Der 1. FC Erlensee bleibt Spitzenreiter. Foto: Kalle

Hanau

Kreisoberliga Hanau: 1. FC Erlensee untermauert Vormachtstellung

Fußball. Der 1. FC Erlensee hat seine Vormachtstellung in der Kreisoberliga Hanau eindrucksvoll untermauert. Der Spitzenreiter fegte vor 350 Zuschauern Kewa Wachenbuchen, die lange um den Aufstieg mitspielte und das Hinspiel mit 3:2 gewann, mit 5:0 vom Platz.

Von Lukasz Galkowski

Weil auch Eintracht Oberrodenbach bei Germania Dörnigheim verlor (1:4), hat Germania Niederrodenbach nach dem 6:0-Sieg gegen die Sportfreunde Ostheim den zweiten Platz und damit die Relegation so gut wie sicher.

Unten scheint das Schicksal des SV Wolfgang besiegelt. Der Tabellenletzte holte zwar einen Punkt beim 3:3-Remis gegen den TSV Niederissigheim, doch gleichzeitig punkteten mit der Spvgg. Hüttengesäß (1:1 in Bruchköbel) und dem VfB Großauheim (3:1 bei Hilalspor) die Konkurrenten um den Klassenerhalt.

FC Erlensee – Kewa Wachenbuchen 5:0 (2:0):„Das war eine Lehrstunde für die Kewa“, meinte Erlensee-Sprecher Bernd Mohn angesichts der klaren Verhältnisse in dem vermeintlichen Top-Spiel. „Es war eine Galavorstellung von Erlensee.“ Die Gastgeber dominierten dank des schnellen Kombinationsfußballs, mit dem Wachenbuchens Defensive nicht zurechtkam, das ganze Spiel über. Die Gäste hingegen kamen laut Mohn während der gesamten 90 Minuten zu keiner nennenswerten Torchance.

Nach Maßflanke von Alexander Schunck eröffnete Tim Zimpel per Kopfball den Torreigen (37.), wenige Augenblicke später erhöhte Julian Braun nach einem Traumpass von Pascal Hamann auf 2:0 (38.). Erlensee ruhte sich nicht auf den Lorbeeren aus und bot den rund 350 Zuschauern weiterhin einen attraktiven Fußball. Nach dem Strafstoßtor von Schunck (50.), der zuvor im Sechszehner zu Fall gebracht worden war, machte sich Resignation bei den Gästen breit. Daniel Januschka (80.) und Marcel Mohn (83.) konnten das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben. Mohns Treffer zum 5:0 war eines der Highlights der Partie: Der Youngster zirkelte den Ball vom Strafraumeck in den Winkel.

Tore: 1:0 Zimpel (37.), 2:0 Braun (38.), 3:0 Schunck (50./FE), 4:0 Januschka (80.), 5:0 Mohn (83.) – Schiedsrichter: Kowalski (Münster) – Zuschauer: 350 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / TW Künzel

SG Bruchköbel II – Spvgg. Hüttengesäß 1:1 (0:1):In einem mäßigen Kreisoberliga-Spiel gab zwar Bruchköbel den Ton an, doch fehlte es der Verbandsligareserve lange an Glück und Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor. Der Führungstreffer für Hüttengesäß durch Patric Alves Rodrigues stellte den Spielverlauf zunächst auf den Kopf (22.). Wie fahrlässig die SGB mit ihren Chancen umging, zeigen etwa die Szenen aus der 29. Spielminute: Erst scheiterte Tobias Redmann vom Elfmeterpunkt an Torwart Michel Kraus, um anschließend den Ball beim Nachschuss aus kürzester Distanz über das Tor zu dreschen.

Nach der Pause mehrten sich die Chancen für Bruchköbel, doch Kenan Fergusons Schuss war zu schwach (53.) und Redmann wurde rechtzeitig geblockt (55.). Trotz der Gelb-Roten Karte für den Hüttengesäßer Kilian Stein (69.) kamen die Platzherren nicht so richtig in Tritt. Am Ende traf Ferguson aber doch noch zum hochverdienten Ausgleich (87.).

