Marcel Teschner (links) und Germania Dörnigheim II haben einen Lauf. Sie siegten kürzlich auch im Derby gegen den Dörnigheimer SV. Archivfoto: TAP

Fußball

Kreisliga A: Neuberg empfängt selbstbewusste Germania-Reserve

Fußball. Das Topspiel des 16. Spieltags der Kreisliga A Hanau steigt am kommenden Sonntag in Neuberg. Ab 14.30 Uhr empfängt der Tabellenführer Verfolger Germania Dörnigheim II, der mit dem FSV derzeit den konstantesten Eindruck hinterlässt.

Von Oliver Kraus

Während die Gastgeber die letzten fünf Spiele für sich entscheiden konnten, holte die Germania-Reserve im selben Zeitraum zwölf Punkte – nur gegen Heldenbergen, ebenfalls heißer Anwärter auf einen der drei Aufstiegsplätze, hatte die Elf von Patrick Ofcarek das Nachsehen.

Germania will Kantersieg nicht überbewerten

Dementsprechend zufrieden ist der Coach der Dörnigheimer mit der momentanen Situation, auch wenn er vor allem nach dem fulminanten 10:1 gegen Kreisoberliga-Absteiger Hüttengesäß die Euphoriebremse tritt: „Wir können uns derzeit nicht beschweren, zumal auch die Erste die Gruppenliga rockt. Aber wir dürfen vor allem das letzte Spiel nicht überbewerten. So schön das auch ist, spiegelt es nicht die wirkliche Situation wider.“

Denn in der sei sein Team weiterhin Außenseiter im Konzert der Vereine, die schon im Vorfeld der Saison ihre Aufstiegsambitionen untermauert hatten. „Es wäre natürlich toll, wenn wir in der Winterpause noch in den Top-3 wären. Das wäre sensationell für die Jungs, denn wir hätten uns nie träumen lassen, dass wir überhaupt so gut dastehen könnten.“

Dörnigheim schiebt FSV Neuberg die Favoritenrolle zu

Allerdings muss die Germania in den kommenden Spielen bis zur Winterpause einige dicke Brocken überstehen. Der erste und wohl momentan schwerste wartetet am Sonntag auf den letztjährigen Siebten, wie Ofcarek bestätigt: „Die Favoritenrolle liegt klar bei Neuberg, auch wenn sie ein Aufsteiger sind. Sie machen das bis dato überragend.“Bei allem Lob will der Maintaler aber die Flinte nicht gleich ins Korn werfen und ist durchaus optimistisch, Paroli bieten zu können: „Es hängt natürlich auch davon ab, welchen Kader ich letztlich zur Verfügung habe, aber kleine Nuancen werden über den Sieg entscheiden. Die, die es mehr wollen, werden als Sieger vom Platz gehen.“

Das taten in dieser Saison die Neuberger bereits in elf von 14 Spielen. Dementsprechend relaxt ist die Stimmung, wie Dugandzic bestätigt: „Ich bin superglücklich, wie es momentan ist. Ich bin mir bewusst, dass uns die jetzige Situation zum Favoriten für Sonntag macht. Aber ich habe auch schon erlebt, wie schnell so etwas kippen kann.“Der Übungsleiter spielt damit auf seine frühere Trainerstation in Hausen an, bei der ein Negativereignis alles über den Haufen warf. Von daher „sind wir gut beraten, die Füße still zu halten, auch wenn ich um die Qualität der Mannschaft weiß. Wir werden nicht abheben, sondern uns in der Vorbereitung auf die Rückrunde zusammensetzen und Gespräche über die Zielsetzung führen.“

Neuberger geben sich locker und entspannt

Bis dahin will der Coach des FSV den eingeschlagenen Weg aber nicht verlassen und weiter das umsetzen, was der nach dem Aufstieg aus der B-Liga top verstärkte FSV bislang gut gemacht hat. „Wir schauen nur auf uns und passen uns nicht einem Gegner an. Das machen wir seit zwei Jahren.“ Und so wird es auch am Sonntag gegen die Zweite der Germania sein, auch wenn Dugandzic darauf hinweist, dass es kein Selbstläufer wird: „Man sieht ja gerade, dass es in Dörnigheim läuft, aber wir können zur Not auch während des Spiels reagieren. Wir haben einen breiten Kader und auch die Möglichkeit, verschiedene Systeme zu spielen. Ich gehe die Sache locker und entspannt an. Ich freue mich auf das Spiel!“

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