Sehenswert: FC Hochstadts Diego Torres (am Ball) bietet sein ganzes Können auf, am Ende siegt aber der Rivale FSV Bischofsheim um Adnan Sejdovic. Die "Frösche" haben damit kaum noch Abstiegssorgen. Foto: TAP

Fußball

Kreisoberliga: Der FSV Bischofsheim gewinnt Derby

Fußball. Der FSV Bischofsheim ist in der Kreisoberliga weiterhin nicht zu stoppen. Am Sonntag gewannen die Maintaler auch das Derby gegen den FC Hochstadt.

Von David Lindenfeld

Während der FCH durch die Niederlage weiter im Tabellenkeller fest hängt, dürften die Abstiegssorgen beim FSV, der mit dem Sieg auf Rang sechs sprang, nun der Vergangenheit angehören. Der unangefochtene Tabellenführer Germania Dörnigheim gab sich am Sonntag abermals keine Blöße und gewann 5:3 gegen die Spvgg. Roßdorf. Auf Rang zwei steht nun der TSV Niederissigheim, der den Patzer des VfR Kesselstadt beim 2:3 in Wachenbuchen mit einem 5:0-Heimsieg gegen Safakspor Hanau nutzte.

3:2-Sieg im Derby

FSV Bischofsheim – FC Hochstadt 3:2 (1:1):Hochstadts Stürmer Ivan Jajetic hätte im Maintal-Derby viel-leicht zum Helden werden können, war dann aber die tragische Figur an einem bitteren Nachmittag für den FCH, der nach einem Solo von Nikola Andrejic ab der 27. Minute 0:1 zurücklag. Jajetic erzielte den Ausgleich (37.) – verpasste es in der zweiten Halbzeit bei einem von Jan Büthe parierten Handelfmeter allerdings nachzulegen. Danach lagen die Nerven beim Stürmer wohl blank: Cedric Liuzzo gelang kurz darauf das 2:1 für die Hausherren, ehe Jajetic wegen einer Unsportlichkeit mit Rot vom Platz flog und im Anschluss von außen dabei zu sehen musste, wie FSV-Stürmer Stefano Amore das Derby vorzeitig entschied (77.). Davorin Jozic brachte den FCH zwar nochmal auf 2:3 heran – mehr gelang mit einem Mann weniger aber nicht. „Der Sieg war nicht unverdient“, sagte FSV-Sprecher Klaus Pawlytko, dessen Team sich zunächst schwertat.Tore:1:0 Andrejic (27.), 1:1 Jajetic (37.), 2:1 Liuzzo (58.), 3:1 Amore (77.), 3:2 Jozic (81.) – Besondere Vorkommnisse: J. Büthe hält Handelfmeter von Hochstadt Jajetic (51.), Rote Karte für Hochstadts Jejetic wegen Unsportlichkeit (73.), Gelb-Rote für Bischofsheims Schönherr wegen Meckerns (90.+2) – Schiedsrichter: Becker (Niddatal) – Zuschauer: 160 – Beste Spieler: Rosenberger, Sejdovic/geschlossene Mannschaftsleistung

SV Oberdorfelden – Eintr. Oberissigheim 2:2 (1:1): Beide Teams hatten in Oberdorfelden mit dem Wind zu kämpfen. „Wir haben es verpasst, das Spiel in der ersten Halbzeit zu entscheiden und haben vier oder fünf hochkarätige Chancen vergeben“, sagte SVO-Spielausschuss-Vorsitzender Dietmar Böhmert. Sein Team war durch Pascal Schlatter in Führung gegangen (23.), musste vor der Pause aber durch eine der wenigen Issigheimer Chancen, die Felix Nych nutzte (40.), noch den Ausgleich hinnehmen. Mit dem Wind im Rücken bot sich den Zuschauern in der zweiten Hälfte ein gänzlich anderes Spiel. Die Eintracht drückte – das erste Tor schoss aber wieder Oberdorfelden: Tobias Schildger markierte auf Zuspiel von Robar Ramo das 2:1 (80.). Nych glich kurz vor Schluss erneut aus (87.). „Wir müssen mit dem 2:2 letztlich zufrieden sein, weil unser Torwart Sebastian Vogl uns in der Schlussphase noch den Sieg gerettet hat“, so Böhmert.Tore: 1:0 Schlatter (23.), 1:1 Nych (40.), 2:1 T. Schildger (80.), 2:2 Nych (87.) – Schiedsrichter: Kahlbau (Frankfurt) – Zuschauer: 35 – Beste Spieler: C. Cillis, M. Bojahr/Nych, Warzecha

