Auf jedem Untergrund zu Hause: Elko Bajramovic-Schmidt ist nur schwer zu stoppen. Archivfoto: TAP

Fußball

Kreisoberliga: Kewa-Stürmer Elko Bajramovic-Schmidt ist on fire

Fußball. Bei diesen Zahlen reibt sich jeder Fußballfan verwundert die Augen: Nachdem er erst Anfang Dezember sechs Tore im Spiel gegen den SV Oberdorfelden erzielte, netzte Elko Bajramovic-Schmidt am vergangenen Wochenende gegen Safakspor Hanau gar gleich neunmal ein.

Von Robert Giese

In dieser Saison schraubte der Stürmer seine Ausbeute damit auf 33 Treffer hoch. Wir haben uns auf Spurensuche gemacht, warum der Torjäger von Kewa Wachenbuchen gerade in dieser Saison so durchstartet.

Mit seinen 33 Saisontoren hat der Stürmer maßgeblichen Anteil daran, dass die Kewa in der Kreisoberliga auch in dieser Saison im Rennen um die Aufstiegsplätze ist – aktuell steht Wachenbuchen auf dem dritten Rang. Sein Trainer Thorsten Maier ist daher heilfroh, auf die Dienstes des Stürmers setzen zu können, der schon seit Jahren in Wachenbuchen spielt und Ort wie Verein sehr verbunden ist.

Trainer Maier: "Außergewöhnlicher Fußballer"

„Dass er ein außergewöhnlich guter Fußballer ist, wussten wir schon immer“, sagt Maier, „allerdings konnte er wegen seiner Ausbildung in den letzten Jahren nicht regelmäßig trainieren.“ Das habe sich in dieser Saison geändert, Bajramovic-Schmidt sei inzwischen „richtig fit“ und deshalb auf dem Platz kaum noch zu halten.

Die größte Stärke des „typischen Straßenfußballers“, wie Maier seinen Top-Torjäger nennt, sei dessen Verhalten in Eins-gegen-Eins-Situationen: „Er ist technisch sehr stark und deshalb kaum zu verteidigen, außerdem verfügt er über einen sehr sicheren Abschluss.“

Noch besser dank Systemumstellung

Dass Bajramovic-Schmidt diese Stärken in der aktuellen Saison so häufig zum Tragen bringen kann, liegt allerdings auch an einer Systemumstellung: Wachenbuchen agiert in dieser Spielzeit mit mehreren zentralen Stürmern, einer davon ist der Spieler mit bosnischen Wurzeln. „Früher hat er eher auf dem Flügel gespielt, jetzt steht er in der vordersten Reihe, was uns als Mannschaft“, so Maier mit Blick auf die Torschützenliste, „sehr gut tut.“

Der Torjäger selbst freut sich sehr über seine gute Form, die er ebenfalls als Ergebnis des regelmäßigen Trainings sieht. Für den Stürmer ist es zwar nichts völlig Neues, viele Tore zu erzielen, die neun Treffer gegen Safakspor waren aber auch für ihn eine Premiere: „Sechs Tore hatte ich in der vergangenen Saison schon einmal“, erinnert er sich, „aber neun Treffer waren es noch nie, darüber freue ich mich sehr.“

Torjäger gibt sich bescheiden

Ohne seinen Trainer und seine Mitspieler sei diese außergewöhnliche Leistung aber nicht möglich gewesen: „Der Trainer arbeitet ja schon seit Jahren mit mir zusammen und hat volles Vertrauen in mich, das hilft mir, und ohne die Jungs“, ergänzt der Stürmer mit Blick auf seine Mitspieler, „wären meine Tore auch nicht möglich, deshalb möchte ich mich bei ihnen allen bedanken.“

Gegen Safakspor hätten seine Teamkollegen den Torjäger immer wieder gesucht, wie Maier bestätigt, „aber so einen Spieler muss man auch mit Bällen suchen, zumal Safakspor ähnlich wie Oberdorfelden in der Woche zuvor defensiv nicht so stabil stand und er dann kaum zu halten ist.“ Der neunfache Torschütze jedenfalls hat noch lange nicht genug und möchte in dieser Saison gerne eine ganz spezielle Marke knacken: „50 Tore würde ich schon gerne schießen“, sagt Bajramovic-Schmidt und lacht, „wichtiger ist mir aber, dass wir aufsteigen.“

Traum ist die Gruppenliga

Auch Maier freut sich zwar über die vielen Treffer seines Stürmers gegen die beiden Abstiegskandidaten, „aber wichtiger ist es, dass er auch gegen andere Teams trifft – auch wenn es dann vielleicht nur ein Tor pro Spiel ist.“ Der Torjäger hofft, den Wunsch seines Trainers umsetzen zu können, verletzungsfrei zu bleiben und mit Wachenbuchen in die Gruppenliga aufzusteigen. „In dem Fall“, verspricht der Torjäger, nach dem auch schon andere Vereine die Fühler ausgestreckt haben, „bleibe ich bestimmt hier.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema