Lila-Weiße in Fahrt: Davorin Jozic (rechts) hat mit dem FC Hochstadt zuletzt die Topteams Kewa Wachenbuchen und VfR Kesselstadt geschlagen. Nun steht das Schlagerspiel bei Spitzenreiter Eintracht Oberissigheim an. Archivfoto: TAP

Fußball

Kreisoberliga: Keine neue Zielsetzung in Hochstadt

Fußball. Der FC Hochstadt befindet sich in der Kreisoberliga Hanau auf dem Vormarsch und hat auch personell mit Jürgen Bufi noch einmal namhaft nachgelegt. Muss das Ziel nun die Meisterschaft sein? Der Trainer des Tabellenzweiten wiegelt ab.

Von David Lindenfeld

„Ich bleibe dabei. Wir wollen besser abschneiden als in der letzten Saison“, sagt Sahin Arslanerhül weiterhin. Soll heißen: Platz eins bis fünf ist das Ziel für den FCH, der mit einem Sieg am kommenden Sonntag (15 Uhr) bei Tabellenführer Eintracht Oberissigheim die Spitze erklimmen kann.

Von den Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte warten nach dieser Partie dann nur noch Germania Niederrodenbach und die Reserve des FC Hanau 93 – derzeit Achter und Siebter in der Kreisoberliga. Die weiteren Gegner heißen Rot-Weiß Großauheim, SV Kilianstädten, FC Erlensee II und SV Wolfgang, hinter denen in der Tabelle derzeit nur der SV Oberdorfelden steht.

FCH bleibt nach gutem Start bescheiden

Schon bei der 1:2-Niederlage zum Saisonauftakt im Derby gegen den FSV Bischofsheim hatte der FC Hochstadt Anfang August keine schlechte Figur gemacht. Seitdem ging es stetig bergauf. „Wir genießen den Moment“, sagt Arslanergül: „Ich bin zufrieden, aber natürlich hat man als Trainer immer etwas zu meckern. Das Oberrodenbach-Spiel hat mich am meisten geärgert.“

Der FCH-Coach spielt auf die zweite Niederlage der Saison an, bei der Hochstadt 1:0 geführt, letztlich aber noch 2:3 verloren hatte. „Wir hätten das 2:0 oder 3:0 früher nachlegen müssen“, so Arslanergül, dessen Team in den drei darauffolgenden Partien innerhalb von acht Tagen die richtige Reaktion zeigte.

Die Topspiele gegen Kesselstadt und Wachenbuchen gewann der FCH jeweils zu Null. Beim 3:2 am vergangenen Sonntag gegen den SV Oberdorfelden, wo sich Neuzugang Jürgen Bufi mit einem Last-Minute-Siegtreffer erstmals in die Torschützenliste eintrug, seien die Beine etwas schwer gewesen.

Focus auf Regeneration nach englischer Woche

„Wenn du in einer Woche mit Kesselstadt und Wachenbuchen zwei Knaller hast, musst du das auch erstmal wegstecken“, sagt der Coach, der den Fokus in der vergangenen Trainingswoche zunächst auf Regenration legte. Am Dienstag ging es für die Mannschaft für eine Trainingseinheit zum Schwimmen ins Maintalbad. Erst am Donnerstag wurde wieder voll trainiert.

Mit Bufi hat Arslanergül in der Offensive kürzlich noch eine echte Waffe dazubekommen. Der 26-Jährige war beim Verbandsligisten Viktoria Urberach nicht mehr zufrieden, wollte zudem etwas kürzertreten. Die Chance, die sich ergab, nutzten die FCH-Verantwortlichen und holten den Angreifer per Amateurvertrag zurück.

Defensive als Schlüssel zum Erfolg

Bufi ist ein Stürmer, der die Bälle vorne festmachen und das Spiel auch mal beruhigen könne, meint Arslanergül, der den Stürmer zudem als verlässlichen Torschützen mit der nötigen Ruhe im gegnerischen Strafraum kennt. „Genau das hat uns gegen Oberrodenbach gefehlt.“ Aufgrund seiner Qualität bindet Bufi meist mehrere Gegenspieler an sich. Das kommt dem FCH und vor allem den schnellen jungen Flügelspielern Hüseyin Karabulut, Cihan Deger, Ferhat Sakarya oder Alexandru Topor zu Gute, denen sich so mehr Räume öffnen.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist derzeit aber auch die Defensive. Weder gegen Wachenbuchen noch gegen Kesselstadt mussten die Hochstädter einen Gegentreffer hinnehmen. So soll es gegen Oberissigheim weitergehen, wenn es nach Arslanergül geht. „Ich weiß, dass sie in der Offensive stark besetzt sind. Derjenige, der den besseren Tag erwischt, wird das Spiel gewinnen“, meint der FCH-Coach, der im Topspiel ausgerechnet auf Bufi verzichten muss, der privat verhindert ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema