Vor dem Tor eiskalt: Jochen Breideband hat den Ostheimer Reserve-Keeper Benjamin Neumann am Wochenende zweimal bezwungen. Es waren die Saisontreffer zehn und elf des Erstmannschafts-Spielertrainers im Trikot der Reserve, die seit Wochen in der Tabelle der B-Liga oben steht. Foto: TAP

Fußball

Kreisliga B: Niederrodenbacher Reserve ist nicht aufzuhalten

Fußball. „Der Erfolg unserer zweiten Mannschaft hat viele Väter“, erklärt Michael Auerhammer. Der Vorsitzende von Germania Niederrodenbach schaut sich mit großer Freude die Tabelle der Kreisliga B Hanau an . Dort thront die Germania-Reserve seit Wochen an der Spitze.

Von Achim Dürr

Nach dem 6:0-Kantersieg am vergangenen Sonntag über die Sportfreunde Ostheim II hat das Team von Spielertrainer Almir Bekirov vier Punkte Vorsprung auf Hilalspor Hanau II gegen die es zum Jahresabschluss am 8. Dezember geht.

Germania mit beeindruckenden Statistiken

Elf Punkte beträgt der Vorsprung auf Relegationsplatz drei, den Eintracht Oberissigheim II innehat. Bekirovs Jungs sind zudem als einzige Mannschaft noch ungeschlagen, haben die wenigsten Gegentore kassiert (15) und die zweitmeisten geschossen (64.). Mit Saban Sakalikaba (13 Tore) und Erst-Mannschafts-Trainer Jochen Breideband (11), sind die Blau-Weißen auf den Plätzen fünf und sechs der Torjägerliste vertreten.

Es läuft also rund im Waldstadion. „Das kann man so sagen. Almir Bekirov und Jochen Breideband bilden ein gutes Trainerteam, die Harmonie zwischen erster und zweiter Mannschaft stimmt“, sagt Auerhammer.

Oldies, Leader und starke Torhüter

Die Germania-Reserve habe mit Volkan Celiker und Felix Glock zwei starke Torhüter, wobei Celiker derzeit die Nummer eins ist. Mit Saban Sakalikaba habe sich ein absoluter Leader herauskristallisiert. Zudem seien die „Oldies“ Breideband, Daniel Köhler oder Benny Goedecke „anerkannte Typen".

Der Altersschnitt liegt im Schnitt um die 28 Jahre. „Also dann, wenn Jochen nicht spielt“, grinst der Vereinsboss. Der 44-jährige Breideband läuft in der Regel bei den Heimspielen der Reserve auf und gelegentlich, wenn es auswärts passt. In zehn der 17 Begegnungen stand der Linksfuß auf dem Platz, gegen Ostheim traf er doppelt.

Zielsetzung ist eindeutig

Die Trainingsbeteiligung sei sehr gut, es sind immer mindestens 14 Spieler dabei. Der Kader sei mit knapp 20 Spielern groß, daher müsse man auch ins Training kommen sonst würde man am Sonntag nicht spielen, erklärt Auerhammer die Einfachheit des Systems. „Ich habe den Jungs vor der Runde gesagt, wenn sie es ernst nehmen, dann können wir Erfolg haben“, erzählt Bekirov.

Der erst im Sommer von den Verantwortlichen auf den Trainerstuhl beförderte 24-Jährige hätte sich allerdings nicht im Traum vorstellen können, dass seine Mannschaft nach 17 Spielen ungeschlagen an der Spitze stehen würde. Dafür hat sein Chef mittlerweile einen Traum: „Es wäre doch der Hammer, wenn wir am letzten Spieltag, an Pfingstsamstag, genau passend zu unserem Rodenbacher Spargelfest aufsteigen würden“, so Auerhammer und fügt an: „Wir können doch sowieso nicht mehr sagen, wir wollen Vierter werden. Jetzt wollen wir selbstverständlich auch aufsteigen.“

Germania sieht drei Hauptkonkurrenten

Als Hauptkonkurrenten sehen die Germania-Verantwortlichen den RSV Hilalspor Hanau II, der aber nur dann aufsteigen darf, wenn deren erste Mannschaft aus der A-Liga absteigen würde. Doch dieses Szenario ist kaum zu erwarten. Dazu gesellen sich neben dem SC Eintracht-Sportfreunde Windecken noch Eintracht Oberissigheim II und die Spvgg. Roßdorf II.

„Dass der zuletzt stark punktende FC Mittelbuchen oben noch reinrutscht, glaube ich nicht. Dafür sind sie nicht stark genug besetzt“, meint Germania-Chef Auerhammer. Doch werde man sich zunächst erst einmal auf die beiden letzten Spiele vor der Winterpause konzentrieren. Auerhammer: „Es wäre doch schön, ungeschlagen als Tabellenerster zu überwintern.“

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