Bekommt nicht genug: Stephan Masching hofft auf viele weitere Jahre an der Steinheimer Seitenlinie. Archivfoto: TAP

Fußball

Kreisliga B: Trainer Masching glaubt an Rettung von DJK Steinheim

Fußball. Bei der im Jahre 1921 gegründeten „Deutschen Jugendkraft Vereinigung Eintracht Steinheim“ geht in dessen Fußball-Abteilung nichts ohne Stephan Masching. Im Dezember kann der 39-Jährige kräftig feiern. Dann ist er stolze 16 Jahre lang Trainer des Hanauer B-Ligisten.

Von Achim Dürr

„Es ist einfach fantastisch, dass wir ihn bei uns haben. Was er geleistet hat, wissen die meisten Außenstehenden nicht. Auch wenn es derzeit sportlich nicht so läuft, auf ihn kann man sich verlassen“, erklärt Karl-Heinz Braun. Der Vereinschef steht neben den Fußballern auch den Abteilungen Badminton, Basketball, Tennis und Boule vor.

Masching hat als Spieler und Trainer alles erlebt

Knapp über 200 Mitglieder gehören dem Klub an. Im Blickpunkt steht aber zumeist der Fußball. „Ich habe hier als Spielertrainer angefangen und alle Höhen und Tiefen hautnah erlebt. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass es noch ein paar Jahre weitergeht“, erklärt Masching, der mangels Spielern zuletzt selbst wieder die Fußballschuhe schnüren musste. Die erste Mannschaft liegt im 16er-Feld der B-Liga auf Platz 15. Die in der C-Liga kickende Zweite trägt als Schlusslicht die Rote Laterne.

Am Wochenende kamen beide Teams nicht zu Einsatz, da die Heimspielstätte „Am Rabenstein“ von einer Wildschwein-Meute umgepflügt wurde (wir berichteten). Zwar hatten die städtischen Behörden schnell reagiert und das Spielfeld wiederhergerichtet, doch muss der Platz noch einige Zeit liegen. „Wenn wir zu früh draufgehen, graben wir alles wieder um“, berichtet Masching. So wird die ausgefallene Partie der Ersten gegen den KSV Langen-Bergheim II heute um 20 Uhr auf dem Kunstrasen „Am Pfaffenbrunnen“ nachgeholt. Die Zweite holt ihr Spiel gegen den SV 1930 Langenselbold am Donnerstag an gleicher Stelle nach (20 Uhr).

DJK rutscht in der Kreisliga B ab

Warum es nach Platz acht in der Vorsaison, wo das Masching-Ensemble 59 Punkte holten und dabei 91 Treffer erzielte derzeit nicht läuft, erklärt der Trainer so: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit einem Schnitt von 22 Jahren. Hinzu kommt, dass wir fünf als Stammkräfte eingeplante Spieler ersetzen müssen. Dies macht sich besonders in der Defensive bemerkbar.“

So hat die DJK in den bisherigen 14 Begegnungen schon 65 Gegentore kassiert. Und da sich die Offensive bis dato auch nicht mit Ruhm bekleckerte, hat es bislang nur zu einem Sieg und zwei Unentschieden gereicht. „Deshalb müssen wir gegen Langen-Bergheim unbedingt gewinnen. Das würde vor allem der Stimmung guttun“, weiß Masching was die Stunde geschlagen hat.

Torjäger Bagbasi hinterlässt Lücke

Schon des Öfteren hat der Coach am Saisonende fast seinen kompletten Kader verloren, musste einen Komplettneuaufbau bewerkstelligen. Im Sommer verließ zum Beispiel Torschützenkönig Burak Bagbasi (41 Treffer) den Klub. Allein vor dieser Saison gab es 16 Neuzugänge und fast ebenso viele Abgänge. Vor zwei Spielzeiten hatte der Aufstieg aus der C- in die B-Liga geklappt, in der Masching auch gerne noch in der nächsten Saison spielen will.

„Man muss ehrlich bekennen, dass wir in der jüngsten Vergangenheit einige aus meiner Sicht charakterlose Spieler hatten“, so Masching, der es sich verkneift, weiter auszuführen. Unter anderem hätten sich einige Akteure zu Rundenbeginn von der DJK noch schnell neu einkleiden lassen, um dann doch wieder zu ihrem vorherigen Verein zurückzukehren.

Jugendspieler stoßen im Winter dazu

Grundsätzlich ist man mit dem derzeitigen Kader, dem rund 40 Spieler angehören, zufrieden. Zumal sich die Trainingsbeteiligung zwischen 18 und 30 Akteure bewegt. Der Steinheimer Coach ist davon überzeugt, dass er den Klassenerhalt realisieren kann. „Wir bekommen im Winter noch drei dann spielberechtigte A-Jugendliche dazu, die werden uns sicher helfen. Wenn dann auch die derzeit verletzen Spieler dabei sind, schaffen wir das“, glaubt das Steinheimer Urgestein.

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