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Region Hanau

Kreisoberliga: Hilalspor-Coach hofft auf kleines Fußball-Wunder

Fußball. Zur Winterpause stand Hilalspor Hanau mit gerade einmal sieben Punkten noch abgeschlagen am Tabellenende der Kreisoberliga Hanau.

Von David Lindenfeld

Dank einer soliden Rückrunde unter dem neuen Trainer Kenan Kocak und den 20 im Winter neu gekommenen Spielern schöpft der Klub mittlerweile wieder Hoffnung, den drohenden Abstieg in der Relegation noch abwenden zu können. Dafür muss nach der 0:4-Niederlage gegen Kesselstadt am Mittwoch allerdings ein Gruppenliga-Vertreter aus dem Hanauer Kreis mitspielen und den Klassenerhalt schaffen.

Für Eintracht Oberrodenbach sieht es bei noch zwei ausstehenden Spielen und vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge momentan gut aus. Rechnerisch ist auch ein Klassenverbleib von Germania Niederrodenbach noch möglich – angesichts von sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer jedoch unwahrscheinlich.

„Da muss wirklich ein Wunder her, damit Niederrodenbach den Klassenerhalt noch schafft, aber vielleicht ist das Glück ja auf unserer Seite. Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Kocak, der beim Klassenverbleib beider Rodenbacher Gruppenligateams mit seiner Mannschaft sicher in der Kreisoberliga bleiben würde. „Wenn Niederrodenbach Gas gibt und den Klassenerhalt noch schafft, kriegen sie von mir persönlich zwei Kisten Bier in die Kabine gestellt“, so Kocak, der selbstverständlich auch Oberrodenbach weiterhin die Daumen drückt.

Um beim Klassenerhalt einer der beiden Teams wirklich in die Relegation zu kommen, müssen die Hanauer weiterhin vor der Spvgg. Langenselbold bleiben, die aktuell punktgleich am Tabellenende steht. „Wir brauchen noch einen Sieg, dann sind wir sicher in der Relegation, falls Oberrodenbach den Klassenerhalt schafft“, rechnet Kocak vor, der mit den Hanauern wegen der zwei gewonnenen Spiele gegen die „Zehner“ im direkten Vergleich vorne liegt.

Positive Erfahrungen hat der Fußballlehrer mit der Relegation schon gemacht. Als Spieler setzte er sich vor einigen Jahren mit dem FC Germania Rückingen in zwei Spielen gegen Safakspor Hanau durch und feierte anschließend den Aufstieg in die Kreisoberliga. „Das sind immer hitzige und vor allem schwere Spiele. Ich hoffe, dass ich den Jungs da ein bisschen was mit auf den Weg geben kann.“ Der Gegner in der möglichen Relegation wird voraussichtlich der FC Erlensee II sein.

„Ich hoffe, dass es der Mannschaft nochmal etwas Schwung gibt, falls wir die Relegation erreichen sollten. Wir haben jetzt schon das Unmögliche möglich gemacht und könnten dann daran anknüpfen“, so Kocak. Viele der 20 neuen Spieler kamen in der Winterpause vor allem wegen ihm zu den Hanauern, die nach einem Abzug von sieben Punkten abgeschlagen am Tabellenende standen.

Mit Emir Kücükakgül fehlte den Hanauern zuletzt ein wichtiger Mann im Sturm wegen einer Rotsperre. „Er macht aus einer Chance zwei Tore“, sagt Kocak überspitzt mit Blick auf die Qualitäten des Angreifers, der im letzten Saisonspiel gegen den FC Hochstadt und einer möglichen Relegation wieder einsatzbereit wäre. Seine Durchschlagskraft im Sturm wird dann ebenso gefordert sein wie der Kampfgeist vom Rest der Truppe. „Wir haben vier, fünf Häuptlinge auf dem Platz. Der Rest sind Kämpfer“, sagt Kocak über die Mannschaftsstruktur.

Die Chancen auf einen Sieg im Derby am Sonntag gegen Safakspor stehen nicht schlecht: Der Gegner ist bereits gerettet und stellt mit nur acht gewonnenen Punkten die schlechteste Rückrunden-Mannschaft. „Wir haben den Klassenerhalt schon sicher und gehen deshalb ganz entspannt ins Derby, haben aber auch nichts zu verschenken“, sagt der in der Winterpause neu zu Safakspor gekommene Trainer Saban Sakalikaba, der die Hanauer zum Saisonende schon wieder verlassen und aus zeitlichen Gründen als Spieler zurück zu Germania Niederrodenbach kehren wird.

Auch die Zukunft von Kocak beim Stadtrivalen ist noch nicht geklärt. „Wenn wir die Liga halten, mache ich auf jeden Fall weiter“, sagt der Übungsleiter, der im Falle des Abstiegs zunächst Gespräche mit der Klubführung abwarten will.

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