Tore: 0:1 Alves Rodrigues (22.), 1:1 Ferguson (87.) – Schiedsrichter: Depta (Bad Soden) – Zuschauer: 50 – Besondere Vorkommnisse: Bruchköbels Redmann scheitert mit Strafstoß an TW Kraus (29.), Gelb-Rot für Stein (Hüttengesäß/69.) und Kryezia (Hüttengesäß/90.) - Beste Spieler: Telci / Alves Rodrigues, TW Kraus

Hilalspor Hanau – VfB Großauheim 1:3 (1:0):Aufgrund von Ausfällen durch Verletzungen und Urlaub trat Hilalspor mit einer Not-Elf gegen die Auheimer an. Dennoch waren die Gastgeber laut Trainer Ersoy Yalcin rund eine Stunde lang spielbestimmend, führten ab der 6. Spielminute nach dem Treffer von Oguzhan Coskun. Weitere Torchancen blieben ungenutzt. Nach etwa 60 Minuten machten sich konditionelle Defizite bei Hilalspor bemerkbar.

Das wussten die Gäste eiskalt auszunutzen und drehten die Partie nach den Treffern von Manuel Rodriguez (65./90.) und Murat Kurtulus (75.). „Unter normalen Umständen verlieren wir das Spiel nicht“, haderte Yalcin.

Tore: 1:0 Coskun (6.), 1:1 Rodriguez (65.), 1:2 Kurtulus (75.), 1:3 Rodriguez (90.) – Schiedsrichter: Steib (Niddatal) – Zuschauer: 50 – Besonderes Vorkommnis: Rot für Bodnar (Großauheim/85.) nach grobem Foulspiel – Beste Spieler: - / Kurtulus

TSV 1860 Hanau – Spvgg. Langenselbold 2:1 (0:0):„Es war ein verdienter Sieg. Wir haben mehr Chancen rausgespielt als Selbold“, meinte Hanaus Trainer Christian Marggraf. Da die Chancenverwertung aber zu wünschen übrig ließ, gingen zunächst die Gäste durch Türker Türkyilmaz mit 1:0 in Führung (60.). Anas Teffah (70.) und Aboubaker Lahbila (89.) bescherten dem TSV aber doch noch die drei Punkte.

Tore: 0:1 Türkyilmaz (60.), 1:1 Teffah (70.), 2:1 Lahbilla (89.) – Schiedsrichter: Heere (Köppern) – Zuschauer: 40 – Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

SV Wolfgang – TSV Niederissigheim 3:3 (2:1):„Wir hätten den Sieg verdient gehabt“, meinte Wolfgangs Trainer Mike Busch. Seine Mannschaft habe Moral beweisen und mehr vom Spiel gehabt, doch zwei Abseitstore für die Gäste habe dem SVW das Genick gebrochen. „Ich bin ziemlich stolz auf die Mannschaft“, sagte Busch. Letztlich musste sich sein Team aber trotz zweimaliger Führung mit einem Unentschieden zufriedengeben, das angesichts der anderen Ergebnisse im Tabellenkeller zu wenig sein dürfte, um doch noch vom Klassenerhalt träumen zu können.

Tore: 1:0 Bär (12.), 2:0 Benjamin Dauster (40.), 2:1 Bernard (43.), 2:2 Bernard (52./FE), 3:2 Dauster (59./FE), 3:3 Enzmann (70.) – Zuschauer: 60 –– Beste Spieler: Bär / Bernard

Germania Niederrodenbach – Sportfreunde Ostheim 6:0 (3:0):„Die Germania hat einen richtigen Sahnetag erwischt“, freute sich Rodenbachs Sprecher Detlef Knoll. In einem guten Kreisoberligaspiel überzeugten die Gastgeber mit starken Kombinationsspiel und ließen die Ostheimer kaum ins Spiel kommen – der erste Ball aufs Rodenbacher Tor flog erst in der Schlussphase der Partie.

Die Gastgeber spielten sich dank des sicheren Passspiels immer wieder gute Torchancen heraus und haben dem Gegner frühzeitig die Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis geraubt: Nach den Toren von Volkan Bakar (8.) und Marcel Fuchs (15.) stand es bereits nach einer Viertelstunde 2:0. Onur Bulut (27.), wiederum Fuchs (56.) und noch zweimal Bakar (61./70.) machten das halbe Dutzend voll. „Der Sieg war in jeder Hinsicht verdient“, meinte Knoll.