TSV Niederissigheim – Safakspor Hanau 5:0 (1:0): Erst in der 25. Minute gelang Yannick Wolff nach einem Steilpass der Führungstreffer zum 1:0. In der zweiten Halbzeit konnte TSV-Stürmer Dominic Bernard dann gleich dreimal seine Geschwindigkeit ausspielen: Dem Toptorjäger der Niederissigheimer gelang ein lupenreiner Hattrick innerhalb von neun Minuten, ehe Wolff mit seinem zweiten Treffer auf 5:0 stellte (70.). „Es war ein auch in der Höhe absolut verdienter Sieg. Wir freuen uns über den zweiten Platz und darüber, dass neben der kompletten Mannschaft auch unser Büffeltrio für die neue Saison zugesagt hat“, sagte TSV-Sprecher Andreas Motz nach der Partie mit Blick auf Wolff, Bernard und Besart Beqiraj, die gemeinsam 45 der 62 Tore für Issigheim erzielt haben, in Anlehnung an die drei Stürmer von Eintracht Frankfurt.Tore:1:0 Wolff (25.), 2:0, 3:0 und 4:0 Bernard (54., 57. und 63.), 5:0 Wolff (70.) – Schiedsrichter: Ullrich (Sinnthal)– Zuschauer:40 – Beste Spieler:Wolff, Bernard/geschlossene Mannschaftsleistung

Dörnigheim fehlt noch ein Sieg zum Titelgewinn

Germania Dörnigheim – Spvgg. Roßdorf 5:3 (2:0): „Dörnigheim hat gerade in der Anfangsphase ein hohes Tempo hingelegt, aber Roßdorf hat gut dagegenhalten“, berichtet Germania-Sprecher Joseph Büffel. Alexander Turan (29.) und Hicham Abdessadki (37.) brachten den Tabellenführer mit 2:0 in Führung, sodass zur Pause alles stark danach aussah, als sei die Partie schon zu Gunsten des Ligaprimus aus Dörnigheim entschieden. Roßdorf gab sich jedoch nicht auf, kam besser aus der Kabine und kurz nach der Pause durch den Weitschuss in den Winkel von Igor Rozic (47) auf 1:2 heran. Mitten in der Drangphase der Gäste baute die Germania die Führung mit Treffern von Emanuel Becker (55.) und Turan (58.) auf 4:1 aus. Roßdorf war allerdings immer noch nicht geschlagen: Christian Recke (67.) und Danny Hellen (78.) verkürzten auf 3:4. Erst drei Minuten vor Schluss fiel durch Marcel Teschner (87.) die Entscheidung zu Gunsten der Germania, die nur noch einen Sieg benötigt, um die Meisterschaft auch rechnerisch zu entscheiden.Tore:1:0 Turan (29.), 2:0 Abdessadki (37.), 2:1 Rozic (47.), 3:1 Becker (55.); 4:1 Turan (58.), 4:2 Recke (67.); 4:3 Hellen (78.), 5:3 Teschner (87.)– Schiedsrichter: Höpp (Ranstadt) – Zuschauer: 60 – Beste Spieler: Becker, Turan/Hellen, Recke

