Stefano Amore (links) schoss die Gegner fast im Alleingang ab. Archivfoto: Scheiber

Region Hanau

Kreisoberliga: Bischofsheimer Torjäger Amore blüht am Seedamm auf

Fußball. In den beiden Abstiegskrachern der Kreisoberliga Hanau hat sich jeweils das Team durchgesetzt, das in der Winterpause noch einmal personell nachgelegt hat: Hilalspor Hanau siegte bei der Spvgg. Langenselbold 2:1. Der FSV Bischofsheim gewann 5:1 beim FSV Langen-Bergheim.

Von David Lindenfeld

Gewohnt souverän gewann Tabellenführer Germania Dörnigheim: mit 4:1 gegen die Spvgg. Hüttengesäß. Rot-Weiß Großauheim siegte gegen Eintracht Oberissigheim mit 1:0 und schob sich damit am direkten Tabellennachbarn vorbei auf Rang fünf. Die restlichen drei Partien wurden witterungsbedingt aufgrund der schlechten Platzverhältnisse abgesagt.

KSV Langen-Bergheim – FSV Bischofsheim 1:5 (0:3):Schwache Leistung des KSV, der im Duell der Abstiegskandidaten nicht mit der Offensivpower der Bischofsheimer mithalten konnte. „Wir waren nie richtig im Spiel und haben auch in der Höhe verdient verloren. Vom Einsatz her war das enttäuschend. Bischofsheim war uns ins allen Belangen überlegen“, fasste KSV-Sprecher Thorsten Schnobl die 90 Minuten zusammen, in denen das FSV-Offensivtrio um Stefano Amore, Nikola Andrejic und Jonas Gatzka dem KSV viele Probleme bereitete. Sowohl beim ersten als auch beim zweiten Tor ließ die Langen-Bergheimer Abwehr Amore allein im Strafraum. Der FSV-Stürmer traf einmal per Kopf und einmal mit dem Fuß und entschied die Partie in der 59. Minute mit seinem dritten Treffer vorzeitig.

Benjamin Götz verkürzte mit einem verwandelten Handelfmeter zwar noch auf 1:3 – nur zwei Minuten später stellte Kai Köhler den alten Abstand jedoch wieder her. „Wir haben einfach zu viele individuelle Fehler gemacht“, ärgerte sich Schnobl vor allem mit Blick auf die ersten beiden Tore. Amores vierter Streich an diesem Tag (71.) besiegelte schließlich die bittere 1:5-Pleite.

Tore: 0:1, 0:2 und 0:3 Amore (19., 39. und 59.), 1:3 Götz (67./HE), 1:4 Köhler (69.), 1:5 Amore (71.) – Schiedsrichter: Sekeres (Hasselroth) – Zuschauer: 78 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung/Amore, Gatzka, Andrejic

Spvgg. Langenselbold – Hilalspor Hanau 1:2 (1:1): „Man hat gemerkt, dass hier der Letzte gegen den Vorletzten gespielt hat. Die Partie war sehr hektisch“, berichtet Langenselbolds Sprecher Günter Schäfer mit Blick auf die zerfahrene Anfangsphase, in der es auf beiden Seiten nur wenige Möglichkeiten gab. Erstmals erfolgreich waren die „Zehner“ in der 21. Minute nach einer Freistoßflanke, die Marc Dedecke mit dem Kopf über die Linie drückte.

Weil die Selbolder Eldin Fazli in der 42. Minute und Sefa Denizer in der 64. Minute jedoch im Strafraum freistehen ließen, drehte der Tabellenletzte das Spiel. Erst nach dem Platzverweis für Hanaus Mete Kulak wegen wiederholten Foulspiels (70.) drückten die Langenselbolder auf den Ausgleich und bestimmten die Schlussphase. Das Team kam jedoch meist nur bis zum gegnerischen Strafraum, weil Hilalspor den Vorsprung auch mit einem Mann weniger auf dem Feld geschickt verteidigte.

Damit sind die Hanauer, die zur Winterpause aufgrund eines Punktabzugs von sieben Zählern noch abgeschlagen auf dem letzten Rang lagen bis auf einen Punkt auf die Spvgg. Langenselbold herangerückt.

Tore: 1:0 Dedecke (21.), 1:1 Fazli (42.), 1:2 Denizer (64.) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Hanaus Kulak wegen wiederholten Foulspiels (70.) – Schiedsrichter: Ullrich (Sinnthal) – Zuschauer: 40 – Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

Rot-Weiß Großauheim – Eintr. Oberissigheim 1:0 (0:0): Lange Zeit hatte das Spiel eigentlich keinen Sieger verdient. Erst Mitte der zweiten Halbzeit wurden beide Mannschaften offensiv gefährlicher. Zuvor gab es kaum nennenswerte Chancen auf beiden Seiten. „Ein Unentschieden wäre schon gerecht gewesen. Vielleicht geht der Sieg für uns aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung, weil wir da spielerisch etwas besser waren“, sagte Großauheims Vorsitzender Klaus Bechtel, der vor dem Siegtreffer von Alessandro Fröb in der 71. Minute zunächst eine gute Chance der Gäste von Eintracht-Stürmer Kevin Schwarzer sah, die Großauheims Torwart Daniel Shaffer parierte.

Die Rot-Weißen wurden erst nach dem Führungstor von Fröb aktiver: Yussuf Kirtas, Enes Cimen und Henna Moussa hatten im Anschluss gute Möglichkeiten, auf 2:0 zu erhöhen – Eintracht-Keeper Mario Rucco war jedoch zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Da der Eintracht gegen Ende nichts Zwingendes mehr gelang, blieb es beim 1:0 für die Auheimer, die als Aufsteiger weiterhin eine starke Saison spielen und derzeit auf Platz fünf stehen.

Tore: 1:0 Fröb (71.) – Schiedsrichter: Retzlaff (Korbach) – Zuschauer: 30 –Beste Spieler:geschlossene Mannschaftsleistung/TW Rucco

Germania Dörnigheim – Spvgg. Hüttengesäß 4:1 (2:1): Nächster souveräner Sieg für die Germania, die in der ersten Halbzeit stark aufspielte. Nach guten Kombinationen führten die Maintaler durch den Treffer von Patrick Schreiber (4.) und das Eigentor von Steven Kühn (24.), der eine stramme Hereingabe von Alexander Turan unglücklich ins eigene Tor beförderte, mit 2:0. „Wir haben in der ersten Halbzeit fantastisch gespielt, aber haben unsere vielen Chancen nicht genutzt“, sagt Germania-Pressesprecher Joseph Büffel. Ein ums andere Mal verzweifelte die Dörnigheimer Offensive am gut aufgelegten Hüttengesäßer Torwart Kristoffer Krost, dessen Team kurz vor Schluss nach einem Freistoß durch Enver Eydere auf 1:2 verkürzte (44.).

Nach der Pause spielte Hüttengesäß bis zur 69. Minute stark auf und machte viel Druck. Erst nach dem 3:1 der Germania durch Schreiber (69.) gewann Dörnigheim die Kontrolle über das Spiel zurück. Marcel Teschner gelang in der 80. Minute noch der Treffer zum endgültig vorentscheidenden 4:1.

Tore: 1:0 Schreiber (4), 2:0 Kühn (24./ET), 2:1 Eydere (44.), 3:1 Schreiber (69.), 4:1 Teschner (80.) – Schiedsrichter: Becker (Kaichen) – Zuschauer: 40 – Beste Spieler:Turan, Erb/TW Krost, Kurt

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