Auch in der Kreisoberliga Hanau rollt am Wochenende der Ball wieder. Symbolbild: Pixabay

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Kreisoberliga: Hilalspor gegen Oberissigheim wieder hitzig?

Fußball. Das Hinspiel der Kreisoberliga zwischen Hilalspor Hanau und Eintracht Oberissigheim hatte für viel Aufruhr gesorgt. Während und nach der Partie kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Spielern und Fans. Hilalspor wurde mit sieben Punkten Abzug im Nachhinein hart bestraft.

Von David Lindenfeld

Das Rückspiel, das am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz der SG Bruchköbel stattfinden wird, könnte wieder hitzig werden. Dass sich die unschönen Vorfälle wiederholen könnten, glauben beide Trainer aber nicht.

Das liegt vor allem auch daran, dass bei den Hanauern im ersten Spiel nach der Winterpause am Sonntag eine fast komplett andere Mannschaft auf dem Platz stehen wird. 20 neue Spieler verpflichtete der Klub im Winter. Auch an der Seitenlinie wird mit Kenan Kocak, der das Traineramt vom aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Ayhan Yumak übernommen hat, ein neues Gesicht zu sehen sein. „Für uns ist das gar kein Thema mehr. Da wird ein ganz neues Hilalspor auf dem Platz stehen“, sagt Kocak mit Blick auf die Vorfälle vom Hinspiel.

Der 37-Jährige coachte lange gemeinsam mit seinem Onkel Kemal Kocak den VfR Kesselstadt und war zuletzt ein halbes Jahr Trainer beim Dörnigheimer SV. Um ihn davon zu überzeugen, den stark abstiegsbedrohten Klub zu übernehmen, seien viele „Überredungskünste“ des Sportlichen Leiters Davut Yavuz notwendig gewesen, verrät Kocak. Gemeinsam mit Yavuz holte er daraufhin vor allem viele ehemalige Spieler, die das Ruder in der Rückrunde nun herumreißen sollen.

„Da sind viele gute Kicker dabei, die auch höherklassig spielen können. Uns war es wichtig, eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Die Aufgabe ist schwierig, aber machbar“, sagt Kocak, dessen Team mit sieben Punkten auf dem eigenen Konto aktuell den letzten Tabellenrang belegt. Der Rückstand auf den Vorletzten FSV Bischofsheim beträgt bei noch 13 ausstehenden Spielen sieben Zähler. Aus der Mannschaft der Hinrunde sind nur noch vier Spieler da.

"Katastrophale Vorbereitung"

Bei Oberissigheim ist die Lage gänzlich anders: Nach dem großen Umbruch im Sommer beendete der in der vergangenen Saison dem Abstieg knapp entronnene Bruchköbeler Klub die Hinrunde auf einem starken dritten Rang und mischt damit im Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz mit. Nach einer laut Trainer Christopher Schneider „katastrophalen Vorbereitung“ im Winter, in der sein Team kein einziges Mal auf dem eigenen Platz trainieren konnte, könnte sich das schnell ändern, sollte die Eintracht den Start verpatzen.

„Für uns ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Vereinen“, sagt Schneider, der mit seinem Team nur laufen gehen konnte und ab und zu in die Soccerhalle oder auf den Kunstrasenplatz in Ronneburg auswich – kostspielige Alternativen für den Verein, der hofft, dass es in diesem Jahr mit dem Bau des Kunstrasenplatzes klappt.

Auf Wiedergutmachung aus

Auch, weil kaum Einheiten mit dem Ball absolviert wurden, gingen alle Testspiele verloren. „Wir wollen der schlechten Vorbereitung trotzen und am besten direkt eine Trendwende reinbringen.“

Die Vorfälle rund um das Hinspiel haben die Oberissigheimer ebenfalls abgehakt – das Ergebnis allerdings nicht. „Wir werden ganz normal in das Spiel reingehen. Das Urteil interessiert uns nicht mehr, das Ergebnis aber schon. Da sind wir auf Wiedergutmachung aus“, sagt Schneider, dessen Team im September mit 1:2 verloren hatte. Ein guter Start wäre für beide Teams also von enorm wichtiger Bedeutung. Gut möglich, dass es auf dem Platz wieder etwas hitziger zugehen könnte. Dabei soll es, wenn es nach den beiden Trainern geht, aber auch bleiben.

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