegelte den „mir als Ex-Bruchköbeler wichtigen“ Sieg, wie Kocak anmerkte.

Tore: 1:0 Fazli (31./FE.), 2:0 Trageser (88.) - Zuschauer: 40 - Beste Spieler: Shaffer, Hess / Müller, Liedtke

Eintracht Oberrodenbach - SV Kilianstädten 0:0: „Ein 0:0 der schlechteren Sorte, wenn man ehrlich ist“, fasste Eintracht-Sprecher Alexander Lötschert die Partie zusammen, die bei Nieselregen auf dem Oberrodenbacher Hartplatz ausgetragen wurde. „Ich könnte von keiner hundertprozentigen Torchance berichten“, so Lötschert, der die Herangehensweise beider Mannschaften mit „hoch und weit bringt Sicherheit“ beschrieb. Eine erste Halbzeit, in der Oberrodenbach etwas mehr vom Spiel hatte, wurde von einer Zweiten voller Mittelfeldgeplänkel abgelöst. Lötscherts Fazit zu der Punkteteilung, die jedenfalls dem Heimteam nicht viel weiterhelfen würde: „Sehr zäh!“

Tore: Fehlanzeige - Zuschauer: 70 - Beste Spieler: Beide Geschlossene Mannschaftsleistung

Von Lennart Nickel

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