In Hanau geboren und aufgewachsen: Matthias Kurt spielt seit seiner Kindheit Fußball und lenkt derzeit das Spiel des A-Liga-Aufsteigers Dörnigheimer SV. An seiner emotionalen Spielweise will der 29-Jährige nichts mehr ändern. Foto: Swierzy

Fußball

Kreisliga A: Der Hanauer Matthias Kurt gibt bei Dörnigheim Ton an

Fußball. Wohl dem Trainer, der solch einen Führungsspieler in seinen Reihen hat. Insbesondere der Dörnigheimer SV kann Führung nach dem Trainerwechsel gut gebrauchen. Matthias Kurt war die rechte Hand von Ex-Trainer Cengiz Avan – oder wie Kurt sagt, die rechte Hand seines „großen Bruders“.

Von Philipp Swierzy

Der gebürtige Hanauer Matthias Kurt lebt mit seiner Schwester in Kesselstadt, schnürt aber seit Anfang 2017 die Fußballschuhe für den Maintaler Nachbarn aus Dörnigheim. Beim VfR erlebte Kurt die erfolgreichste Zeit als Fußballer, als er zwischen 2014 und 2016 von der Kreisliga B Hanau den Durchmarsch in die Gruppenliga Frankfurt Ost meisterte.Der 29-Jährige ist in Hanau geboren und aufgewachsen. Und er möchte in der Grimmstadt bleiben. Sie ist ruhig und überschaubar. Hier sind seine Freunde und hier ist seine Familie. „Was will ich mehr?“Nach seinen Stationen SG Bruchköbel, Türk Gücü Hanau und VfR Kesselstadt fühlt er sich fußballerisch nun beim Dörnigheimer SV wohl. Einige ehemalige Mitspieler aus Kesselstädter Zeiten, unter anderem Lion Traband, Demir Kaynak oder Sefa Denizer, spielen heute wieder an Kurts Seite. Die Freundschaft zu seinen Jungs hält ihn beim DSV. „So lange ich mit Freunden bin, spiele ich hier Fußball. Ich könnte zu keinem Verein wechseln, in dem ich die Spieler nicht kenne“, beschreibt der DSV-Kapitän.

Anfänge in jungen Jahren

Auf dem Schulhof hat er in jungen Jahren angefangen, Fußball zu spielen. Seine Eltern waren meist arbeiten, also schnappte er sich mit seinen Freunden das Leder und kickte, wann immer Zeit war. Als Jugendlicher meldete er sich mit einigen Kumpels in der C-Jugend des 1. Hanauer FC 1893 an.Der entscheidende Wechsel im Seniorenbereich war für ihn der zum VfR Kesselstadt. Bereits der damalige Trainer holte Kurt, damit er anderen Spielern ein Vorbild sein konnte. Führungsqualitäten besaß der heutige DSV-Mittelfeldmann schon immer. Sein Ex-Coach Avan sagt über ihn: „Er ist ein Typ, der die ganze Mannschaft zusammenhalten kann. Wenn er uns verlassen würde, würde die Mannschaft auseinanderfallen. Außerdem kann er Spiele allein entscheiden. Er ist ein absoluter Führungsspieler und deshalb zu Recht der Kapitän.“Kurt selbst sieht sich jeden-falls ähnlich wichtig wie sein Ex-Trainer: „Er hat recht mit dem, was er sagt. Ich bin das Herz der Mannschaft. Ich spiele auf der Sechs, da wird das Spiel entschieden. Durch meine Pässe und meine Lauffreudigkeit spiele ich natürlich eine wichtige Rolle.“

Kurt ist ein emotionaler Spieler. Wenn es nicht läuft, kritisiert er sich und seine Mitspieler auch lautstark auf dem Feld. Meckern gehört bei ihm dazu. „Wenn ich mich über mich selber ärgere, ziehe ich manchmal die ganze Mannschaft herunter“, weiß Kurt. Insgesamt sei der Teamgeist beim DSV aber intakt. „Bei uns ist der eine für den anderen da“, betont er.Mit 29 Jahren denkt Kurt nicht mehr daran, seinen Spielstil zu verändern. „Ich muss mich nicht mehr verbessern.“ Allerdings gesteht der 1,92 Meter große Kurt ein, dass sein Kopfballspiel zu wünschen übriglasse.Wenn Kurt nicht am Kicken ist, ist er in einer Shisha-Bar zu finden. „Dadurch treffen wir uns alle sehr oft. Wir schauen gemeinsam Fußball oder diskutieren. Ich brauche das einfach. Das gehört dazu“, meint Kurt.

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