Tore: 1:0 Bakar (8.), 2:0 Fuchs (15.), 3:0 Bulut (27.), 4:0 Fuchs (56.), 5:0, 6:0 Bakar (61./70.) – Schiedsrichter: Stübing (Gründau) – Zuschauer: 70 – Beste Spieler: Krämer, Bakar, Akcay / TW Ohl, Hasaj

Eintracht Oberissigheim – Safakspor Hanau 1:2 (1:2):„Das war ein richtiges Kackspiel“, schimpfte Eintracht-Sprecher Volker Machtanz angesichts der schwachen Leistung der Gastgeber. „Unglaublich, was für ein Abwehrerhalten wir an den Tag gelegt haben.“ Die Entscheidungen fielen innerhalb weniger Minuten kurz vor der Pause.

Daniel Erbe konnte zwar die Führung von Safakspor (Ali Kandemir/38.) nur eine Minute später egalisieren, doch Mustafa Kayaoglu brachte die Gastgeber noch vor der Pause wieder in Front (42.). Nach dem Seitenwechsel war Issigheim nicht mehr in der Lage, den Spieß umzudrehen – zumal sie nach der Gelb-Roten Karte für Patrick Erbe die letzten 20 Minuten in Unterzahl spielen mussten.

Tore: 0:1 Kandemir (38.), 1:1 Daniel Erbe (39.), 1:2 Kayaoglu (42.) – Schiedsrichter: Stief (Rodgau) – Zuschauer: 40 – Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Patrick Erbe (70.) und Gencarelli (90./beide Oberissigheim) – Beste Spieler: - / geschlossene Mannschaftsleistung

Germania Dörnigheim – Eintracht Oberrodenbach 4:1 (1:1):In einer auf hohem Niveau stehenden Partie ging Dörnigheim nach Ansicht von Germania-Sprecher Joseph Büffel letztlich verdient als Sieger vom Platz „aufgrund der kämpferisch guten Einstellung der ganzen Mannschaft“. Die Maintaler gingen gleich fleißig ans Werk, Rodenbachs Torwart Leon Philipp verhinderte mit einer tollen Parade das 1:0 nach einem 18-Meter-Freistoß von Emir Draganovic (3.).

Eine Viertelstunde später musste der Eintracht-Keeper aber erstmals hinter sich greifen, als Gerrit Friedel nach einem Freistoß die Führung köpfte (18.). Die Gäste versuchten mit wütenden Angriffen schnell den Ausgleich zu erzielen, während die Dörnigheimer in alte Muster verfielen und durch Ballverluste irritierten. In der 26. Minute war Dominik Lötschert dem Ausgleich nahe, sein 20-Meter-Freistoß ging aber knapp über das Tor (26.). Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Rodney Kurz gelang aus der Drehung ein sehenswerter Treffer (33.).

Die Zuschauer an der Eichenheege kamen in dem abwechslungsreichen Spiel voll auf ihre Kosten: Nach einer Doppelchance für den Dörnigheimer Draganovic stand es aber zur Pause weiterhin 1:1. Nach einer herrlichen Vorlage von Draganovic besorgte Marcel Teschner die erneute Führung für die Gastgeber (54.). Auf der Gegenseite verfehlte ein Heber von Dominik Buss das Ziel (61.). Ein Traumtor von Draganovic in der 77. Spielminute bedeutete die Vorentscheidung – der Dörnigheimer traf per Seitfallzieher ins lange Eck. Sebastian Schnerr setzte mit seinem ersten Tor in der KOL den Schlusspunkt (90.). „Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften“, bilanzierte Büffel.

Tore: 1:0 Gerrit Friedel (18.), 1:1 Kurz (33.), 2:1 Teschner (54.), 3:1 Draganovic (77.), 4:1 Schnerr (90.) – Schiedsrichter: Hacioglu (Frankfurt) – Zuschauer: 60 – Beste Spieler: Draganovic, Hofmann/Kurz, Ronny Barthelmie

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