Kewa wird Grün: Auf ihrer Facebook-Seite bewirbt die Kewa das gemeinsame Radeln zum "Auswärtsspiel". Am Sonntag wollen sie in Bischofsheim jubeln. Archivfoto: TAP/Privat

Fußball

Kreisoberliga: Kewa fährt mit dem Rad zum Maintal-Derby

Fußball. Klimaschutz ist en vogue. Und er wird aus Sicht vieler Menschen immer wichtiger. Auch die Kewa Wachenbuchen will nun in Sachen Klimawandel ein Zeichen setzen und sich für die Umwelt und den Klimaschutz engagieren: „Kewa wird grün“ – so lautet der Slogan der Aktion des Fußballklubs, die am Sonntag stattfinden soll.

Von David Lindenfeld

Der Verein hat im Zuge dessen dazu aufgerufen, gemeinsam mit dem Fahrrad zum Derby gegen den FSV Bischofsheim zu fahren. Teilnehmen werden dabei auch die Spieler und Trainer des Klubs, bei dem man sich erhofft, dass viele Zuschauer den kurzen Weg nach Bischofsheim ebenfalls mit dem Rad statt dem Auto zurücklegen. „Früher ist man mit drei oder vier Autos von einem gemeinsamen Treffpunkt zum Spiel gefahren. Mittlerweile kommt fast jeder mit seinem eigenen Auto“, sagt Kewa-Coach Thorsten Maier, der die Aktion als Initiator bei einem Treffen mit dem Spielerrat der Kewa vorschlug, in dem diese positiv aufgenommen wurde.

Kurze Wege zu den Auswärtsspielen

Der Gedanke kam dem Trainer, nachdem er mit dem Rad zum Auswärtsspiel bei Germania Niederrodenbach gefahren war und die vielen Autos auf dem Parkplatz sah. „Niederrodenbach war für uns eigentlich schon der weiteste Weg, obwohl es nur 13 Kilometer sind“, erklärt Maier, der sich erhofft, dass dies auch eine Anregung für Zuschauer oder andere Vereine aus der Region sein könnte.

Angeboten habe sich das Derby gegen Bischofsheim, weil der Sportplatz des FSV in der Nähe liege. Und weil die zweite Mannschaft der Kewa zuvor ebenfalls in Bischofsheim spielt. Sie trifft sichum 11 Uhr am traditionellen Treffpunkt, dem „Nahkauf“ in Wachenbuchen, und fährt wie die erste Mannschaft, die sich dort um 12.45 Uhr trifft, über die weiteren Stationen am Rewe-Markt in Hochstadt (13 Uhr) und dem KFZ-Ostmann (13.10 Uhr) zum FSV-Sportplatz.

Nur Regen kann Kewa in die Quere kommen

Anschließen könne sich selbstverständlich jeder, der Lust hat. Der Kälte, die seit dieser Woche vorherrscht, werde man problemlos trotzen, meint Maier. Nur falls es in Strömen regnen sollte, würde man die Aktion wohl verschieben. „Das Ziel ist es, dass nur ein Auto von uns nach Bischofsheim fährt, das die Trikots, die Bälle und das restliche Equipment hinbringt“, erklärt der Trainer, dessen Team nach der Fahrradtour ein wie gewohnt heißes Maintal-Derby beim Tabellenzweiten erwartet, in das seine Mannschaft wohl als leichter Außenseiter gehen wird.

Der FSV hat mit 32 Punkten genauso viele wie der Tabellenführer aus Kesselstadt geholt und spielt bisher eine starke Saison. Bei der Kewa (23 Punkte, ein Spiel weniger) lief es hingegen zuletzt nicht immer rund. In den vergangenen drei Partien gab es eine 1:5-Heimpleite gegen den TSV Niederisssigheim und ein 0:3 gegen Germania Niederrodenbach.

Trainer Maier fehlen wichtige Stammkräfte

„Bei uns fehlen aktuell fünf bis sechs Stammspieler. Das kann man mal verkraften, aber in manchen Spielen passt es dann auch mal wieder nicht. Es fehlt die Konstanz“, sagt Maier: „Wir haben trotzdem einen tollen Kader und werden auch am Sonntag eine gute Mannschaft haben, aber es gibt einfach Spieler, die eine Partie auch mal mit einer Einzelaktion entscheiden können.“ Fest eingeplante Stützen im noch jungen Kewa-Team wie Kapitän Colin Stein oder Yannick Schmidt, der ein wichtiger Baustein in der Offensive ist, fehlen schon länger. Zu allem Überfluss verletzte sich beim Spiel am vergangenen Sonntag auch noch Abwehrspieler Pascal Thiel, der mit einem Bänderriss länger ausfallen wird.

„Grundsätzlich ist es so, dass es in den Spielen zwischen den ersten neun oder zehn Mannschaften in der Tabelle keinen Favoriten gibt. Außer Kesselstadt und Bischofsheim auf den Plätzen eins und zwei, die im Moment vielleicht einen Tick besser drauf sind“, meint Maier, der trotzdem selbstbewusst ins Derby geht: „Wir fahren nach Bischofsheim, um da drei Punkte einzufahren.“ Eine Aussage, die man im Vorfeld öfter von Trainern hört. Das einzig Außergewöhnliche daran: Die Kewa kommt mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto.

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