Nach dem Kantersieg zuletzt gegen Spitzenreiter Victoria Heldenbergen müssen Niklas Fehst und Kewa Wachenbuchen II beim Tabellendritten Spvgg. Hüttengesäß ran. Archivfoto: TAP

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Kreisliga A: Kewa II will bei Hüttengesäßern eine Serie starten

Fußball. Am 14. Spieltag der Kreisliga A Hanau stehen sich mit der Spvgg. Hüttengesäß und der Reserve von Kewa Wachenbuchen zwei Vereine gegenüber, deren vergangene Wochen nicht unterschiedlicher hätten sein können.

Von Oliver KrausWährend die Gastgeber der Begegnung zuletzt mit zwei Niederlagen das Ende ihres guten Saisonstarts eingeläutet hatten, hat die junge Truppe aus Maintal vor dem letzten spielfreien Wochenende die Talfahrt von vier Niederlagen in Serie mit einem 7:2-Auswärtskracher bei Aufstiegsaspirant Victoria Heldenbergen beenden können.

Die Zweite der Kewa legte damit einen ähnlichen Auftakt in die neue Serie hin wie bereits im Vorjahr, als man nach gutem Beginn aber acht Rückschläge hatte verkraften müssen, ehe die Wende vollzogen wurde. Dementsprechend froh ist Marcel Smiroldo, dass seine Elf das typische Kewa-Loch hat schließen können: „Der Sieg hat natürlich gut getan, zumal die Mannschaft noch extrem jung ist.“

Viele Ausfälle seit September bei Wachenbuchen

Der Wachenbucher Trainer, der seit mehr als drei Jahren an der Seitenlinie das Zepter schwingt, hat auch eine Erklärung für die schwachen Wochen: „Seitdem ich Coach der Zweiten bin, haben wir im September immer viele Ausfälle zu verzeichnen. Wenn das in der Ersten ebenfalls der Fall ist, wird es auf einmal eng im Kader, auch wenn wir eigentlich viele Spieler haben.“

Zudem muss Smiroldo in dieser Saison auf Leistungsträger verzichten, die zuvor Offensivgaranten waren. So beendete Top-Torjäger Christian Bernhard seine Karriere, während mit Jan Olschok ein weiterer treffsicherer Aktivposten weiterhin auf unbestimmte Zeit verletzungsbedingt ausfällt.

Smiroldo bleibt optimistisch

„Wir hatten deshalb schon Angst, dass es vorne gar nicht läuft, aber man sieht, dass es dennoch geht“, so der 39-Jährige. Er verweist auf die tolle Entwicklung von Felix Kannengießer, der sich allerdings gegen die Victoria eine tiefe Risswunde zugezogen hat und ebenfalls noch knapp vier Wochen zum Zuschauen verdammt ist.

Dennoch bleibt der Informatiker optimistisch, auch wenn er noch nicht weiß, welche Spieler ihm am Sonntag zur Verfügung stehen werden: „Es wird ein schweres Spiel gegen eine Mannschaft mit viel Erfahrung. Aber wir wollen in jedem Spiel punkten.“

Heimklatsche gegen Neuberg vergessen machen

Das möchte auch sein Gegenüber Metin Oymak, der zuletzt eher psychologischer Motivator als Übungsleiter war. Denn mit der laut dem 40-Jährigen verdienten Heimklatsche gegen Neuberg (0:6) und der unnötigen Pleite in Bischofsheim (2:3) „haben wir uns die ganze gute Arbeit zuvor natürlich zunichte gemacht.

Von daher bin ich schon enttäuscht, wobei man auch sagen kann, dass die anderen Mannschaften von oben auch ihre Tiefs haben und Punkte lassen werden. Wichtig ist es jetzt, weiter gut zu arbeiten und wieder Selbstvertrauen zu tanken.“

Oymak setzt auf Teamgeist

Das am besten direkt gegen Wachenbuchen, gegen das Oymak seiner Mannschaft einiges zutraut. „Wir haben eine eingeschworene Truppe, da ziehen alle mit.“ Eine Charakterstärke, die gegen Kewa entscheidend sein kann, wie Oymak bestätigt: „Wachenbuchen ist eine kämpferisch starke Mannschaft, die ich aus dem Vorjahr kenne. Allerdings weiß man nie, was man bei einer Reservemannschaft zu erwarten hat. Wir haben Respekt, aber keine Angst. Ich denke, es wird ein offener Schlagabtausch.“

Einer, bei dem Oymak allerdings auf Daniel Ruth verzichten muss. Und auch der Einsatz des rekonvaleszenten Özgür Karacan ist noch fraglich, was die Situation innerhalb des kleinen Kaders prekärer macht. „Wenn einer ausfällt, wird es schwer. Von daher ist unser Ziel, bis zur Winterpause den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren und dann noch einmal nachzulegen.“

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