Auch wenn es mal weh tut: Die Eintracht-Sportfreunde Windecken um Torjäger und Spielführer Kai Fischer sind in der Kreisliga B derzeit Tabellendritter. Beim VfB Großauheim gelang zuletzt ein 4:1-Sieg. Foto: Patrick Scheiber

Fußball

Kreisliga B: Windecken träumt vom Aufstieg in die A-Liga

Fußball. Vor eineinhalb Jahren haben sich die Eintracht-Sportfreunde Windecken aus der Kreisoberliga Hanau zurück gezogen. Momentan belegt die Mannschaft von Trainer Frank Eisenzehr in der Kreisliga B Platz drei, klopft an das Tor zur A-Liga.

Von Achim Dürr

„Ich sage den Jungs immer: Wer nicht aufsteigen will, hat hier auf dem Fußballplatz nichts zu suchen“, wünscht sich Eisenzehr am Saisonende einen Spitzenplatz.

Routiniers helfen jungem Team aus

„Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt, einzelne Spieler sind besser geworden und die Harmonie stimmt auch neben dem Platz“, ist Eisenzehr zufrieden. Der 40-Jährige schnürt gelegentlich selbst die Kickschuhe, gehört wie Dauerbrenner Marc Trimhold mit dessen 43 Jahren zu den Routiniers. „Wenn wir alten Säcke nicht spielen, liegt der Altersschnitt bei 25 Jahren“, sagt der Coach lachend.

Besonders glücklich sei man mit Jan Weißkopf und Christian Herrlein zwei starke Torhüter zu haben. „Deshalb wechseln wir auf dieser Position auch regelmäßig. Das sind zwei geile Keeper, die sich super verstehen“, erzählt der Spielertrainer.

Drittstärkste Offensive der Liga

Das Spiel beim VfB Großauheim II mit 4:1 gewonnen, Kai Leven (2), Kilian Schäfer und Tim Weiß trafen. Hinter Spitzenreiter Germania Niederrodenbach II und dem RSV Hilalspor Hanau II stellen die Windecker die drittstärkste Offensive. Schon 52-Mal hat es in den gegnerischen Kästen geklingelt, wobei Kai Fischer als Zweiter der Torjägerliste mit 15 Treffern einen maßgeblichen Anteil beitrug. Zudem zählt die Mannschaft zu den fairsten der Liga. So gab es erst einmal Gelb-Rot und nur 17 Gelbe Karten.

Am Sonntag steht Windecken gegen Eintracht Oberissigheim II auf dem Prüfstand, die Woche darauf geht es zu Hilalspor II und zum Jahresabschluss gegen den FC Hochstadt II. „Nach der Winterpause haben wir von den Top-Mannschaften nur noch Niederrodenbach II und Roßdorf II. Daher glaube ich, vorausgesetzt wir punkten in diesem Jahr noch dreimal, dass zumindest Platz drei drin ist“, gibt sich Eisenzehr optimistisch. Das würde am Saisonende die Relegation bedeuten.

Verein stand am Scheideweg

Es hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren also einiges getan im Nidderauer Stadtteil: „Wir müssen schauen, dass wir den Verein auf die Füße bekommen. Und das ohne Spieler, die wir bezahlen müssen“, hatte Frank Wehowsky im Juni 2018 kurz nach seiner Wahl zum ersten Vorsitzenden erklärt. Er und seine damaligen Mitstreiter sind auf einem guten Weg.

Die Sportanlage habe man wieder in Schuss gebracht, auch die Finanzen seien dank Kassierer Andreas Schultheiß, dem stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Möller sowie Bettina Wehowsky, die als Schriftführerin fungiert, wieder im Lot.

Wehowsky ist von Fusion zu FC Nidderau überzeugt

In der Jugend macht man in der JFG Nidderau gemeinsam mit den Nachbarvereinen gemeinsame Sache. Wehowsky ist ohnehin von einem Zusammenschluss der vier Vereine aus Windecken, Ostheim, Heldenbergen und Eichen zu einem FC Nidderau überzeugt. Dies sei aus seiner Sicht für alle Beteiligten die sinnvollste Lösung. Doch sei das bei den anderen Klubs anscheinend kein Thema.

„Unabhängig davon, muss ich unserer Mannschaft und ihrem Trainer ein großes Kompliment machen. Was diese Jungs in den letzten Monaten auf die Beine gestellt habe, ist einfach super. Und dies meine ich nicht nur auf den Sport bezogen“, freut sich Wehowsky. Windecken ist auf einem guten Weg.

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