Rot-Weiß Großauheim – SV Kilianstädten 3:3 (2:1): Wilde Partie, in der Schiedsrichter Thomas Bauer gleich dreimal auf den Punkt zeigte. Nachdem Marco Vogl den SVK in Führung gebracht (15.) und Marcel Bernecker (22.) den Ausgleich markiert hatte, fielen die nächsten drei Tore nach Foulelfmetern: Alessandro Fröb legte zweimal für die Hausherren vor (33. und 85.). Yannick Heinz hatte zwischenzeitlich vom Punkt zum Ausgleich für die Gäste getroffen, die in der Nachspielzeit von einem dicken Patzer von Großauheims Keeper Daniel Shaffer profitierten, der bei einem Rückpass von Abdul Nuri über den Ball trat und diesen kurz darauf ins Tor kullern sah. „Das ist natürlich ärgerlich, aber ich denke, dass das Unentschieden gerecht war“, sagte Großauheims Vereinsvorsitzender Klaus Bechtel, mitteilte, dass Trainer Robert Kahlina auch im nächsten Jahr bei den Rot-Weißen an der Seitenlinie stehen wird.Tore: 0:1 Vogl (15.), 1:1 Bernecker (22.), 2:1 Fröb (33./FE), 2:2 Heinz (66./FE), 3:2 Fröb (85./FE), 3:3 Nuri (90.+3) – Schiedsrichter:Bauer (Blankenbach) – Zuschauer:40 – Beste Spieler:beide geschlossene Mannschaftsleistung

Kampfbetontes Spiel in Wachenbuchen

Kewa Wachenbuchen – VfR Kesselstadt 3:2 (1:0):Ein kampfbetontes Fußballspiel, das aufgrund des späten Treffern von Yannick Schmidt (87.) für die Kewa etwas glücklich 3:2 endete. Aufgrund der schlechten Platzverhältnisse in Wachenbuchen war bei beiden Teams der lange Ball ein beliebtes Stilmittel. „Das kam uns als kampfstarke Mannschaft ein bisschen entgegen“, sagte Kewa-Spielausschuss-Mitglied Dennis Holderied, dessen Team durch einen Dop-pelpack von Marco Kolev (18. und 47.) nach gutem Beginn 2:0 führte. Der VfR kam durch zwei Tore von Emir Draganovic zum Ausgleich (67. und 75.) – war allerdings kurz vor Schluss bei einer Ecke nicht wach genug: Kolevs Her-eingabe sprang vom Pfosten zunächst an den Hinterkopf von Torwart Damir Krupic, ehe der Ball geklärt wurde und Yannick Schmidt vor die Füße fiel, der die Partie mit einem Traumtor aus 18 Metern entschied.Tore: 1:0 und 2:0 Kolev (18. und 47./FE), 2:1 und 2:2 Draganovic (67. und 75.), 3:2 Y. Schmidt (87.) – Besonderes Vorkommnis:Rote Karte für Kesselstadts Arnautovic wegen Schiedsrichterbeleidigung (90.+3) – Schiedsrichter:Barbu (Frankfurt) – Zuschauer: 100 – Beste Spieler: Brieder, Kolev, Schröder/Draganovic

KSV Langen-Bergheim – Spvgg. Hüttengesäß 1:1 (0:1): Die Überlegenheit der Gäste in Halbzeit eins spiegelte sich nach dem Führungstor von Patric Alves Rodrigues, der in der siebten Minute einen Fehler der KSV-Abwehr nutzte, auch im Ergebnis wieder. Da Hüttengesäß nach der Roten Karte für Tim Weisser wegen einer Tätlichkeit (27.) jedoch lange in Unterzahl agieren musste, kippte das Spiel in der zweiten Hälfte, in der der KSV besser in die Zweikämpfe kam – seine Chancen aber nicht effektiv nutzte. Erst in der Nachspielzeit verwandelte Benjamin Götz einen laut KSV-Sprecher Sebastian Rau „klaren“ Foulelfmeter, der für die Langen-Bergheimer einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf bedeutete. „Der Punkt ist zwar in der Entstehung glücklich, aber verdient“, so Rau.Tore: 0:1 Alves Rodrigues (7.), 1:1 Götz (90./FE) – Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für den Hüttengesäßer Weisser wegen Tätlichkeit (27.) – Schiedsrichter: Beacon (Oberursel) – Zuschauer: 112 – Beste Spieler: beide geschlossene Mannschaftsleistung

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