Stabiler stehen: Die Spvgg. Hüttengesäß setzt im Duell gegen Hilalspor Hanau auf eine sattelfeste Defensive samt Feldspieler als Torwart. Archivfoto: TAP

Fußball

Kreisliga A: Trainer Kocak verlässt Hilalspor- Hüttengesäß wartet

Fußball. Wenn sich am Sonntag ab 14.45 Uhr Hüttengesäß und Hilalspor am 19. Spieltag der KLA gegenüberstehen, geht es für beide Vereine nicht nur darum, weiter das Punktepolster aufzubessern Die zwei Kreisoberliga-Absteiger hoffen auch, mit einem Dreier etwas Ruhe in hektische Wochen zu bringen.

Von Oliver Kraus

Denn während sich die Gastgeber genötigt sahen, auf die anhaltende Torwartmisere mit einem ungewöhnlichen Schachzug zu reagieren, ging den Hanauern wenige Wochen vor der Winterpause der Cheftrainer von Bord.

Hitzige Debatte zwischen Kocak und der Mannschaft

Kenan Kocak als auch der Verein bestätigten, dass beide Seiten seit dieser Woche getrennte Wege gehen, obwohl der Auslöser für diesen Schritt bereits etwas länger zurückliegt. Kocak hatte bereits nach der für ihn mehr als enttäuschenden 0:2-Pleite gegen Kesselstadt den Entschluss gefasst, hinzuschmeißen, vergangenes Wochenende bei der Niederlage gegen den DSV aber noch einmal an der Seitenauslinie ausgeholfen.

Den Grund für den Rücktritt liefert der erst Anfang des Jahres eingestellte Ex-Coach offen und ehrlich: „Meine Arbeit wurde nicht wertgeschätzt. Ich habe mit 15 Mann eine komplett neue Mannschaft aufgebaut, die zwischenzeitlich neun Spiele ungeschlagen war. Dann lief es, auch aufgrund der Roten Karte für unseren Torwart, gegen Kesselstadt schlecht.“ Nach der Partie gab es laut Kocak eine hitzige Aussprache mit Team wie Offiziellen, bei der es „auch auf meiner Seite ein wenig eskaliert ist“.

Kocak ging wegen zwei Spielern

Letztlich habe er sich aber von Seiten der Vereinsführung mehr Rückendeckung gewünscht. Als diese aber ausblieb, habe er das Handtuch geschmissen: „Wir hatten andere Vorstellungen. Es hat nicht mehr gepasst.“ Davut Yavuz erklärt auf Nachfrage, dass „der Trainer nicht mehr weitermachen wollte, weil sich zwei Spieler daneben benommen haben“.

Laut dem Hilalspor-Sprecher wird nunmehr der bisherige Co-Trainer Sefa Denizer die Geschicke bis zur Winterpause übernehmen. Dann wolle sich der Verein weiter mit dem Thema beschäftigen. Bis dahin „gehen wir positiv in die letzten Spiele und hoffen auf das Beste“. Zumindest diesem Schlusssatz könnte sich Metin Oymak wohl anschließen, wenn auch mit anderen Vorzeichen.

Hüttengesäß mit Feldspieler im Tor

Denn auch der Coach aus Hüttengesäß hat vor nicht allzu langer Zeit eine schwerwiegende Entscheidung getroffen. Nachdem sich Stammkeeper Dennis Weinz Mitte September im Spitzenspiel gegen Heldenbergen schwer am Knie verletzt hatte und sich in der Folge keine wirkliche Sicherheit für die Hintermannschaft zwischen den Pfosten herauskristallisierte, entschied sich der 40-Jährige vor allem aufgrund der Klatschen gegen Neuberg (0:6) und zuletzt gegen Germania Dörnigheim II (1:10) zu einem ungewöhnlichen Schritt.

Seit drei Spieltagen steht mit Demir Kaynak ein Feldspieler im Tor. „Er strahlt Ruhe aus. Er hat auch früher schon im Tor gespielt. Er ist ein sehr umgänglicher junger Mann. Ich musste ihn nicht groß überzeugen. Ich musste aber einfach einen Schlussstrich ziehen“, erklärt Oymak den ungewöhnlichen Schritt, der allerdings auch eine Schattenseite hat.

Aushilfskeeper Kaynak fehlt als Topstürmer

Denn auch wenn der Offensivmotor eine Vergangenheit als Schlussmann und zuletzt gut gehalten hat, fehlt der treffsichere Angreifer, der bereits sechs Mal in dieser Saison eingenetzt hat, im Spiel nach vorne. Doch für Oymak zählt vor allem die Stabilität in der Defensive, was sich mit sieben Punkten aus den letzten drei Begegnungen bereits bezahlt gemacht hat.

Die Sportvereinigung steht derzeit als Tabellendritter voll im Soll und will auch in den Top-Drei überwintern. Eine Spitzenplatzierung würde es dann auch leichter machen, in der Winterpause eine neue Nummer eins nach Ronneburg zu lotsen. Bis dahin steht weiter Kaynak als Rückhalt seinem Team zur Verfügung. Auch gegen Hilalspor.

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