Überzeugte in der Vorbereitung: Mustaba Nuri ist aus der Reserve der Kesselstädter aufgerückt. Archivfoto: TAP

Fußball

Kreisoberliga: VfR Kesselstadt erklärt Aufstieg zum Saisonziel

Fußball. Neben Eintracht Oberrodenbach hat der VfR Kesselstadt als einziger Kreisoberliga-Klub den Aufstieg offiziell zum Saisonziel erklärt.

Von David Lindenfeld

Eine Maßnahme des Vorstands, mit der Trainer Armin Curt zwar „leben“ – die er jedoch nicht ganz nachvollziehen kann: „Ich hätte das nach außen hin nicht so gemacht, weil ich glaube, dass die KOL dieses Jahr richtig gut besetzt ist.“ Der Druck auf den VfR ist damit von Beginn an höher. „Klar ist natürlich aber auch, dass wir nach dem dritten Platz in der letzten Saison jetzt nicht Fünfter werden wollen“, so Curt.

Seit dem Saisonstart zählt für ihn noch ein anderes Team zum ohnehin schon großen Kreis an Favoriten, das zuvor nicht viele für ganz oben auf dem Zettel hatten. Die Hessenliga-Reserve des FC Hanau 93 zeigte gegen den VfR zum Saisonauftakt eine starke Leistung.

Devensivverhalten der Kesselstädter ist dem Coach sauer aufgestoßen

Der Kesselstädter Coach hofft, dass die 93er weiterhin mit einer derart starken Mannschaft auflaufen, die sein Team am ersten Spieltag an den Rand einer Niederlage brachte. „Ich bin gespannt, ob sie das komplett durchziehen oder ob sie am Anfang einfach nur ein paar Punkte holen wollen“, so Curt. Letzteres wäre für den Fußballlehrer „keine Wettbewerbsverzerrung, sondern Betrug“.

Hessenligaspieler in der Startelf beim Gegner hin oder her – sauer aufgestoßen ist dem Coach das Defensivverhalten seiner Mannschaft, die in den ersten 38 Minuten drei Gegentreffer kassierte. Schon im letzten Testspiel gegen den FC Bayern Alzenau II musste die Elf von der Pumpstation drei Gegentore beim 9:3-Erfolg hinnehmen. „Da sieht man schon Schwächen. Das ist kein Zufall.“

Neuzugänge haben großes Potenzial

Curt ist trotzdem optimistisch, dass sein Team diese Problematik in den Griff bekommen wird. Das liegt auch an Neuzugang Adnan Kovacevic, der vom KV Mühlheim zum VfR gewechselt ist und im ersten Spiel noch fehlte. Der Innenverteidiger ist als feste Größe eingeplant, soll der Kesselstädter Defensive mit seiner Robustheit sowie seiner Zweikampf- und Kopfballstärke Stabilität verleihen. „So einer hat uns gefehlt“, sagt Curt.

Drei andere Neuzugänge standen hingegen im ersten Saisonspiel schon in der Startelf. Neben Linksverteidiger Ermin Mehmedinovic spielte im Mittelfeldzentrum auch Alen Habibovic, der sein großes Potenzial in der Vorbereitung bereits andeutete. Ebenfalls neu ist Emir Drino, der als hängende Spitze oder offensiver Mittelfeldspieler der Ersatz für den nach Roßdorf abgewanderten Emir Draganovic ist. Der 21-Jährige Mustaba Nuri ist quasi ebenfalls ein Neuzugang, kommt aus der zweiten Mannschaft und „ist voll bei uns eingeplant. Er hat Potenzial und wird auf seine Spiele kommen.“

Könnte die Saison für Kesselstadt bald schon vorbei sein?

Enttäuscht hat den Trainer, dass mit Benjamin und Semir Arnautovic zwei Spieler den Klub gegen Ende Juli noch sehr spät verlassen haben: „Die Abgänge tun weh. Vor allem wegen der Art und Weise: Per WhatsApp und so, dass man darauf nicht mehr reagieren konnte“, erklärt Curt.

Aus den nächsten drei Spielen gegen Safakspor Hanau, den SV Wolfgang und den KSV Langen-Bergheim fordert Curt neun Punkte: „Die drei Spiele müssen wir ohne Wenn und Aber gewinnen, bei den Zielen, die wir haben.“ Danach warten mit Germania Niederrodenbach und dem FC Hochstadt die ersten „Standortbestimmungen“: Sollte Kesselstadt die nächsten fünf Spiele verpatzen, ist sich Curt sicher, „kann die Saison schon vorbei sein.“

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