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Kreisoberliga: Dörnigheim will trotz Meistertitel alles geben

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Immer einen Schritt voraus: Mevludin Demirovic (links) und Germania Dörnigheim haben in dieser Saison nicht viel anbrennen lassen. Auch Verfolger VfR Kesselstadt hielt der KOL-Meister 2019 kürzlich mit 5:3 in Schach.Archivfoto: TAP
Immer einen Schritt voraus: Mevludin Demirovic (links) und Germania Dörnigheim haben in dieser Saison nicht viel anbrennen lassen. Auch Verfolger VfR Kesselstadt hielt der KOL-Meister 2019 kürzlich mit 5:3 in Schach.Archivfoto: TAP

Fußball. Was sich lange abgezeichnet hatte, ist seit dem vergangenen Wochenende unumstößlich: Der FC Germania Dörnigheim, der die Tabelle der Kreisoberliga mit 22 Punkten Vorsprung anführt, wird die Saison als Meister beenden.

Von David Lindenfeld

Gefeiert wurde allerdings noch nicht. Die Germania war spielfrei und wurde aufgrund des Patzers des TSV Niederissigheim beim 1:1 gegen den SV Oberdorfelden Meister, ohne selbst gespielt zu haben.

"Trotzdem gut gemacht"

„Wir waren leider nicht zusammen und haben davon aus der Ferne erfahren“, berichtet Dörnigheims Trainer Hicham Abdessadki, der erst vor dem mit 0:3 verlorenen Pokalspiel gegen den FC Hanau 93 am Dienstag mit seiner Mannschaft zusammenkam. Das sei für die Vorbereitung auf so ein wichtiges Spiel nicht optimal gewesen, aber „wir haben es trotzdem gut gemacht“, sagte Abdessadki mit Blick darauf, dass sein Team den 93ern lange Paroli bot.

Das Feiern der Meisterschaft wird in den kommenden Wochen nachgeholt. Bei noch vier ausstehenden Spielen bleibt dafür genug Zeit: Am Wochenende ist die Germania zwar abermals spielfrei, am 5. Mai soll es nach dem Heimspiel gegen die Spvgg. Langenselbold eine kleine Feier geben. Für die darauffolgende Woche ist nach dem Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Großauheim ein Autokorso für die Rückfahrt durch Dörnigheim geplant und auch nach dem letzten Heimspiel der Saison gegen Kewa Wachenbuchen dürften sich die Kicker der Germania in Feierlaune präsentieren, wenn die Saison vorbei ist.

Abdessadki stellt in diesem Zusammenhang jedoch klar, dass man trotz der frühzeitigen Meisterschaft keine Spiele abschenken werde: „Wir wollen weiterhin siegen und keine Punkt verschenken. Für viele Mannschaften geht es noch um etwas, deshalb nehmen wir den Wettbewerb weiterhin ernst.“ Trotzdem werden in den verbleibenden vier Partien auch Spieler ihre Chance erhalten, die bisher nicht so viele Einsatzminuten sammeln konnten, da auch die Personallage nach den Verletzungen von Cihan Aydin und Mimoun Attanin angespannt ist: „Wir sind personell nicht mehr so gut aufgestellt wie in der Hinrunde.“

Optimaler Verlauf seit der Winterpause

Dafür verlief es seit der Winterpause optimal: Alle sieben Spiele gewann die Germania, die sich in der gesamten Saison bisher nur einmal Wachenbuchen geschlagen geben musste. Das liege vor allem an der großen Qualität im Kader, der auch in der Breite mit vielen jungen Spielern, die in dieser Saison den nächsten Schritt gemacht hätten, gut aufgestellt sei. „Die Entwicklung vieler Spieler ist neben der Meisterschaft der größte Erfolg. Im Gefüge hat es gepasst und unser Spiel war nicht nur auf einen Spieler zugeschnitten“, so Abdessadki, der das Traineramt nach etwa einem Drittel der Saison von Michael Leisegang übernahm.

Der 34-Jährige wird auch in der kommenden Saison weiterhin Coach der Germania bleiben und will mit ihr den Klassenerhalt in der Gruppenliga schaffen. Ein weiterer Grund für den Erfolg sei auch die große Unterstützung gewesen, die Abdessadki von seinem Co-Trainer und Sportlichen Leiter Jochen Kostiris und dem gesamten Betreuerteam erhielt. „Ich konnte mich ganz auf das Trainerdasein konzentrieren.“

Geplant ist, dass Abdessadki, der aufgrund der teilweise angespannten Personalsituation des Öfteren in dieser Saison als Spieler zum Einsatz kam, die Partien in der kommenden Spielzeit überwiegend von der Seitenlinie verfolgen wird. „Sollte es personell so eng werden, dass ich anfangen muss, Gas zu geben, ist das auch okay“, sagt der ehemalige Hessenligaspieler.

Planungen laufen bereits

Die Planungen für die Gruppenliga-Saison 2019/20 laufen bereits. „Was ich schon sagen kann, ist, dass vier Spieler nach Dörnigheim wechseln werden“, so Abdessadki, der mit Offensivallrounder Maximilian Walter (SG Bruchköbel) bisher aber nur einen Namen nennen möchte. Alle vier sollen zwischen 24 bis 29 Jahre at sein, da die Germania in der aktuellen Saison vor allem junge und ältere Spieler im Kader hatte, aber nur wenige, die sich im „besten Fußballeralter“ befinden.

„Wir werden eine gute Mischung aus jungen und alten Spielern haben und gut aufgestellt sein“, sagt Abdessadki mit Blick darauf, dass die Neuzugänge alle höherklassig gespielt haben.

Die Reise nach Mallorca, die von einer kleinen Gruppe aus der ersten und der zweiten Mannschaft aktuell geplant wird, fällt für den 34-Jährigen aus. Die Vorbereitung auf die neue Saison und die Mission Klassenerhalt in der Gruppenliga haben Vorrang.

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